Falken stürzen den Tabellenführer im Endspurt - 5:4 in Bad Tölz

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Heilbronner Falken konnten auch das dritte Spitzenspiel gegen die Tölzer

Löwen knapp für sich entscheiden und alle drei Punkte einfahren. Nach 3:2

und 4:2 siegte man in der Hacker-Pschorr-Arena nach einer dramatischen

Schlussphase mit 5:4.


Heilbronn trat mit vier Sturmreihen an und zunächst auch vier Abwehrpaaren,

stellte im Laufe der Partie auf sechs Verteidiger um, als Martens in den

Angriff rückte und Filobok und Maier keine Eiszeit mehr erhielten. Im Tor

stand erneut aus den Birken, der zunächst nicht allzu viel zu tun bekam. Bad

Tölz musste ohne seine Topstürmer Dubé und MacSweyn auskommen, auch Melchert


fehlte, sodass das Team von Axel Kammerer vor allem auf den Kampf setzte.

Dabei hatten die Löwen die Rechnung ohne den anfangs sehr kleinlichen

Schiedsrichter Jablukov gemacht, Heilbronn durfte im ersten Drittel mehrfach

sein Powerplay üben. In sieben Überzahlsituationen, die aus Falken-Sicht mal

besser, gegen die unbequemen Oberbayern häufiger aber weniger gut aussahen,


versäumte man es aber, einen Treffer zu erzielen. Bad Tölz spielte aggressiv

auf den Körper und ließ das Powerplay der Falken kaum zur Entfaltung kommen.

Die beste Chance verpasste Stanley in der 13. Minute, als er nur den Pfosten

traf. Bad Tölz zeigte in der Hintermannschaft eine starke Leistung, hatte

aber nach vorne noch nicht viel zu bieten.


Was in Überzahl nicht gelang, schaffte J.F. Caudron nach 55 Sekunden im

zweiten Drittel in Unterzahl. Bei einem Break lief er allein auf Suvelo zu

und traf zum 0:1. Doch die Freude der mitgereisten Falken-Fans sollte nur 38

Sekunden währen, dann zog der Tölzer Verteidigerhüne Borzecki von der blauen


Linie ab und traf in Überzahl zum Ausgleich, Bei 5-gegen-5 entwickelte sich

nun das erwartete Spitzenspiel auf hohem Tempo, beide Mannschaften spielten

sich Möglichkeiten heraus, leiteten die folgenden Gegentore aber durch

individuelle Fehler ein. In der 27. Minute luchste Schietzold einem Tölzer

Spieler vor dessen eigenem Tor den Puck ab und traf aus der Drehung zur

erneuten Führung der Falken. Auf der Gegenseite nutzte Mulock eine

Unkonzentriertheit von Kohl nach 35 Minuten zum 2:2, anschließend scheiterte

Endraß mit einem starken Solo am Falken-Keeper. Noch vor der zweiten

Drittelpause brachte Calce den HEC nach einem erneuten Fehler in der

Löwen-Abwehr mit 3:2 in Führung.


Den besseren Start ins Schlussdrittel hatten die Gastgeber, die nun kommen

mussten und gegen die spielerisch besseren Falken den entschlosseneren

Eindruck machten. Folgerichtig kam Bad Tölz durch Curth per Bauerntrick in

der 46. Minute das dritte Mal zum Ausgleich und nur Sekunden später rettete

aus den Birken zweimal glänzend gegen Fischhaber, der die Führung auf dem

Schläger hatte. Gegen Mitte des Drittels kam dann Heilbronn wieder besser

ins Spiel, Caudron vergab die Chance zum 3:4, als er an Suvelos Fanghand

scheiterte. Eine dramatische Schlussphase sollte folgen. Sechs Minuten vor

dem Ende entwickelte sich nach einem ungeschickten Wechsel der Falken eine

2-gegen-1-Situation, Urban zog ab und der Puck fand den Weg vom

Innenpfosten ins Netz. Doch die Falken gaben sich nicht geschlagen,

Stolikowski rettete bei einer 3-gegen-1-Situation in höchster Not und

leitete so den

Gegenangriff ein, den Caig nach einer Energieleistung per Bauerntrick zum

4:4 abschloss. Und es sollte aus Sicht der Unterländer noch besser kommen,

Schietzold ging über links durch und hämmerte die Scheibe zum 4:5 in Netz.

Dies war zwei Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung, denn Heilbronn

spielte anschließend konzentriert und brachte die knappe Führung über die

Zeit.


Damit konnte man nach einer hochspannenden Partie alle drei Punkte aus Bad

Tölz entführen. Auch die Gastgeber hatten ohne ihre Topstürmer eine gute

Leistung gezeigt und hätten einen Zähler verdient gehabt, doch am Ende

waren die Falken, die vor allem auf eine starke Leistung der

Triple-C-Line und von André Schietzold bauen konnte, das etwas

glücklichere Team und konnten in der Tabelle wieder zu den Löwen

aufschließen. (SB)


Tore:

0:1 Caudron 21. 4-5, 1:1 Borzecki 22. 5-3, 1:2 Schietzold 28., 2:2

Mulock 35., 2:3 Calce 38., 3:3 Curth 45., 4:3 Urban 55., 4:4 Caig 56., 4:5

Schietzold 58


Strafminuten: Bad Tölz 18 + 10 (Mulock), Heilbronn 14 + 10

(Stanley)

Schiedsrichter: Jablukov

Zuschauer: 1.678


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3 : 2
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Hannover Scorpions Scorpions
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Crocodiles Hamburg Hamburg

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Selber Wölfe Selb
4 : 2
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Eisbären Regensburg Regensburg
- : -
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Selber Wölfe Selb
- : -
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Sonntag 25.04.2021
Eisbären Regensburg Regensburg
- : -
Selber Wölfe Selb