Falken: Topspiele gegen Hannover und Bad Tölz

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Diesen Freitag sind die Heilbronner Falken spielfrei. Da die

Hacker-Pschorr-Arena anderweitig vergeben wurde, spielen die Falken nun

erst kommenden Dienstag in Bad Tölz. Zuvor empfangen sie allerdings die

Hannover Indians in der Knorr-Arena.


Das Ziel der Indianer wurde klar definiert, nachdem sie zweimal nur

knapp am Aufstieg scheiterten, soll nun der dritte Anlauf erfolgreich

sein. Bisher sind die Cracks von Trainer Greg Thomson davon noch weit

entfernt. Mit dem achten Platz, den sie derzeit innehaben, sind weder

die Fans noch die Mannschaft selbst zufrieden. Trotzdem ist zuletzt

sogar das hochgelobte Bollwerk „Pferdeturm“ ins Wanken geraten. Vier

Heimspiele, davon zwei Niederlagen machen den Fansong: „Niemand siegt

am Pferdeturm“ unglaubwürdig. Dies soll sich jedoch recht schnell

wieder ändern und die Mannschaft hat dazu auch durchaus das Potenzial.


Im Tor vertraut man weiterhin auf den ab dieser Saison mit deutschem

Pass ausgestatteten Roman Kondelik und damit auf einen der besten

Goalies der Liga. Als Ersatz stehen gleich zwei Torhüter bereit. 2.Liga

FL-Goalie Sandro Agricola (Wob) und Junior Andreas Jenike sind zwar

keine Schlechten, aber auf keinen der beiden sollte man den vollen

Aufstiegsdruck legen.


In der Defensive gilt es vor allem, den Abgang von Robby Sandrock

(München) zu verdauen. Den Starverteidiger der beiden letzten Jahre mit

Hang zu Leichtsinn und vielen Strafzeiten, aber auch außergewöhnlichen

Glanzpunkten, soll der aus Weiden gekommene Wade Winkler vergessen

machen. Dies ist ihm bis jetzt allerdings noch nicht gelungen. Neben

dem unfreiwilligen Abgang Sandrock trennte man sich aus freien Stücken

heraus auch von Sean Owens (Ratingen), dem unter Saison gekommenen

Chris Gustafson (Unbekannt) und Oldie Ron Gaudet (Leipzig). Die dadurch

frei gewordene Ausländerposition nimmt fortan Tyler Butler ein. Butler

ist ein in Europa völlig unbeschriebenes Blatt und sowas wie die

Wundertüte der Indians. Den frei gewordenen Platz von Gaudet nimmt

Alexander Schuster (zuletzt München) ein. Dieser dürfte den Falkenfans

noch in guter oder weniger guter Erinnerung sein. Auch in Hannover

konnte der 31-jährige, 1,92 m große und 102 kg schwere Rechtsschütze

zuletzt nicht überzeugen. Vervollständigt wird die Verteidigung der

Hannoveraner durch Michael Dahms, Josef Staltmayr, dem grundsoliden

Danny Reiss und Jungtalent Armin Finkel, von dem in der neuen Saison

mit vermutlich mehr Eiszeit ein Schritt nach vorne erwartet wird. Auch

der 20-jährige Tim Schneider darf sich zur Indianer-Verteidigung

zählen, wird aber wohl häufiger durch seine Förderlizenz bei Wolfsburg

aus Eis gehen.


Im Sturm bleiben die bewährten deutschen Stützen Mayer, Welke, Rohde

und Draxler am Pferdeturm und bilden so eine gute Basis für das Projekt

„Aufstieg“. Neu besetzt wurden dagegen die Ausländerpositionen. Während

Devin Rask aus familiären Gründen von selbst nach Amerika zurückkehrte,

war die Trennung von Bryce Cockburn eigentlich selbstverständlich. Mit

Kyle Doyle (Peiting) kommt dafür ein Spieler, der nicht nur in der

bisherigen Vorbereitung andeutete´, Devin Rask bestmöglich ersetzen zu

können. Dies konnte er in neun Spielen mit neun Punkten unterstreichen.

Der zweite Neue, Jamie Chamberlain, ist bis jetzt zwar noch nicht die

erhoffte Tormaschine, befindet sich aber auf gutem Wege dahin. Einer,

der in der Oberliga eigentlich nichts mehr beweisen muss, ist Jordan

Webb (Landsberg), der dritte neue Ausländer im Bunde. Er erfüllt bisher

die Erwartungen und steht zurecht in der internen Scorerliste mit 15

Punkten aus neun Spielen ganz oben. Seiner Leistung aus dem Vorjahr, wo

er über die ganze Saison der Topscorer der Oberliga war, hinkt er noch

hinterher. Als Verstärkung für die dritte Reihe wurde der junge Sven

Breitner aus Bietigheim geholt. Sebastian Lehmann ist in Reihe 4 als

Mittelmann für die Talente Enns und Gall, eingeplant, ist aber derzeit

noch als Center der dritten Reihe tätig. Ergänzt wird der Kader noch

durch Marian Rohatsch und Stand-by-Spieler Klaas Feser.

Die Niedersachsen suchen nun den Weg zurück auf die Erfolgsspur.

Unterschätzen darf man sie freilich trotzdem nicht, denn ein

Aufstiegskandidat sind sie mit diesem Kader trotzdem noch.


Am Dienstag gastieren die Falken bei den Tölzer Löwen. Die Bayern haben

einen Punkt mehr auf ihrem Konto und stehen daher auch einen Platz über

den Falken in der Tabelle. Man kann also ein echtes Spitzenspiel

erwarten.

Wenn man sich den Kader der Löwen anschaut, kann man sich die

Tabellensituation leicht erklären. Mit Torhüter Marko Suvelo, der

ebenfalls schon mal für die Falken das Gehäuse hütete, steht ein

herausragender Rückhalt zwischen den Pfosten. Nach dem Absprung von

Sandro Agricola (Wolfsburg) kommt allerdings viel Arbeit auf den Finnen

zu. Backup Markus Maier (zuletzt inaktiv) wird wohl eher weniger zu

Einsätzen kommen, sodass die ganze Verantwortung auf Suvelos Schultern

lastet.


In der Abwehr setzt man auf größtenteils bewährte Kräfte der

Abstiegssaison. Jan Schinköthe und Adam Borzecki sind für die Oberliga

echte Verstärkungen und sollten auch in der Offensive viele Akzente

setzten können. Die defensiveren Positionen sind für Michael Rohner und

den erst 19-jährigen Max Prommersberger reserviert. Kurz vor

Saisonbeginn stieß noch Matthias Bergmann (Rosenheim) zum Kader.

Zusätzliche Verteidiger kommen mit Michael Pfaff und Florian

Krischbauer aus dem eigenen Nachwuchsbereich.


Nachdem Joseph Ori schon vor Beginn der Saison seine Zusage zurückzog

sah es lange Zeit düster aus um den Sturm des Traditionsclubs. Doch nun

soll Kurt MacSweyn (Idaho/ECHL) anstelle Oris für Tore sorgen und

steuerte in neun Spielen ebenso viele Tore bei. Unterstützung darf

MacSweyn von Alan Reader erwarten, einem der besten deutschen Scorer

der Vorsaison. Glaubte man nun, dass das alles war was an „namhaften“

Akteuren auf dem Tölzer Eis steht, so hat man sich getäuscht. Yanick

Dubé läuft wieder für die Löwen auf. Der kanadische Stürmer, der bei

den Augsburger Panthern unter Vertrag steht, wird solange an die

Oberbayern ausgeliehen, bis das Einbürgerungsverfahren abgeschlossen

ist und der 32-Jährige seinen deutschen Pass bekommt. Die Reihen um

diese Top-Spieler werden mit Sandro Schönberger, Christian Urban,

Florian Curth, Michael Baindl und der aus Augsburg gekommene Stefan

Endraß aufgefüllt. Desweiteren stehen hoffnungsvolle Talente wie

Michael Endraß, Adrian Albanese, Christoph Fischhaber und Martin

Melchert mit im Sturm. Vor allem Letzterer machte mit einem Hattrick im

letzten Spiel gegen Peiting auf sich aufmerksam. Auch Melchert trug

schon das Falkentrikot.


Bad Tölz steht sicherlich nicht zu unrecht auf dem zweiten

Tabellenplatz, doch auch die Falken müssen sich nicht verstecken. Mit

nur 19 Gegentoren aus neun Spielen stellen die Käthchenstädter die

derzeit beste Verteidigung der Liga. Und Danny aus den Birken hat sich

den Platz an der Sonne der Torhüter-Statistik ebenfalls redlich

verdient.


Es sind zwei Spitzenspiele die auf die Falken warten. Danach wird man

einen nächsten Anhaltspunkt haben, wie das Team von Rico Rossi

einzuschätzen ist.



FG82


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