Heftige Diskussionen und ernüchternde Zahlen

Heftige Diskussionen und ernüchternde ZahlenHeftige Diskussionen und ernüchternde Zahlen
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Die mit Spannung erwartete außerordentliche Mitgliederversammlung des ESC Harzer Wölfe Braunlage übertraf nach über drei Stunden Dauer auch die verwegensten im Vorfeld geäußerten Verlaufsprognosen.

Die Ergebnisse der angekündigten Abwahlen beschränken sich auf eine Person. Der bisherige Vizepräsident Marc Garthe wurde mit großer Mehrheit aus dem Präsidium gewählt. Uwe Macke als Vizepräsident wurde dagegen ebenso deutlich im Amt belassen wie die weiteren Vorstandsmitglieder Aljoscha Bode, Ulrich Schmidt, Dirk Sieger, Pressesprecher Robert Koch und Jugendleiterin Conny Werner.

Bei den anschließend notwendigen Nachwahlen wurden Birgit Öttl und Alexander Hokamp als Vizepräsidenten in das nun wieder dreiköpfige Präsidium gewählt. Die aus Bad Tölz stammende Birgit Öttl, Mutter von ESC-Verteidiger Alois Öttl, war als rastlose Helferin bereits in den vergangenen Wochen kräftig im Hintergrund tätig. Der aus Herzberg stammende Alexander Hokamp ist in der Marketingbranche ansässig und soll dem ESC vor allem mit seinen Kontakten helfen. Der Posten des Präsidenten blieb unbesetzt, mit drei Vizepräsidenten ist der Verein aber dennoch voll handlungsfähig.

Die niederschmetternden Erkenntnisse zur finanziellen Lage der Wölfe hatte die Versammlung bereits im Vorfeld der Wahlen zu verdauen gehabt. Dabei hatte das Präsidium lange versucht, die Nennung genauer Zahlen zu vermeiden. „Alle Zahlen, die wir haben, sind auf Grund der völlig unübersichtlichen Buchführung unseres ehemaligen Präsidenten nicht gesichert. Wir arbeiten derzeit alles auf, aber das ist nicht einfach“, erläuterte Macke.

Den ersten Hammer hatte da schon der vom Verein beauftragte Steuerberater Christian Ahrens veröffentlicht. Nach erster Sichtung der Unterlagen musste er mitteilen, dass anscheinend die notwendigen Meldungen bei den Sozialversicherungen für keinen betroffenen Spieler durchgeführt wurden. „Das Dilemma ist, dass Sozialleistungen in Anspruch genommen wurden, aber nichts gezahlt wurde“, berichtete der Steuerberater. Zudem seien die Spieler-Gehälter nicht vollständig bezahlt worden. Insgesamt bewertete Ahrens die Unterlagen als nicht schlüssig: „Es gibt teilweise keine Belege für Geldbewegungen, gerade bei Barbeträgen. Alle Zahlen sind daher nur Schätzungen. Ich habe schon viele Buchführungen gesehen, aber dies toppt alles.“

Nach langen, teils emotional geführten Diskussionen und zwei Unterbrechungen stand die Versammlung kurz vor dem Abbruch, ehe Macke schließlich die von den Mitgliedern dringend erwarteten Zahlen nannte. Auf etwa 85.000 Euro bezifferte Macke den geschätzten derzeitigen Fehlbetrag, darunter übrigens auch Forderungen des Insolvenzverwalters aus dem Jahr 2010. Wie Macke allerdings betonte: „Das Defizit kann auch niedriger liegen, da aus den Unterlagen nicht ersichtlich ist, ob manche Rechnungen bereits bezahlt wurden.“

Für das neue Präsidium ergibt sich in den kommenden Tagen nun die Mammutaufgabe, zum Einen das Defizit genau zu beziffern, zum Anderen aber auch der Versuch, es beherrschbar zu machen. „Wir haben im Vorfeld schon mit potentiellen Sponsoren gesprochen und werden auch in den kommenden Tagen alles daran setzen, Unterstützer zu finden“, sagte die neue Vizepräsidentin Öttl und machte so zumindest etwas Hoffnung.

Angesichts der erschreckenden Zahlen gingen die positiven Nachrichten aus dem Nachwuchs fast unter. Vier Mannschaften gingen an den Start. Die Knaben unter Trainer Marek Gajewski erreichten die norddeutsche Vizemeisterschaft. Die Schüler, trainiert von Dirk Heckmann, wurden sogar norddeutscher Meister. In der kommenden Saison ist sogar eine weitere Mannschaft geplant, so dass die Jungwölfe fünf Altersklassen besetzen würden.

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