Hamburg Paroli geboten

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim unterlagen am Dienstagabend vor 2040 Zuschauern dem DEL-Club Hamburg Freezers mit 0:6 (0:0, 0:3, 0:3).

Die Pokalsensation blieb zwar aus, doch die Starbulls waren bis kurz vor Ende des zweiten Drittels nah dran und machten den zwei Klassen höher spielenden Freezers das Leben schwer. Die Gastgeber agierten mit vier Sturmreihen und sechs Verteidigern und genossen die bedingungslose Unterstützung der eigenen Fans.

Im ersten Drittel konnte man keinen Klassenunterschied erkennen – ganz im Gegenteil. Die Rosenheimer hatten die deutlich besseren Chancen, scheiterten aber ein ums andere Mal an Hamburgs Keeper Jean-Marc Pelletier. Gute Möglichkeiten zum Führungstreffer hatten John Snowden in der zweiten Minute, Bernard wurde in der vierten Minute kurz vor dem Abschluss von einem Gegenspieler gestoppt, danach versuchte sich Phil Aucoin (7.), Michael Rohner bei einem Break in Unterzahl (10.), Stephan Gottwald (15.), Thomas Weiszdorn (17.) und abermals Gottwald (18.). Die einzig nennenswerte Chance der Norddeutschen hatte Francois Fortier in der 19.Minute im Powerplay.

Im Mittelabschnitt präsentierten sich die „Kühlschränke“ druckvoller, wobei sie sich immer wieder teilweise haarsträubende Abspielfehler in der neutralen Zone oder im eigenen Drittel leisteten. Nachdem Benoit Gratton nach 24 Sekunden noch an Olli Häusler scheiterte, vollendete der freistehende Brad Smyth einen Querpass von Peter Sarno zum 1:0. In der Folge hatten Andy Delmore und erneut Smyth Chancen zum 2:0, doch Häusler hielt sein Team im Spiel. Zwischen der 29. und 34. Minute marschierten vier Hamburger auf die Strafbank, die Überzahlgelegenheiten (teilweise sogar 5 gegen 3) konnten die Starbulls jedoch nicht verwerten. In der 36. Minute kassierte Mondi Hilger zwei Strafminuten (Freezers-Stürmer Marc Beaucage saß ebenfalls noch eine Strafzeit ab) und Delmore traf aus spitzem Winkel zum 2:0. Drei Sekunden später musste auch noch Aucoin auf das Sünderbänkchen. Somit standen für die Gäste 103 Sekunden doppeltes Powerplay auf der Uhr, was Hamburgs Coach Bill Stewart zu einer Auszeit veranlasste. Und so kam es wie es kommen musste: Die Gäste ließen die Scheibe laufen und Christoph Brandner erzielte in der 37.Minute das 3:0.

Zum Schlussdrittel wechselte Stewart seinen Goalie und für Pelletier stand Daniar Dshunussow im Kasten. Er musste allerdings kaum mehr eingreifen, stattdessen stand Häusler vermehrt im Blickpunkt des Geschehens. Nachdem der Rosenheimer bei einem Pfostenschuss von Smyth (43.) noch Glück hatte und in der 45. Minute vor Markus Sommerfeld rettete, war er in der 47. Minute bei einem Überzahltor von Brandner chancenlos. Zwei Minuten später kassierte Stephan Stiebinger eine Strafzeit und nur sieben Sekunden später schlug ein Schuss von der blauen Linie von Daniel Sevo hinter Häusler ein – 0:5. Das halbe Dutzend machte schließlich Gratton in Minute 52 voll. Die größte Chance zum Ehrentor hatte im letzten Drittel Weiszdorn, doch auch er scheiterte zehn Sekunden vor der Schlusssirene.

Trainerstimmen:

Bill Stewart (Hamburg Freezers): Die Zuschauer und die Stimmung im Stadion war super – dazu Gratulation an Rosenheim. Rosenheim war im ersten Drittel die bessere Mannschaft, hat mit Leidenschaft gespielt und wir haben gut geschlafen. Wäre es nach dem ersten Drittel 3:0 für Rosenheim gestanden, wäre es in Ordnung gewesen. Wir hatten aber mit Jean-Marc Pelletier einen starken Torhüter, der uns im Spiel hielt.

Markus Berwanger (SBR): Tolles Spiel, tolle Atmosphäre. Der Sieg für Hamburg ist normal. Aufgrund von zwei, drei blöden Strafen im letzten Drittel fiel das Ergebnis zu hoch aus, dazu kam, dass wir vor dem gegnerischen Tor kein Glück hatten. Ich denke, dass der Pokal bei den DEL-Vereinen ernst genommen wird. Alles andere sagen nur die Vereine, die gegen klassenniedrigere Clubs ausscheiden.

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Selber Wölfe Selb
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