Heilbronn: Falken ringen Steelers ein 3:3 ab

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 2 Minuten

In einem unterhaltsamen Derby mit vielen Strafzeiten und

einer ordentlichen Keilerei zum Ende des zweiten Drittels trennten sich die

Heilbronner Falken und die Bietigheim Steelers 3:3 unentschieden.


Im Gegensatz zum 2:8 vor drei

Wochen in Bietigheim konnte der HEC das Spiel offen gestalten und mit den

höherklassigen, aber auch leicht ersatzgeschwächten Steelers (ohne Wieland,

Molling und Jacques) stets mithalten. Bei den Gästen lief die Scheibe teilweise

etwas flüssiger durch die eigenen Reihen, während sich der HEC anfangs etwas

schwer tat, klare Torchancen herauszuspielen. Die Abwehr bot allerdings eine

gute Leistung und ließ ihrerseits wenig zu. Trotzdem gingen die Mannen von Uli

Liebsch in der 11. Minute in Führung, als Gosselin über die rechte Seite

durchging und den Puck ins lange Eck setzte. In der Folgezeit hatte der SCBB

zahlreiche Überzahlsituationen, doch das Penalty Killing der Falken

funktionierte und hatte nur in einer Szene richtig Glück, als Bjornlie den Puck

frei stehend über die Latte setzte. Ein großartriger Move von Petrozza brachte

auf der Gegenseite den Ausgleich, als er nach innen zog und Elliott eiskalt

aussteigen ließ. Mit 1:1 ging es in die Drittelpause, in der Fabian Krull nach

einem Blackout ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nach dem Spiel schien

der Falken-Stürmer wieder einigermaßen OK zu sein, sollte aber zur Beobachtung

über Nacht bleiben.


Danach hatte der HEC zunächst eine 3-gegen-5-Situation

zu überstehen und machte es seinerseits nach 26 Minuten besser. Mauer zog im

Powerplay ab und die Scheibe fand den Weg ins kurze Eck. Nach dieser Führung des

HEC machte der Zweitligist wieder mehr Druck und traf durch Smith in Überzahl

zunächst den Pfosten, nur kurze Zeit später sorgte Wrobel mit einem Schlenzer in

den Winkel für das 2:2. Auch beim 2:3 in der 32. Minute sah Danny aus den Birken

nicht sonderlich glücklich aus, als er einen Puck hinter dem eigenen Tor nicht

richtig klärte und sich daraus die erneute Gästeführung durch Schönmoser

entwickelte. Ansonsten bot der Falken-Keeper eine gute Leistung. Danach hatten

die Falken erneut eine doppelte Überzahl, konnten daraus aber kein Kapital

schlagen. Dann kam die 40. Minute, in der Schiedsrichter Rademaker 158

Strafminuten verteilte. Ausgangspunkt war eine Auseinandersetzung von Weilert

und Mares hinter dem Steelers-Tor, infolgedessen sich Spieler beider Teams in

die Haare gerieten - Smith und Vogler sorgten für die unterhaltsamste Einlage,

die der HEC-Verteidiger mit einem blutenden Cut über dem Auge bezahlen musste.

Auf Steelers-Seite wurde Smith dafür mit einer Matchstrafe belegt, Gosselin,

Mares und Bjornlie erhielten Spieldauerdisziplinarstrafen, ebenso Weilert und

Vogler vom HEC.


Nach vorgezogener Drittelpause durften folglich die

Unterländer fünf Minuten 5-gegen-3 agieren und konnten immerhin einmal Kapital

schlagen, als Schietzold per Schlagschuss den eingewechselten Daniel Wrobel im

Steelers-Tor bezwang. Das weitere Powerplay brachte keinen Erfolg, so dass es

mit einem 3:3 in die Schlussphase ging. Auch hier wurde auf beiden Seiten

Powerplay und Penalty Killing eifrig geübt, wobei die 58. Minute der Höhepunkt

war. Petrozza stand auf der einen Seite völlig frei vor Wrobel und entschied

sich für den Pass ins Nichts, im direkten Gegenzug entschied sich der ebenso

frei stehende Brännström dafür, nicht den Siegtreffer zu erzielen.


So

trennte man sich nach sechs Toren, 60 Minuten und 212 Strafminuten

gerechtermaßen 3:3 unentschieden.


Die Falken schließen am Sonntag um 18:30

bei den Blue Devils Weiden ihre Vorbereitungsphase

ab.

SB

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