Gekämpft wie die Löwen

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Mit 2:1 bezwangen die Starbulls Rosenheim vor 1393 Zuschauern am Freitagabend die Hannover Indians. „Jetzt erst recht“, stand auf einem großen Transparent zu lesen, das die SBR-Fans vor dem Spiel in der Mangfallkurve präsentierten. Und die Anhänger lieferten wieder eine tolle Unterstützung für ihr angeschlagenes Team, das sich nach 60 Minuten hartem Kampf drei Punkte redlich verdiente. Die Partie war gerade elf Sekunden alt, da pfiff Hauptschiedsrichter Pfeil zum ersten Mal ab und verhängte eine Strafzeit gegen Patrick Senger. Das nachfolgende Powerplay brachte allerdings keinen Erfolg für die Indians. Auf der anderen Seite machten es die Rosenheimer besser, sie hatten aber in der fünften Minute gleich zwei Mann mehr auf dem Eis, da Jamie Chamberlain und Daniel Reiss innerhalb von 45 Sekunden auf die Strafbank geschickt wurden. Und dieses doppelte Überzahlspiel nutzten die Starbulls nach nur 15 Sekunden zur Führung. Jeremy Stasiuk zog aus dem Slot ab und die Scheibe schlug hinter Sandro Agricola (er vertrat Stammkeeper Roman Kondelik sehr gut) ein.

Voller Tatendrang kam Hannover aus der Kabine, wobei eine Strafzeit gegen Patrick Hager 55 Sekunden nach Wiederbeginn den Druck verstärkte. So kamen die Gäste in die Powerplayaufstellung, die Scheibe lief und Josef Staltmayr traf in der 22. Minute zum 1:1. Die Grün-Weißen zeigten sich jedoch keinesfalls geschockt und nur drei Minuten später war es die vierte Rosenheimer Sturmreihe - die sich immer mehr zur Topformation entwickelt - erfolgreich. Nach Vorlage von Simon Wenzel und Stephan Stiebinger erzielte der von Markus Berwanger vom Verteidiger zum Angreifer umfunktionierte Paul Weismann das 2:1 für die Hausherren. Das Kathrein-Stadion tobte, sogar die Sitzplatzbesucher sprangen auf – es war wie ein Befreiungsschlag.

Etwas undurchsichtig wurde es nach 27 Minuten, als Hannovers Kapitän Kyle Doyle (letzte Saison schoss er seine Tore noch für Peiting) so unglücklich mit dem Kopf aufs Eis fiel, dass er benommen vom Eis geführt wurde. Indians-Coach Greg Thomson sprach nach dem Match von einer golfballgroßen Beule. Eine sehr fragwürdige Entscheidung lieferte in der 30. Minute Hauptschiedsrichter Pfeil ab: Er zeigte eine Strafe an, Rosenheim war in Scheibenbesitz und fuhr ins gegnerische Drittel, Olli Häusler verließ seinen Kasten und der sechste Feldspieler kam. Erst als Hannover den Puck eroberte, pfiff er ab und verhängte zur Überraschung von mehr als 1400 Menschen im Stadion keine Strafzeit gegen die Indians, sondern gegen Starbull Patrick Neundorfer. Die Partie entwickelte sich immer mehr zu einem Kampfspiel, hochkarätige Chancen blieben aus. 73 Sekunden vor der Schlusssirene nahm Thomson eine Auszeit und ersetzte seinen Goalie durch einen sechsten Feldspieler. Doch die Gastgeber konnten durch unermüdlichen Einsatz den knappen Vorsprung über die Zeit retten.

Trainerstimmen:

Greg Thomson (Hannover): Rosenheim hat sehr gut gespielt, meine Mannschaft hat wenig getan, um zu gewinnen. Wir hatten wenig Chancen, nach dem Ausfall von Kyle Doyle hatten wir fast gar keine Chancen mehr. Ein Lob kann ich nur unserem Torhüter Sandro Agricola aussprechen, vom Rest meiner Mannschaft habe ich sehr wenig gesehen.

Markus Berwanger (SBR): Unser Spiel war auf allerhöchstem Kampfniveau, mehr geht nicht. Jeder hat von der ersten bis zur letzten Minute hart gekämpft, das wird ab sofort unser Spiel sein, etwas anderes gibt es nicht. Ich möchte besonders unsere vierte Sturmreihe hervorheben, die zur Zeit unsere beste Reihe ist. Olli Häusler hat super gehalten, alle sechs Verteidiger und alle zwölf Stürmer haben gekämpft wie die Löwen.

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