Gut gespielt, wacker gekämpft, aber wieder am Ende ohne Punkte

Erster Heimerfolg: "Wölfe" gewinnen 3:0 gegen Berlin CapitalsErster Heimerfolg: "Wölfe" gewinnen 3:0 gegen Berlin Capitals
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Dem ERC Selb gelang auch im siebten Anlauf kein Sieg in der Oberligaspielzeit 2003/2004. Die "Wölfe" unterlagen den Lausitzer Füchsen knapp mit 5:7 (1:1; 2:2; 2:4). Während Gästecoach Horymir Sekera weiterhin mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte - vier Stammspieler fehlten - konnte Tapio Rautalammi bis auf den grippeerkrankten Stefan Wegmann und den an einer Magendarmgrippe erkrankten Vaclav Mandous aus den Vollen schöpfen, erstmals an Bord war auch Neuzugang Andreas Pufal, der sich ab dem zweiten Abschnitt mit einigen Einsätzen betraut sah. Die "Wölfe" begannen, wie die Partien zuvor, enorm druckvoll, wirkten selbstbewußt und schnürten die Gäste von Beginn an in die Defensive. Gäste-Goalie Itämies hatte bereits nach 50 Sekunden ausreichend Gelegenheit sich auszuzeichnen, Jouni Kulonen in Überzahl knapp vorbei, auch Marc Garthe scheiterte aussichtsreich. Die Gäste aus der Lausitz sehr passiv, die erste nennenswerte Möglichkeit war ein Schuss von Bartell in Richtung Goalie Kai Fischer in der sechsten Minute. Die Hausherren wirkten entschlossener in ihren Aktionen, der durchgebrochene Holger König wenig später von Wartenberg nur durch ein Foul zu stoppen. Die Lausitzer, nur mit vier Verteidigern angetreten, standen kompakt und konnten sich mit einem Mann weniger im nachfolgenden Unterzahlspiel stets befreien. Eine Unachtsamkeit von Cory Holden sollte für den 0:1 Rückstand sorgen. Holden nicht energisch genug, Mücke der Nutznießer. Die "Wölfe" zeigten sich unbeeindruckt vom Führungstreffer der Gäste und als Kulabuchov nach überhartem Einstieg an der Bande nur zwei Minuten wegen Stockcheck erhielt, nutzte Dale Crombeen nach herrlicher Vorarbeit von Corey Spring die zahlenmäßige Überlegenheit zum verdienten 1:1 Ausgleich aus. Im Mittelabschnitt erhöhten die "Wölfe" die Schlagzahl und zogen in der Folgezeit immer mehr Spielanteile an sich. Holger König stellte abermals seinen Torriecher unter Beweis beim 2:1 Führungstreffer. Als Verteidiger Björn Eden per Direktabnahme in Überzahl sogar noch das 3:1 nachlegte, war die Stimmung unter den gut 1100 Zuschauern auf dem Höhepunkt. Der durchaus mögliche vierte Treffer hätte eine Art Vorentscheidung bedeutet, aber trotz enormen Drucks der "Wölfe", konnten die Lausitzer sich aus der Umklammerung befreien und Trainerfilius Sekera nutzte eine Unsicherheit von Fischer zum 2:3 Anschlusstreffer. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, Jouni Kulonen, der mit Doppelschichten betraut wurde und ein enormes Laufpensum absolvierte, scheiterte freistehend per Nachschuss, ehe abermals Fischer nicht seine beste Figur abgab und Schmidt´s Schuss durch die Schoner gleiten ließ - 3:3 Ausgleich. Das Spiel wieder völlig offen und die Entscheidung sollten die letzten, spannungsgeladenen zwanzig Minuten bringen. Die Gäste mit den besseren Start, Pohling prüft Kai Fischer, der glänzend pariert, jedoch wenig später gegen Wartenberg beim 3:4 machtlos war. Die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten - Stephan Trolda energisch trotz Bedrängnis im Nachsetzen zum umjubelten 4:4 Ausgleich. Die Freude darüber wehrte nur 96 Sekunden, als Verteidiger Hanusch von der Mittellinie abfeuerte und Kai Fischer das Nachsehen gab. Zur Verteidigung Fischers sei gesagt, dass Wittig den Schuss abfälschte, dennoch ging der Treffer aufgrund der Distanz voll auf die Kappe des Selber Goalies. 5:4 für die Gäste, der Genickbruch im Selber Spiel? Nein, Jouni Kulonen brachte seine Farben wieder ins Spiel, zehn Minuten vor Ende markierte er den vielumjubelten 5:5 Ausgleich. Jetzt waren die Gäste aus der Lausitz wieder gefordert und abermals schlugen sie zurück. 48 Sekunden nach dem fünften Treffer der "Wölfe" nutzte Kuhlee die Gunst der Stunde. Eine Strafe gegen Corey Spring war angezeigt, die "Wölfe" für kurze Zeit etwas von der Rolle und Kuhlee markierte das 6:5. Die Schützlinge von Tapio Rautalammi mobilisierten nochmals die letzten Kräfte, Rautalammi setzte alles auf eine Karte, nahm 102 Sekunden vor Ende Fischer für einen zusätzlichen Stürmer vom Eis. Eine Risikovorhaben, welches nicht belohnt wurde, ein Scheibenverlust im gegnerischen Drittel sollte für die endgültige Entscheidung sorgen, Pohling ohne große Probleme per Empty Net Goal zum 5:7.

Etwas kürzer treten mit dem Eishockeyspielen muss in Zukunft Sascha Grögor.

Grund dafür ist, dass sich der 32jährige gebürtige Berliner beruflich weiterbilden wird und eine zweijährige Fortbildungsmaßnahme zum Industriefachwirt beginnt. Der neben Elko Porzig dienstälteste Akteur in Reihen des ERC Selb (seit 1992 in Selb) bleibt weiterhin Mitglied der 1.Mannschaft, nimmt zudem weiter am Trainingsbetrieb teil, steht jedoch nur noch bei Bedarf als Spieler für die Punktspiele zur Verfügung, als so genannter Stand By Spieler - falls es seine Zeit erlaubt.

Mit Freude blickt Sascha auf seine neue berufliche Herausforderung bei der Andres GmbH in Selb, aber auch beim ERC Selb wird Sascha Grögor eine neue Aufgabe einnehmen. Nachdem er im vergangenen Sommer mit Bravour seine B-Lizenz in Füssen ablegte, wird er zusammen mit Jürgen Fischer künftig die Juniorenmannschaft des ERC Selb trainieren.

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