Heilbronn: Caudron-Gala gegen Füssen

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Nachdem die Heilbronner Falken beim Angstgegner Miesbach mit 7:1

triumphiert haben, konnte auch der EV Füssen, gegen den in der letzten

Saison kein Kraut gewachsen war, mit 7:1 nach Hause geschickt werden.

Dabei zeigte sich der HEC gegenüber dem letzten Heimspiel wesentlich

verbessert und konnte, von einer Schwächephase im zweiten Drittel

abgesehen, über 50 Minuten überzeugen. Dennoch wurden die Allgäuer,

denen auch ihre schwache Chancenverwertung zum Verhängnis wurde, etwas

unter Wert geschlagen.


Fischer musste an die Adler abgestellt werden, ansonsten traten die

Unterländer, bei denen Calce und Caig ihre Positionen getauscht hatten,

in Bestbesetzung an, auch die Gäste spielten mit vier Reihen und allen

Leistungsträgern. So entwickelte sich früh eine interessante, zunächst

noch ausgeglichene Partie, in der die Falken sich zunächst etwas schwer

taten, klare Chancen herauszuspielen. Mit dem ersten Powerplay aber kam

der HEC-Angriff ins Rollen. Appel spielte Caudron frei, der keine Mühe

hatte, das 1:0 zu markieren. Nur 28 Sekunden später war es das nächste

Überzahlspiel, das die Gastgeber eiskalt ausnutzten. Diesmal war etwas

Glück dabei, als Stanley vor dem Tor quer legte und der Puck von einem

Füssener Spieler ins eigene Tor gelenkt wurde. Damit waren die Falken

richtig im Spiel und drehten mächtig auf, während Füssen bis zur Pause

ins eigene Drittel gedrängt wurde. Selbst in Unterzahl waren die

Kätchenstädter die gefährlichere Mannschaft: Calce rettete erst

glänzend vor dem eigenen Tor, leitete weiter auf Caudron, der auf und

davon ging und mit einem Hammer in den Winkel das 3:0 erzielte. Auch in

der Folgezeit konnten weitere gute Chancen herausgespielt werden, doch

Irrgang war nun stets die Endstation. Gästecoach Baader versuchte in

dieser Phase, mit einer Auszeit wieder Ordnung in seine Mannschaft zu

bringen, die sich in die Drittelpause rettete.


Im zweiten Durchgang ließ es der HEC zwar etwas ruhiger angehen,

spielte zunächst aber konsequent weiter und hatte bei einem Solo von

Schietzold eine gute Gelegenheit zum fünften Tor (23.). Mit zunehmender

Spielzeit kamen dann die Allgäuer aber besser ins Spiel und hatten bei

einem Pfostenknaller von Wartosch in Überzahl schon Pech (28.).

Erfolgreicher dagegen das HEC-Powerplay: Ein flacher Schlagschuss von

Caig fand unter dem EVF-Keeper den Weg zum 4:0 ins Netz. Dies schien

für den HEC das Signal zu sein, mehrere Gänge zurückzuschalten, was

bekanntlich selten gut geht. Entsprechend lief von nun an bis zur

zweiten Pause kaum noch etwas zusammen, während Füssen nun Chance um

Chance herausspielte. Dabei konnten sich die Gastgeber auf einen

starken Danny aus den Birken im Tor verlassen, der u.a. gegen Rusch,

Nadeau und Gardner in höchster Not klären musste. Heilbronn bettelte in

dieser Phase beinahe um das Gegentor, das in der 39. Minute durch Rusch

auch fiel. Bis zur Pause hatte Füssen zwei weitere Großchancen, so dass

die 4:1-Führung des HEC in dieser Höhe nun doch recht glücklich war.


Im Schlussdrittel konnte man jedoch wieder an die Leistung der ersten

halben Stunde anknüpfen und ließ frühzeitig alle Zweifel über den Sieg

vergessen. Petrozza erhöhte nach schönem Zuspiel von Stanley in der 45.

Minute auf 5:1 und nur Sekunden später schlenzte Lodge die Scheibe in

Überzahl vors Tor, die Caudron genial in die Maschen abfälschte. Damit

war das Spiel natürlich gelaufen, selbst zwei Minuten bei 3-gegen-5

überstanden die Falken nun ohne Gegentor. Nach einigen Scharmützeln in

der Schlussphase war es schließlich der Spieler des Abends, J.F.

Caudron, der 22 Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt zum 7:1 setzte -

Powerplaytor Nummer fünf an diesem Abend und der vierte Treffer des

Kanadiers, der allerdings etwas nach Schlittschuhtor roch.


Fazit: Eine deutlich verbesserte Falken-Mannschaft, bei der gerade im

Kombinationsspiel wesentliche Fortschritte zu erkennen waren. Das

Powerplay funktionierte bestens, in Unterzahl ließ man wenig anbrennen

und aus den Birken war ein sicherer Rückhalt. Nur die zehn Minuten im

zweiten Drittel trübten den Gesamteindruck, als man in dieser Phase

völlig den Faden verlor und den Gegner aufbaute, der nur seine

Geschenke nicht anzunehmen wusste.


SB



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