Fehlstart in die Saison – Schiri wollte Overtime streichen

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Nicht gerade einen optimalen Oberliga-Start legten die Roten Teufel Bad Nauheim am vergangenen Wochenende hin: nach der 1:6-Niederlage beim Favoriten aus Ravensburg am Freitagabend unterlag das Team von Thomas Barczikowski zwei Tage später vor heimischen Publikum dem Altmeister EV Füssen mit 1:2 nach Penaltyschießen, womit man zumindest den ersten Punkt der neuen Spielzeit einfahren konnte. Dabei war weitaus mehr drin gewesen, hätte man nach dem 1:1-Ausgleichstreffer durch Pietiläinen in der 23. Minute (Heilman brachte die Gäste kurz vor der ersten Pause in Front) mehr nachgesetzt und den noch im ersten Abschnitt vermissten Druck fortgesetzt. Stattdessen verlagerte man die gefährlicheren Angriffsbemühungen auf die erste Sturmreihe um Mader, Kainulainen und Pietiläinen, die alleine es jedoch nicht richten konnten. Ganz anders agierten die ersatzgeschwächten Allgäuer, die mit jungen und agilen Leuten zu Werke gingen.

Bereits im Eröffnungsdrittel hatten sie zahlreiche Einschusschancen, erneut hatte aber Ingo Schwarz im Kasten der Kurstädter einen Sahnetag erwischt. Beim Gegentreffer war er allerdings machtlos, während das Glück des Tüchtigen ihm vor der zweiten Sirene nach zwei Schüssen von Naumann, der am leeren Tor vorbei zirkelte, zur Seite stand. Im letzten Drittel mussten beide Teams dem zuvor hohen Tempo Tribut zollen, auch wenn Füssens Nadeau (45.) und Runkel (47.) jeweils die erneute Führung der Bayern auf der Kelle hatten, an Schwarz aber nicht vorbei kamen. Noch in der regulären Spielzeit hatte Mader für die Teufel die beste Möglichkeit, aber Füssens Goalie Irrgang war ebenfalls auf dem Posten. Ein Novum dann nach der Schlusssirene: Schiedsrichter Schornik ließ Stadionsprecher Richard Eberhard ein sofortiges Penaltyschießen durchsagen, RT-Betreuer Jürgen Gimbel holte jedoch kurzerhand das Regelbuch aus der Kabine und wies den Unparteiischen darauf hin, dass es zunächst eine fünfminütige Verlängerung geben muss. Nach kurzer Diskussion ging es also mit der Overtime weiter, in der Pietiläinen die größte Chance für die Hessen hatte, sein Schuss traf aber nur die Latte (64.).

Somit ging es ins Penaltyschießen, in für die Teufel weder die beiden Finnen noch Michel und Larson trafen. Für die Gäste hingegen konnten Driendl und Naumann jubeln, die beide Ingo Schwarz auf dessen Fanghandseite überwinden konnten. "Die Enttäuschung über die Niederlage ist natürlich groß. Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten unbedingt die drei Punkte. Nach dem harten Spiel in Ravensburg sind wir mit etwas schweren Beinen in das Match gestartet, hinzu kamen dumme Strafzeiten, die uns zusätzlich aus dem Rhythmus gebracht haben. Mit nur zwei erzielten Toren an einem Wochenende kann man halt nicht viel holen, zumindest die Defensive sehe ich verbessert", sagte RT-Coach Barczikowski nach der Partie. "Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben das erste Drittel bestimmt, in dem wir auch höher hätten führen können. Letztendlich haben wir die Chancen nicht genutzt und wären dafür in der Verlängerung fast noch bestraft worden. In Anbetracht der Tatsache, dass uns einige Spieler gefehlt haben, bin ich natürlich sehr zufrieden mit den zwei Punkten", äußerte sich EVF-Trainer Franz-Josef Baader zum Match. Somit stehen die Roten Teufel am kommenden Wochenende vor allem beim anstehenden Heimspiel am Freitag (Beginn 19.30 Uhr) gegen Oberhausen unter Siegesdruck, beim Auswärtsspiel zwei Tage später in Hannover dürften die Trauben nämlich weitaus höher hängen.

Tore: 0:1 (18:42) Heilman (Vaitl, Tisdale), 1:1 (22:51) Pietiläinen (Mader), 1:2 (65:00) Naumann (entscheidender Penalty). Strafen: Bad Nauheim 16 + 10 (Stacey), Füssen 16. Zuschauer: 1041.

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