Füssen zum fünften Mal unterlegen

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim verloren am Freitagabend vor 2179 Zuschauer gegen den EV Füssen mit 3:6.

Das war nicht der Abend der Starbulls. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ryan Fairbarn meldeten sich Anton Saal und Niko Senger krank, während des Spiels verloren die Rosenheimer nach Undiszipliniertheiten auch noch Ron Newhook und Torhüter Claus Dalpiaz. Dazu folgten nach einer 3:2-Führung innerhalb von 3:14 Minuten drei Gegentreffer und die Partie war gelaufen.

„Noch geistig abwesend“, wie es SBR-Trainer Franz Steer beschrieb, gingen die Gäste durch Ruslan Bezshchasnyy in der neunten Minute in Überzahl in Führung. Danach musste Füssens Fabian Krull auf die Strafbank, das Rosenheimer Powerplay blieb erfolglos, Krull kam von der Strafbank zurück, wurde in der neutralenZone von Björn Friedl bedient, fuhr allein auf Dalpiaz zu und versenkte zum 2:0. Steer stellte daraufhin Stephan Stiebinger zu Mathias Hart und Martin Reichel, Mondi Hilger rückte in den Block zu Patrick Senger und Sebastian Lehmann. Und diese Maßnahme hatte bereits in der 13.Minute Erfolg, als Stiebinger auf 1:2 verkürzte. In der 15.Minute kamen die Starbulls zu ihrem zweiten Überzahlspiel und Newhook gelang der Ausgleich.

Der Mittelabschnitt begann für die Gastgeber äußerst vielversprechend, denn nach zwei guten Möglichkeiten von Newhook (21.), brachte Dylan Stanley seine Farben mit 3:2 in Front (24.). Das war es dann aber mit der Rosenheimer Herrlichkeit: In der 27.Minute sorgte Bezshchasnyy für den Ausgleich, Armin Wurm erzielte in numerischer Überlegenheit nach einem verdeckten Schuss von der blauen Linie das 4:3 und in der 30. Minute netzte Matthias Ziegler sogar zum 5:3 für Füssen ein. Steer nahm eine Auszeit und „geigte“ seinen Mannen lautstark die Meinung. In der Folge wirkten die Grün-Weißen weiter verunsichert und die Allgäuer waren dem sechsten Treffer näher als die Starbulls dem Anschluss.

Die Hoffnung, dass die Partie noch eine Wende nehmen könnte, mussten die über 2100 SBR-Fans im Stadion nach nur 82 Sekunden im letzten Drittel begraben. Die Rosenheimer ließen Doug Orr gewähren und der nordamerikanische Angreifer erhöhte auf 6:3. Bis zur Schlusssirene blieben die spielerischen Höhepunkte Mangelware, stattdessen schickte Hauptschiedsrichter Andreas Aumüller den Rosenheimer Stürmer Ron Newhook in der 54. Minute mit zwei zehnminütigen Disziplinarstrafen und der damit verbundenen Spieldauerdisziplinarstrafe zum Duschen. Ihm folge in der 58. Minute SBR-Keeper Dalpiaz mit einer „völlig überzogenen“ (so die Starbulls in der Pressemitteilung) Matchstrafe in die Kabine, während Provokateur Orr mit zwei Minuten davon kam.

Trainerstimmen:

Dave Rich (Füssen): Wir waren hellwach, gingen schnell mit 2:0 in Führung, waren dann aber zu leichtsinnig und Rosenheim kam zurück. Wir spielten ein sehr gutes zweites Drittel, haben die Scheibe einfach Richtung Tor gespielt und hatten viele Schüsse. Wir haben unsere Chancen eiskalt genutzt.

Franz Steer (SBR): Während wir geistig abwesend waren, war Füssen bereiter. Wir sind zu wenig auf den Körper gegangen. Es war für uns sehr schwierig, da einige Spieler krank waren, das ist aber keine Entschuldigung. Einige Spieler haben nicht die Normalform erreicht. Disziplin ist die Grundvoraussetzung für Leistungssport, die war nicht gegeben. Bei einigen Spielern fehlt die Einstellung zum Spiel und zum Schiedsrichter, dessen Entscheidungen zu akzeptieren sind. Da wird es im Training auch noch klare Worte geben. Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, Spieler auszutauschen, hätte ich das gemacht.