Gekämpft und doch keine Punkte

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim unterlagen am Freitagabend vor 1236 Zuschauern den Heilbronner Falken mit 2:3. Es war ein großer Kampf, den die Grün-Weißen den Schwaben geliefert haben. Die Stimmung im Kathrein-Stadion war ausgezeichnet, die Zuschauer standen 60 Minuten wie ein siebter Mann hinter ihrer Mannschaft. Dass sie auch weiter zu ihrem Team stehen, taten die Fans nach dem Spiel mit minutenlangen Sprechchören „ihr habt gekämpft, wir haben es gesehen“ kund und forderten ihr Team zur Ehrenrunde. Die Spieler kamen dann auch noch einmal aus der Kabine und die Anhänger machten ihren Cracks mit den Worten „Starbulls geben niemals auf“ für die nächsten Aufgaben kräftig Mut.

Äußerst unglücklich begann die Partie für die Gastgeber, denn nach nur 147 Sekunden schickte der kleinlich pfeifende Hauptschiedsrichter Lenhart den Rosenheimer Stürmer Jeremy Stasiuk vorzeitig zum Duschen. Was war passiert? Nach einem Check mit der Schulter erwischte er den Heilbronner Trevor Caig, der sich mit einer blutenden Wunde auf dem Eis krümmte. Nach Ausspruch der Matchstrafe gegen Stasiuk sprang Caig wieder auf, ließ sich behandeln und war in der neunten Minute wieder im Einsatz. Die Falken bemühten sich zwar im Powerplay, scheiterten aber am Penaltykilling der Rosenheimer. Und so ergaben sich lediglich zwei gute Chancen durch Jean-Francois Caudron und Andrè Schietzold, die jedoch von SBR-Keeper Olli Häusler entschärft wurden. In der Folge kassierten die Hausherren zwei weitere Strafzeiten und so waren sie bis zur 13. Minute fast ständig in Unterzahl und verteidigten das 0:0. In der 14. Minute hatte Patrick Neundorfer die erste gute Chance für Rosenheim, wenige Sekunden später brachte Neuzugang Mike McCormick, der erst zwei Tage zuvor in der Innstadt ankam, nach Vorlage von Sean Fischer und Neundorfer die Starbulls in Front.

Im Mittelabschnitt versuchten sich die Schützlinge von Ron Chyzowski in den ersten zwei Minuten in Überzahl (resultierte aus einer Strafe wegen Spielverzögerung mit der Pausensirene), in der 24. Minute musste Patrick Hager raus, in Minute 29 kassierte Heilbronns Andreas Maier eine Strafzeit. Einzig nennenswerte Einschusschance aller Überzahlspiele hatte in der 31. Minute Mondi Hilger. Eine Schlafmützigkeit vor dem Tor von Olli Häusler begünstigte in der 32. Minute den Ausgleich. Die Scheibe lag frei, kein Rosenheimer brachte sie weg und so konnte Chris Stanley zum 1:1 einschieben.

Auch in den letzten 20 Minuten ging das muntere Strafzeiten-Verteilen weiter und so trafen weder die Starbulls in insgesamt sechs Minuten Überzahl noch die Falken in etwa drei Minuten numerischer Überlegenheit. Im letzten Drittel waren die Rosenheimer zwar die optisch überlegenere Mannschaft, die Treffer erzielten allerdings die Gäste. In der 57. Minute traf Caudron, in der 59. Minute Schietzold und Chyzowski nahm sofort eine Auszeit. 33 Sekunden vor der Schlusssirene verkürzte Hilger auf 2:3, Häusler verließ zugunsten eines sechsten Feldspielers seinen Kasten, der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr gelingen.

Stimmen zum Spiel:

Rico Rossi (Heilbronn): Wir haben ein gutes Eishockeyspiel gesehen. Die Rosenheimer haben alles gegeben, das Ergebnis sollte für sie zweitrangig sein. Meine Jungs haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht und ich bin sehr stolz auf sie. Ich habe ihnen in der zweiten Drittelpause gesagt, dass irgendwann die Torchancen kommen und wir dann auch treffen. Bei der Matchstrafe gegen den Rosenheimer Stasiuk bin ich der Meinung, dass die Entscheidung viel zu hart war.

Ron Chyzowski (SBR): Wir haben eine ganz andere Leistung gebracht als letzte Woche. Beide Torhüter waren sehr gut, besonders Olli Häusler hat uns im ersten Drittel in Unterzahl im Spiel gehalten, sonst wäre das Match schon entschieden gewesen. Nach dem 1:0 war unser Selbstvertrauen da und wir hätten auf alle Fälle einen Punkt verdient gehabt. Wenn wir so weiter arbeiten, dann holen wir auch bald die ersten Punkte. Zu Mike McCormick möchte ich sagen, dass er die Fähigkeit hat mit der Scheibe zu arbeiten und Ruhe aufs Eis zu bringen. Er hat erst zwei Trainingseinheiten mit uns gemacht und er wird sich noch steigern.

Richard Diebald (3. Vorsitzender der Starbulls): Ich war begeistert vom Rosenheimer Publikum, das uns die Niederlage schon verziehen hat. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft nicht unfit ist und ich glaube, dass wir eine gute Zukunft vor uns haben.


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