Garmischer Duo Kink und Winkler kommt nach München

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Offiziell bestätigen wollte es zwar noch keiner, aber wie am Sonntagabend am Rande der Meisterrundenbegegnung EHC München gegen Peiting zu hören war, scheint der Wechsel von Trainer Georg Kink und Manager Christian Winkler nach München beschlossene Sache zu sein. Die beiden hatten in den letzten Jahren in Peiting überaus erfolgreiche Arbeit geleistet, bevor Trainer Kink Anfang dieses Jahres unter ziemlich dubiosen Umständen (man sprach von einem Aufstand der einheimischen Spieler gegen den Garmischer Coach) seinen Hut nehmen musste. Winkler übernahm daraufhin neben seiner Managertätigkeit auch noch bis Saisonende den Job des Trainers, hatte aber schon den Abschied aus Peiting angekündigt.



In München wurde Michael Eibl, der eigentlich schon Eishockey-Rentner war, vor gut einem Jahr vom damaligen Vorstand Franz Jüttner als Interimscoach verpflichtet und schaffte kurz darauf mit dem EHC den Aufstieg in die Oberliga. Auch hier leistete er hervorragende Arbeit und führte das Team souverän in die Meister- und jetzt in die Playoff-Runde. Allerdings ließ er in letzter Zeit, angesprochen auf seine Zukunft in München, öfter eine gewisse Amtsmüdigkeit erkennen. Eibl, der bei der Handwerkskammer Landshut voll beschäftigt ist, machen die langen Busreisen quer durch Deutschland zu schaffen. Unter diesen Umständen ist es verständlich ,dass sich der Vorstand nach möglichen Alternativen umgesehen hat.

Und da scheint man nun in Garmisch fündig geworden zu sein. Georg Kink, in seiner Zeit als Aktiver bereits zweimal in München tätig gewesen, bot sich als erfolgreicher Trainer an. Und warum sollte man dann nicht auch Christian Winkler als Geschäftsstellenleiter verpflichten, nachdem diese Stelle in Kürze vakant wird? Da trifft es sich auch gut, dass beide in Garmisch beruflich tätig sind, schließlich kann man sich als Oberligist mit beschränktem Etat keinen hauptamtlichen Trainer und Manager leisten.

Was die sportliche Seite betrifft, so hat man mit dem 8:0 Sieg gegen den Tabellenletzten aus Peiting den angestrebten vierten Platz erfolgreich verteidigt. Jann (2), Thomas Vogl (2), Wedl, Leinsle, Newhook und Brearley schossen in der einseitigen Partie die Tore. Nur knapp 1400 Zuschauer hatten trotzdem ihren Spaß, genauso wie die Spieler des EHC, denen man die strapaziöse Fahrt von der Nordsee nach München (1:4 Niederlage gegen Bremerhaven) nicht anmerkte. Nachdem die Playoff relativ leicht erreicht werden konnten, strebt man nun mit Macht mindestens den vierten Platz mit zwei möglichen Heimspielen an. Könnte man dann noch das Halbfinale gegen den Wunschgegner aus Schweinfurt (kurze Wege und viele Zuschauer) erreichen, wäre man in München fast wunschlos glücklich. (an)