Fire startet in die Saison – Kanadier Gebara neu im Kader

Schon wieder zweistellig verlorenSchon wieder zweistellig verloren
Lesedauer: ca. 2 Minuten

„Das war sicher keine perfekte Vorbereitung“, räumt auch Coach „Nore“ Weber ein. Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Testspielen: „Wir müssen unsere Schwächen bei der Chancenverwertung abstellen und von der Strafbank weg bleiben.“ Aber Vorbereitung ist eben nur Vorbereitung und ernst wird es am kommenden Freitag, wenn ab 20 Uhr Altmeister EV Füssen zum Auftakt der Punkterunde der Oberliga Süd 2009/10 beim Deggendorfer SC vorstellig wird.

„Die „Mannschaft ist voll motiviert und jeder Spieler weiß, dass jetzt jedes Spiel ein Endspiel ist und jeder seine maximale Leistung abrufen muss“, weiß Weber. Dabei plagen den Trainer schon vor dem ersten Bully Personalsorgen: Neuzugang Peter Meier wird auf Grund seiner Knieverletzung noch länger ausfallen und bei Abwehrspieler Manuel Bayer deuten die Zeichen ebenfalls auf eine längere Verletzungspause. Die genaue Dauer kann erst nach einer Operation der lädierten Hand beziffert werden. Fest steht aber, dass die Hand noch mindestens acht Wochen nach der anstehenden OP eingegipst bleiben muss. Auch bei dem in den Vorbereitungsspielen überzeugenden Dominik Retzer ist der Einsatz fraglich. Nach einer Meniskusquetschung wird sich kurzfristig entscheiden, ob der torgefährliche Angreifer am kommenden Wochenende ins Geschehen eingreifen kann. Gleiches gilt für Daniel Lupzig, der sich das Schultereckgelenk gequetscht hat.“

Kurzfristigen Ersatz hat man in Adam Gebara gefunden. Der 28-Jährige Kanadier weilte zu Besuch in Deggendorf und soll nun zunächst drei Spiele unter Wettkampfbedingungen getestet werden. Gebara ist zwar gelernter Stürmer, wurde aber schon in Nordamerika zum Verteidiger umgeschult und war als Defensivspieler in der letzten Saison für die Nijmegen Devils in den Niederlanden aktiv. Dort konnte er in 32 Spielen fünf Tore erzielen und weitere 15 vorbereiten. 34 Minuten musste er auf der Strafbank absitzen. „Adam ist läuferisch gut ausgebildet und kann gut zwischen Abwehr und Angriff umschalten“, weiß Weber um die Qualitäten des Neuzugangs. Ob der Kanadier aber bis zum Saisonende im Kader bleiben wird, ist noch völlig offen und von seinen Leistungen in den nächsten Spielen abhängig.

Sicher bis zum Saisonende bleibt Karl-Heinrich Stern im Kader. Das Deggendorfer Eigengewächs konnte in seiner Probezeit überzeugen und wird deshalb weiter für Fire auflaufen.

Wenn es am Freitag gegen den EV Füssen, der immerhin so namhafte Spieler wie die Kanadier Eric Nadeau, Kevin Lavallee, Jordie Preston oder US-Boy Ricky Helmbrecht in seinen Reihen hat, endlich um Punkte geht, ist sich Weber sicher, dass seine Mannschaft auf Augenhöhe mitspielen kann und für die Entscheidung zu Gunsten einer Mannschaft zum einen von den individuellen Fehlern und der Tagesform abhängig sein wird und zum anderen hofft der Coach auf seinen siebten Mann: „Die Mannschaft braucht jeden Fan und es ist einfach ein ganz anderes Gefühl, wenn man als Spieler von den eigenen Fans lautstark unterstützt wird.“