Gute Laune, bevor es ernst wird

Der Timmendorfer Goalie Matthias Rieck stand oft im Zentrum des Geschehens. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)Der Timmendorfer Goalie Matthias Rieck stand oft im Zentrum des Geschehens. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)
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Einige schauten verblüfft hoch, winkten beinahe schüchtern. Und noch bevor die Anhänger des EV Duisburg ihr eigenes Team zur Ehrenrunde aufs Eis riefen – machten sie das gleiche mit den Beachboys. „Dafür möchte ich mich bei den Duisburger Fans bedanken. Die Jungs haben sich riesig gefreut“, sagte Henry Thom, der Trainer des EHC Timmendorfer Strand.

Ansonsten war das Spiel eher ein „Auslaufen“. „Da haben einige Duisburger Spieler wohl gedacht, man könnte uns im Vorbeigehen schlagen. Aber meine Jungs haben toll gekämpft“, so Thom. Tatsächlich schlichen sich in die gesamte Defensivabteilung einige Konzentrationslücken ein, sodass die Gäste von der Ostsee immer wieder zum Ausgleich kamen. Bis zum 4:4 nach zwei Dritteln. Dann jedoch zogen die Hausherren das Tempo deutlich an und machten es doch noch zweistellig. „Man muss zugeben, dass nach dem 3:0-Sieg in Halle, wo wir wirklich gut gespielt haben, die Luft raus war“, sagte EVD-Trainer Andreas Lupzig. „Ich habe zudem alle spielen lassen. Beide Torhüter, alle Stümer, alle Verteidiger. Zu den drei Centern kamen vier Außenpaare. Das hat natürlich den Spielfluss etwas gehemmt.“

In den Play-offs treffen die Füchse nun auf den SC Riessersee. Und nach dem „Spaß“ gegen Timmendorf, geht es nun gleich im Viertelfinale richtig rund. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, sagt Lupzig mit Blick auf das 2:4-Erstrunden-Aus im DEB-Pokal ganz zu Saisonbeginn. Die Garmischer machten es selbst extrem spannend. In den „Pre-Play-offs“  der Oberliga Süd musste der Tabellenzweite bis ins fünfte Spiel „nachsitzen“ und gewann am Sonntag auch erst nach Verlängerung mit 2:1 gegen den Deggendorfer SC. Der Altmeister aus Garmisch führte nach einem Treffer im ersten Drittel von Scott Barlett, doch Deggendorf glich in der 58. Minute durch Markus Guggemos aus. Christian Völk buchte in der 71. Minute dann aber doch das Play-off-Ticket für den SCR.

Der EVD nimmt im Gesamt-Play-off-Ranking der nördlichen Zwischenrunde den dritten Platz ein (als Gruppenzweiter gegenüber Essen, das in der West-Hauptrunde schlechter platziert war) und trifft daher auf den SCR. Der Heimvorteil in der Best-of-Five-Serie liegt daher beim SC Riessersee, der die Füchse zunächst am Freitag, 25. März, empfängt, ehe Spiel zwei am Sonntag, 27. März, an der Wedau ansteht. Die weiteren Termine sind der 29. März, 1. April und 3. April.

Tore: 1:0 (5:31) Fiedler (Oprée, Schöbel), 1:1 (7:29) Witting (Dumpis, Klupp), 2:1 (12:46) Fiedler (Burym, Schöbel), 2:2 (17:26) Meyer (Buchen, Rutkowski), 3:2 (31:39) Palka (Werth, Bergstermann), 4:2 (33:10) Bader (Fiedler, Selivanov), 4:3 (33:42) Buchen, 4:4 (36:47) Saggau, 5:4 (40:53) Fiedler (Huhn, Schöbel/4-5), 6:4 (49:36) Bergstermann (Schmidt, Kujala), 7:4 (53:35) Huhn (Fiedler, Selivanov), 8:4 (54:27) Schmidt (Bergstermann, Schafranski), 9:4 (55:57) Huhn (Werth, Bader), 10:4 (57:32) Schöbel (Bergstermann, Fiedler). Strafen: Duisburg 8, Timmendorfer Strand 6 + 10 (Koglin). Zuschauer: 843.