Heilbronn: Falken erklimmen Tabellenspitze

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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In einem guten Oberligaspiel besiegten die Heilbronner

Falken nicht unverdient Crimmitschau mit 5:3. Die Sachsen, die vor der Runde als

einer der Topfavoriten auf den Aufstieg genannt wurden, aber etwas schwächer

als erwartet in die Saison gestartet waren, lieferten den Unterländern aber

eine bis zum Schluss spannende Partie und zeigten, dass mit ihnen in der

Meisterrunde durchaus zu rechnen sein wird. Dabei mussten die Gäste mit Hätinen,

Veber, Heine, Trygg und Hofverberg gleich fünf Leistungsträger ersetzen,

erhielten aber mit Heinrich, Klinge und Wörle drei Förderlizenzspieler aus

Kassel zur Verstärkung, während bei Heilbronn erstmals Marcus Kink von den

Adlern mitwirkte.


Die ersten Minuten wurden geprägt vom anfangs sehr kleinlichen Schiedsrichter

Trainer, so dass beide Teams frühzeitig zu Überzahlsituationen kamen. Belitski

musste sich in der 2. Minute zweimal gegen Rusznyak auszeichnen, während auf

der anderen Seite Langwieder und Appel Schusschancen hatten. Die Falken spielten

viermal im ersten Drittel im Powerplay, zweimal davon durchaus ansehnlich, aber

vor dem Tor wollte es noch nicht klappen. Der schönste Spielzug im ersten

Drittel über Spoltore und Vogl (19.) landete ebenfalls bei ETC-Goalie Zellhuber,

so dass die Falken ihre leichte optische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen

konnten.


Auch das Mitteldrittel begann mit den Special Teams, und die Penalty Killer der

Sachsen verhinderten nicht nur die Heilbronner Führung, sondern sorgten selbst

für das 0:1. Der HEC hatte an der gegnerischen blauen Linie den Puck verloren

und Crimmitschau einen Konter ermöglicht, den Klotz mit einem Backhander unter

die Latte zum Führungstor abschloss. Doch die Falken wurden nicht aus dem

Konzept gebracht und fanden im Gegenzug die passende Antwort, als Caudron einen

Abpraller zum 1:1-Ausgleich verwertete. Auch in der Folgezeit war es ein

unterhaltsames und enges Spiel zweier guter Mannschaften mit Chancen auf beiden

Seiten, in dem die Torhüter zunächst auf dem Posten waren. So rettete

Zellhuber bei gefährlichen Schüssen von J. Becker und Kovalev (28./29.), während

Belitski eine 2-gegen-1-Situation gegen Detterer und Slivchenko entschärfte

(33.). Machtlos war er aber in der 37. Minute, als die Falken im eigenen Drittel

den Puck nicht aus der Gefahrenzone bringen konnte und Ex-Falke Friedl die

Sachsen mit 2:1 in Führung brachte. Eine gute Minute später tauchte Dorochin

vor Zellhuber auf, leitete weiter auf Schietzold, der Kovalev bediente: 2:2 -

eine super Kombination der nun immer agiler werdenden zweiten Sturmreihe. Dafür

war die Hintermannschaft nicht immer im Bilde, so auch 41 Sekunden später, als

Crimmitschau durch Rusznyak erneut in Führung gehen konnte. Aber Heilbronn fand

auch beim dritten Gegentore postwendend die richtige Antwort, und wieder war es

der 43-jährige Oldie Igor Dorochin, der mit einer tollen Vorarbeit Kovalev den

Ausgleich vorlegte. So ging es nach 40 Minuten mit 3:3 in die Kabinen.


Im Schlussdrittel stand die Partie auf Messers Schneide, Schietzold stand in Überzahl

plötzlich frei von Zellhuber, aber verzog. Wieder hatten die Falken ein

Powerplay vergeben, ehe sie in der 51. Minute zum siebten Mal in nummerischer Überlegenheit

agieren durften - und wieder war es der zweite Block, der für den Game-Winner

sorgte. Dorochin stürmte mit dem Puck ins gegnerische Drittel, passte auf

Kovalev, weiter zu dem gebürtigen Crimmitschauer Schietzold, der am langen

Pfosten stehend Zellhuber im kurzen Eck bezwang. Es folgte eine spannende

Schlussphase, in der aber die Falken-Abwehr weitgehend sicher stand und keine

klare Torchancen für die Gäste mehr zuließ. Diese nahmen am Ende den Torhüter

vom Eis, konnten sich aber nicht mehr im Heilbronner Drittel festsetzen, sondern

Langwieder sorgte per Empty-Net-Goal für den 5:3-Endstand.


In einem guten Oberligaspiel behalten die Falken somit alle drei Punkte zu Hause

und erklimmen gleichzeitig erstmals die Tabellenspitze, auch wenn die folgenden

Mannschaften eine Partie weniger absolviert haben. Überragend an diesem Abend

war Igor Dorochin, der eine Glanzleistung bot, drei der vier Tore einleitete

oder direkt vorbereitete und sich mit Andrej Kovalev und André Schietzold auf

zwei Mitspieler verlassen kann, die auch wissen, wo das gegnerische Tor steht,

und geniale Vorlagen eben verwerten können. SB

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