Furioser Zwischenspurt sorgt für drei Punkte gegen Ravensburg

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Heilbronner Falken bleiben auf dem Vormarsch, Ravensburg in der

Krise - mit 7:4 geht das erste Duell binnen vier Tagen an Heilbronn.

Vor 1.451 Zuschauern war es insgesamt ein etwas seltsames Spiel mit

drei sehr unterschiedlichen Dritteln, das beide Mannschaften ihren Fans

boten. Heilbronn musste auf die bekannten Verletzten sowie den

abgestellten Schietzold verzichten, dafür bekam Jungadler Patrick

Geiger über zwei Drittel sogar das Vertrauen, an der Seite von Stanley

und Petrozza zu stürmen. Ravensburg dagegen war in Bestbesetzung

angereist.


Im ersten Drittel waren es zunächst auch die Gäste, die den Ton angaben

und sich für die klare Niederlage in Freiburg rehabilitieren konnten.

Heilbronn kam nicht ins Spiel, leistete sich immer wieder Schnitzer in

der Abwehr und im Spiel nach vorne lief wenig Produktives zusammen.

Folgerichtig gingen die Oberschwaben in der 5. Minute in Führung, als

Loth den starken Ex-Falken Switzer bediente, der Vogl im Falken-Tor

keine Chance ließ. Dabei sah das heute schwache Abwehrduo Weilert/Reul

nicht gut aus. Beide Teams konnten anschließend durch den guten

Schiedsrichter Jablukov Überzahlsituationen nicht ausnutzen, doch

gerade von Heilbronn kam im ersten Drittel entschieden zu wenig, so

dass klare Chancen Mangelware blieben. So musste eine doppelte Überzahl

für den 1:1-Ausgleich herhalten: 23 Sekunden vor Drittelende blitzte

Stanleys Genialität auf, mit dem Rücken zum gegnerischen Tor bezwang er

Dillmann mit einem Rückhandschuss.


Das zweite Drittel schien zunächst das Bild des ersten zu bestätigen.

Heilbronn ungeschickt in der Abwehr, Hehle zieht ab, Fellner fälscht

ab, 1:2 (24.). Ravensburg hatte anschließend im Powerplay die

Möglichkeit nachzulegen, doch dann brachen die sieben Minuten der

Heilbronner Falken an. Zwischen der 28. und 35. Minute sollten nämlich

fünf Treffer am Stück für die Gastgeber fallen, die in dieser Phase wie

verwandelt wirkten, während der EVR zusammenzubrechen schien. Den

Torreigen eröffnete Stanley mit seinem zweiten Tor in Überzahl zum 2:2,

15 Sekunden später bediente Caudron per Querpass Caig, der Dillmann zum

3:2 überwand. Zwei Minuten später spielte Mauer Weibler frei, der aus

kurzer Distanz auf 4:2 erhöhte, wieder zwei Minuten danach gewann

Stanley grandios einen Zweikampf an der Bande, spielte auf Petrozza

weiter. Dieser bediente Krull vor dem Tor, der endlich seine Torflaute

beendete und auf 5:2 erhöhte. Dieser Treffer fiel ebenso in Überzahl

wie das 6:2, dem ein böser Check von Eckmair vorausging. Auf der einen

Seite konnte Lodge die Scheibe gerade noch von der Linie kratzen, im

direkten Gegenzug war es wiederum Krull, der frei zum Schuss kam - der

unglückliche Marc Dillmann hatte zum sechsten Mal das Nachsehen. Nach

dieser beinahe optimalen Chancenverwertung leistete sich danach auch

Heilbronn Unachtsamkeiten in der Abwehr, die Ravensburg durch den frei

stehenden Fritz zum 6:3 ausnutzte. Und nur eine Minute später war aus

dem Schützenfest wieder ein spannendes Eishockeyspiel geworden, als

Muller in Überzahl per Schlagschuss auf 6:4 verkürzte.


In ihrer Schlussoffensive wurden die Gäste anschließend von einem Loch

im Eis gebremst, infolgedessen das letzte Drittel 15 Minuten verspätet

begann. In diesem Abschnitt gab es wiederum ein völlig anderes Bild:

Das Hurra-Eishockey von zuvor war passé, beide Teams spielten defensiv

konzentriert, gerade Heilbronn war auf Sicherung der Führung bedacht

und leistete sich nun kaum noch einen Fehler und vor allem keine

unnötige Strafzeit. Infolgedessen hatte Ravensburg auch kaum eine klare

Torchance. Zwar rannten die Mannen von Gerhard Brunner an, doch

Heilbronn hatte unter dem Strich bei seinen Kontern die besseren

Möglichkeiten und verteidigte konsequent. So blieb es bis kurz vor

Schluss beim 6:4, als die Gäste ihren Keeper vom Eis nahmen. Und

letztlich war es Chris Stanley zum Dritten, der für den Schlusspunkt

sorgte: Aus dem eigenen Drittel bugsierte er die Scheibe in hohem Bogen

ins verwaiste gegnerische Netz und erzielte so seinen zweiten Hattrick

im zweiten Heimspiel in Serie.


Am Ende siegten die Falken dank einer Explosion im zweiten Drittel mit

7:4, nachdem man den ersten Durchgang noch eher verschlafen hatte.

Ravensburg zeigte sich insgesamt besser als sein Tabellenstand, doch

verlor im Mitteldrittel entscheidend die Übersicht. Gerade die sonst

überragenden Campbell und Newhook hatte der HEC meistens im Griff.

Überragend beim HEC die Überzahlbilanz mit vier Treffern bei sieben

Gelegenheiten, während man selbst nur ein Gegentor in Unterzahl

kassierte.


Die Statistik in Kurzform:

Tore: 0:1 Switzer 5., 1:1 Stanley 20. 5-3, 1:2 Fellner 23., 2:2 Stanley

28. 5-4, 3:2 Caig 28., 4:2 Weibler 30., 5:2 Krull 32. 6-4, 6:2 Krull

35. 5-4, 6:3 Fritz 38., 6:4 Muller 39. 5-4, 7:4 Stanley 60. 5-6


Strafminuten: Heilbronn 14, Ravensburg 18+10

Schiedsrichter: Jablukov

Zuschauer: 1.451


(SB)


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Freitag 27.11.2020
EHF Passau Black Hawks Passau
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Deggendorfer SC Deggendorf
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Starbulls Rosenheim Rosenheim
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Dienstag 01.12.2020
EC Peiting Peiting
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EV Füssen Füssen
EHF Passau Black Hawks Passau
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Eisbären Regensburg Regensburg
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