Freiburg: Trotz gutem Spiel knappe Niederlage in Ravensburg

Freiburger Rumpftruppe verliert 5:6 in HannoverFreiburger Rumpftruppe verliert 5:6 in Hannover
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Mit 2:3 unterlag der EHC Freiburg am Sonntagabend beim EV Ravensburg, 2200

Zuschauer sahen eine spannende Partie in der Oberschwabenhalle. Freiburg reiste

mit nur drei kompletten Blöcken an, in der Abwehr nahm Max Bauer die Position

von Robert Hoffmann ein, der mit einem Bruch im Handbereich derzeit ausfällt.

Bei Ravensburg standen drei ehemalige Wölfe-Akteure im Kader, die Verteidiger

Blank und Gorgenländer sowie Stürmer Dion Del Monte.

 

Von der Wölfe-Bank aus sah Svetlov ein besseres erstes Drittel der

Gastgeber. Geprägt war dessen erste Hälfte von vielen Strafen, Spielfluss wollte

so recht noch nicht aufkommen. Ravensburg entwickelte mehr Druck auf das

gegnerische Tor, doch Edgars Masalskis bewies erneut seine Klasse und hielt den

Kasten dicht. Ausgerechnet in Überzahl erwischte es den EHC, ein Scheibenverlust

an der blauen Linie und Top-Stürmer Peter Campbell machte sich auf den Weg zum

Freiburger Tor. Der Kanadier überwand den Freiburger Schlussmann, wenn auch erst

im Nachschuss und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Praktisch im Gegenzug

hätte Freiburg beinahe ausgleichen können, aus kurzer Distanz vergab Rajnoha die

gute Gelegenheit zum 1:1. So führten die Oberschwaben nach 20 Minuten verdient

mit 1:0.

 

Hatte sich der EHC im Anfangsdrittel noch mit Torschüssen relativ bedeckt

gehalten, legten sie zu Beginn des zweiten Drittels los wie die Feuerwehr.

Mamonovs scheiterte an EV-Goalie Lonscher, Bartosch stand goldrichtig und

verwertete den Abpraller zum 1:1 - gerade einmal 18 Sekunden waren gespielt.

Dass der Ausgleichstreffer nicht unverdient war, zeigten die Wölfe fortan. Sie

konnten das Spiel im Mittelabschnitt immer wieder bestimmen, erarbeiteten sich

Tore, ohne dabei jedoch zu einem erfolgreichen Abschluss zu gelangen. Dies

sollte sich in der 37.Minute rächen, als die Gastgeber einen schnellen Angriff

fuhren. Eine Unachtsamkeit der EHC-Defensive ermöglichte es Dolezal, den Puck

vors Freiburger Tor zu bringen, wo Pavel Rajnoha die Scheibe unglücklich mit dem

Schlittschuh vorbei an Edgars Masalskis ins Tor lenkte. Ravensburg fand durch

den Treffer wieder besser ins Spiel und hatte seine beste Phase im zweiten

Drittel. Daraus resultierte dann auch das dritte Tor der Oberschwaben. Die Wölfe

agierten in Unterzahl, einen Querpass vor dem Gehäuse verwertete Peter Campbell

mit seinem zweiten Tor des Abends. Das 1:3 nur wenige Sekunden vor der zweiten

Pause spiegelte jedoch den bisherigen Spielverlauf nicht wieder.

 

Als die Freiburger wieder aus der Kabine aufs Eis zurückkehrten, stellte

sich die Frage, wie sie den Rückstand und den Treffer kurz vor der Pause

verkraftet haben würde. Scheinbar sehr gut, denn abermals legten die Wölfe einen

Frühstart hin. In Überzahl wurde Bartosch hinter dem gegnerischen Tor angespielt

und der 21jährige leitete die Scheibe direkt zu Mamonovs weiter. Der lettische

Stürmer hatte Zeit, sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen,

setzte einen Schlenzer an und traf flach ins lange Eck. Angefeuert vom

stimmgewaltigen mitgereisten Freiburger Anhang drängten die Wölfe für die

restliche Spielzeit auf den Ausgleich. Zum Verhängnis wurde dem EHC erneut die

schlechte Chancenverwertung, denn Möglichkeiten zum 3:3 gab es genug. Dass es

jedoch auch nicht zu einer Vorentscheidung durch Ravensburg kam, lag an Edgars

Masalskis. Einige gefährliche Angriffe der Gastgeber entschärfte der lettische

Puckfänger und hielt seine Mannschaft im Spiel. 90 Sekunden vor Ende der Partie

nahm Svetlov eine Auszeit, bei eigenem Scheibenbesitz sollte Masalskis das Eis

zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen. Dieser Zeitpunkt war eine

Minute vor Ende der regulären Spielzeit gekommen, die Wölfe warfen alles nach

vorne, doch Ravensburg verteidigte gut und rettete den knappen Vorsprung über

die Zeit. Trotz hohen Einsatzes und 60 Minuten Kampf verlor Freiburg mit

2:3.

 

Freiburg zeigte nach einem defensiven Anfangsdrittel in den restlichen 40

Minuten gutes Offensiveishockey und hätte zumindest einen Punkt verdient gehabt.

Aber individuelle Fehler und mangelnde Chancenverwertung kosteten den EHC einen

Punktgewinn. Positiv zu bemerken ist hingegen neben der kämpferischen Leistung

das Penalty Killing der Südbadener, wie schon gegen Heilbronn gewährte man dem

Gegner nur wenige gute Möglichkeiten in Überzahl. Auf der anderen Seite

überzeugte auch Ravensburg mit ordentlichem Unterzahlspiel, es dauerte einige

Zeit, bis die Wölfe ihre Powerplay-Formationen besser ins Spiel bringen konnten.

Auch wenn Freiburg am Ende leer ausging, verabschiedeten die EHC-Fans ihre

Mannen mit Applaus und "Freiburg"-Sprechchören. Das nächste Heimspiel des EHC

Freiburg findet am kommenden Freitag statt, Gegner sind die Eisbären Juniors

Berlin (Spielbeginn 20 Uhr).


EV Ravensburg - EHC Freiburg 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)
1:0 (10:58) Campbell

(Newhook, Gorgenländer) 4-5
1:1 (20:18) Bartosch (Mamonovs)
2:1 (36:53)

Dolezal (Schütz, Eckmair)
3:1 (39:25) Campbell (Fritz, Newhook) 5-4
3:2

(40:41) Mamonovs (Bartosch) 5-4

Strafen: Ravensburg 14 - Freiburg 20
Schiedsrichter: Rademaker

(Krefeld)
Zuschauer: 2200

 

Alle Ergebnisse:
EHC Klostersee - SC Riessersee 1:4 (0:1, 0:2,

1:1)
Ratinger Ice Aliens - EC Peiting 3:4 (2:2, 0:0, 1:2)
Starbulls

Rosenheim - Blue Devils Weiden 2:6 (1:3, 1:2, 0:1)
Heilbronner Falken - EV

Füssen 7:1 (3:0, 1:1, 3:0)
Tölzer Löwen - TEV Miesbach 12:1 (5:0, 3:0,

4:1)
Hannover Indians - Eisbären Juniors Berlin 4:3 (1:0, 1:2, 2:1)
EV

Ravensburg - EHC Freiburg 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)

 

Der letztjährige Wölfe-Stürmer Tim Smith wird in der kommenden Saison beim

südkoreanischen Verein Kangwon Land, der in der Asian League antritt, spielen.

Neben zwei südkoreanischen und zwei chinesischen Mannschaften nehmen auch vier

japanische Klubs an der Asian League teil. Smith wird in Südkorea mit seinem

Bruder Buddy, Ex-Profi des ESV Kaufbeuren, zusammenspielen, außerdem findet sich

mit Steve McKenna ein ehemaliger NHL-Profi in den Reihen von Kangwon Land. Somit

haben alle Akteure des letztjährigen Wölfe-Kaders mit Ausnahme von Verteidiger

Mathieu Descoteaux einen neuen Verein gefunden.

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