Glücklicher Sieg in Grafing

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim gewannen am Sonntagabend vor 1366 Zuschauern in Grafing beim EHC Klostersee mit 3:2.

Das erste Punkspielwochenende in der Oberliga mit zwei SBR-Siegen ist perfekt. Dabei mussten die etwa 500 mitgereisten Rosenheimer Fans lange zittern, denn die Gastgeber beherrschten den Schlussabschnitt. Durch einen Abspielfehler von Petr Zajonc kamen die Starbulls in der vorletzten Minute zum Siegtreffer.

Die Grün-Weißen starteten sehr druckvoll ins Match und agierten im ersten Drittel mit vier Sturmreihen. Nach 25 Sekunden kamen sie nach einem Foul von Cori Sicorschi in numerische Überlegenheit, aus der sie kein Kapital schlagen konnten. Eine Strafzeit gegen Nico Köttstorfer in der siebten Minute bremste den Vorwärtsdrang und der EHC kam besser ins Spiel. Die besten Chancen hatten in den ersten 20 Minuten Jeremy Stasiuk, Thomas Brandstädter und Andi Geisberger, auf der anderen Seite Zajonc und Stefan Rohm. Kurz vor der ersten Eisaufbereitung kassierte Stasiuk eine Strafzeit, die von den Hausherren 44 Sekunden nach Wiederbeginn genutzt wurde. Die Rosenheimer Unterzahlformation ließ zwei Grafinger Spieler, die sich den Puck unbedrängt zuschieben konnten, mutterseelenallein vor Keeper Olli Häusler stehen, und Zajonc netzte zum 1:0 ein.

Acht Minuten dauerte es, ehe die Starbulls im zweiten Drittel ihren ersten Angriff aufs Tor der Hausherren fuhren. Doch zum Torschuss kam es gar nicht, denn der wendige Kevin Kraxner wurde regelwidrig gestoppt und der Unparteiische verhängte gegen Klostersee eine Strafzeit. 34 Sekunden später – die Chyzowski-Schützlinge hatten gerade die Powerplayaufstellung gefunden – musste auch noch Vaclav Ruprecht auf das Sünderbänkchen. Der EHC nahm eine Auszeit und konnte zumindest das 3:5-Unterzahl schadlos überstehen. Dafür schlugen die Gäste beim 5:4-Powerplay zu. Torschütze war Andi Schneider, nach Vorarbeit von Mondi Hilger und Heini Schiffl. Die Freude über den Ausgleich währte jedoch nicht einmal zwei Minuten, als Jiri Beranek zum 2:1 traf. Die Rosenheimer Antwort gab 80 Sekunden später „Oldie“ Hilger, der einen satten Schuss in die Maschen setzte.

Der Schlussabschnitt war von vielen Angriffsversuchen der Grafinger geprägt. Sie brachten die Scheibe allerdings nicht im Tor unter und so kam es für Klostersee eben wie eine alte Weisheit (Wer vorne nicht trifft, bekommt es hinten rein) besagt. In der 59. Minute leistete sich Zajonc einen kapitalen Schnitzer, Schneider holte sich den Puck, lockte EHC-Torhüter Florian Hochhäuser aus seinem Kasten, fuhr ums Tor rum und bediente Brandstädter, der keine Mühe hatte das 3:2 zu markieren. Die Gastgeber nahmen zwar in der letzten Minute ihren Goalie vom Eis, brachten den sechsten Feldspieler, doch Rosenheim rettete den dreifachen Punktgewinn über die Zeit.

Trainerstimmen:

Ludvik Kopecky (EHC Klostersee): Wir haben das Spiel durch zwei dumme Fehler verloren. Beim dritten Gegentor hat ausgerechnet ein erfahrener Spieler den Puck in der Mittelzone verloren. Im letzten Drittel haben wir auf ein Tor gespielt. Hier hätten wir das Tor schießen müssen. Am Dienstag werden wir uns früher treffen und ein Gespräch führen.

Ron Chyzowski (SBR): Es war ein klassisches Spiel. Wir hatten am Freitag unsere Punkte geholt, der Gegner hatte sein Spiel verloren, wodurch sie unter Druck standen. Am Ende hatten wir das Glück auf unserer Seite und ich bin stolz auf meine Mannschaft.