Hannover Indians mit einem Sechser am Wochenende

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach dem überzeugenden 6:1 in

Weiden, besiegten am Sonntagabend die Hannover Indians ihren zweiten

Angstgegner, die Eisbären Juniors, nach spannenden 60 Minuten mit 4:3.

 

Das Spiel: Die Indians gewillt dem Freitagserfolg eine Bestätigung

folgen zu lassen, versuchten von Beginn an die Hauptstädter unter Druck zu

setzen. Die erste Duftmarke setzte Kyle Doyle in der fünften Minute. Die

Berliner, nach der Klatsche zu Hause gegen Ratingen auf Wiedergutmachung aus,

konterten im Gegenzug. Doch Neuzugang Boschmann scheiterte freistehend vor

Kondelik. Hatte Eisbären-Coach Tomlinson vor der Partie ein gutes Gefühl,

„...in Hannover haben wir immer gut ausgesehen...“, so sollte sich sein Gefühl

nicht täuschen. Laufstark, technisch versiert, machte der Eisbären Nachwuchs

den Indians, fast über die gesamte Spielzeit, das Leben schwer. Auch begünstigt

durch eine Vielzahl von mehr als unglücklichen Entscheidungen von

Schiedsrichter Nowaczyk aus Duisburg, ließen sie die Hausherren nie richtig ins

Spiel kommen. Sie mussten dennoch mit Ansehen, wie Rohde und Reiss im ersten

Abschnitt die besten Chancen für Indians hatten. Das auf der Gegenseite Mikesz

und Kainulainen die Gästeführung auf den Schläger hatten, aber nicht vollenden

konnten, sollte sich rächen. Fast mit der Drittelsirene nutzte das gestrige

Geburtstagskind Dennis Meyer eine angezeigte Strafe für die Eisbären zur

Führung. Frei vor Stefaniszin stehend, ließ der gebürtige Berliner dem Eisbären

Goalie keine Abwehrchance.

Im Mitteldrittel zu Beginn das

gleiche Bild. Die Hannoveraner von Beginn an in Unterzahl, waren damit

beschäftigt das eigene Tor zu sichern, ehe Butler (27.) und Meyer (28.) die

ersten Chance hatten, zu Erhöhen. In der 29. Minute nutzte Daniel Weiß einen

Puckverlust von Indians-Verteidiger Danny Reiss in der neutralen Zone aus,

passte auf Michael Fröhlich, der den Ausgleich markierte. 16 Sekunden später

erneuter Jubel bei den 2283 Fans am Pferdeturm. Jordan Webb setzte sich

energisch durch und lochte unnachahmlich zur erneuten Führung ein. Wer glaubte

das jetzt die Gegenwehr der Gäste gebrochen war, sah sich getäuscht. Quasi aus

dem Nichts nach 32 Minuten der Ausgleich. Weiß zog einfach aus der neutralen

Zone ab und hatte dabei Glück das Roman Kondelik bei dem Treffer unglücklich

aussah. Chancen zur Wiedergutmachung hatte der Deutsch-Tscheche jedoch  mehr als genug am heutigen Abend. Ohne

Schläger und mit seiner Fanghand rettete er seinen Indians in der 39. Minute in

Unterzahl vor einem weiteren Gegentreffer.

Das Schlußdrittel brachte den

Fans ein Spiel mit offenen Visier von beiden Mannschaften. Als nach 43 Minuten

Kyle Doyle mit seinem ersten Saisontreffer die erneute Indians Führung

besorgte, waren die Weichen bei den Fans schon auf Sieg gestellt. Doch es dauerte

zwei Minuten ehe die kalte Dusche folgte. Die Indians in erneuter Unterzahl,

Kainulainen paßte auf Mikesz und der Trocken zum 3:3. Ob der einseitigen

Regelauslegung des Schiedsrichters waren die Indians nun vollends auf 180,

zogen sich an ihrer Wut hoch. Mit den nun ebenso angefressenen Fans im Rücken,

brandete Angriff auf Angriff in Richtung Berliner Gehäuse. Und die Bemühungen

der Heimmannschaft wurden belohnt. Eine Traumkombination über Webb und Draxler

schloss der überragende Meyer in der 53. Minute zum 4:3 Endstand ab. Das Roman

Kondelik seiner Mannschaft 52 Sekunden vor Ende der Partie mit einer

waghalsigen Parade den Sieg festhielt, war der Höhepunkt einer dramatischen

Schlußphase.

 

Fazit: Dank überlegender zehn Minuten am Ende, ging der Erfolg der

Mannschaft von Trainer Greg Thomson am Ende in Ordnung. Das sahen auch beide

Trainer auf der anschließenden Pressekonferenz: „...die Fehler, die wir gemacht

haben, hat Hannover eiskalt ausgenutzt. Die Zuschauer haben ein schnelles und

gutes Spiel gesehen, Hannover hat eine clevere Mannschaft“, so Berlins Jeff

Tomlinson. Sein Gegenüber Thomson zeige sich wie immer begeistert von der

Nachwuchsarbeit der Berliner. „...das hilft dem deutschen Eishockey. Wir haben

gegen eine sehr gute Mannschaft gewonnen. Es war für uns ein fantastisches

Wochenende.“

 

Am Rande: Das mit Jeffrey Keller, Robin Thomson und Danny Reiss die

Söhne der bisherigen Indians-Trainer und Pferdeturm-Legenden Bruce Keller, Greg

Thomson und Siggi Reiss im Kader der Hannoveraner standen, dürfte ein Novum im

deutschen Eishockey gewesen sein. Das des weiteren insgesamt acht Eigengewächse

nominiert waren, zeigt das der Pferdeturm die Talentschmiede in Hannover ist

und wie lohnenswert eine gute Nachwuchsarbeit ist.

Ferner wurde heute das neue

VIP-Zelt auf dem Stadionparkplatz eröffnet. Mit einem Fassungsvermögen von

knapp 200 Personen, dürfen sich ab heute die zahlreichen Sponsoren noch

angemessener betreut fühlen.

 

Statistik:

1:0 (19:59) Meyer (Schuster, Draxler) 6-5; 1:1 (28:43)

Thomas (Weiß); 2:1 (28:59) Webb; 2:2 (31:37) Weiß; 3:2 (42:25) Doyle

(Chamberlain); 3:3 (44:31) Mikesz (Kainulainen) 5-4; 4:3 (52:58) Meyer (Webb,

Draxler) 

Strafen: Hannover 20 – Berlin 8

Schiedsrichter: Nowaczyk

(Duisburg)

Zuschauer: 2283


Jens Wilke   


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