Falken: Niederlage im letzten Vorrundenheimspiel

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Im bedeutungslosen letzten Heimspiel unterlagen die Heilbronner Falken gegen den

EV Füssen mit 4:5, nachdem man lange Zeit eine recht dürftige Leistung geboten

hatte. Ohne den verletzten Belitski im Tor schienen die Falken von Beginn an das

Spiel über die Bühne kriegen zu wollen, von den guten Leistungen der letzten

Heimspiele war man weit entfernt. Der zweite Block war ein Totalausfall und auch

von der dritten Reihe, die viel Eiszeit erhielt, ging wenig Torgefahr aus. Ansprechender dagegen die vierte

Sturmreihe, die für ihre Verhältnisse eine ordentliche Leistung bot und kurz vor Schluss belohnt werden sollte.


Füssen machte den etwas motivierteren und spritzigeren Eindruck und ging in der

9. Minute nach einem Fehler von Vogler hinter dem eigenen Tor durch Häfele in Führung.

Heilbronn hatte frühzeitig über 1:49 ein 5-gegen-3-Powerplay und brachte wenig

zustande, später war es dieselbe Situation über 1:43. Wieder stellte man sich

ungeschickt an und hatte einmal Pech, als Irrgang einen Schlagschuss von Vogl an

die Latte lenkte.

 

Schon in dieser Phase zeigte sich, dass es nicht der Abend der Falken sein würde.

Trotzdem gelang in der 22. Minute durch eine Einzelaktion in Überzahl der

Ausgleich, Pielmeier war der Torschütze. Postwendend leistete man sich erneut

einen Fehler hinter dem eigenen Tor, Naumann sagte Dankeschön und traf zum 1:2.

Caudron hatte bei einem Solo nach Traumpass von J. Becker den Ausgleich auf dem

Schläger, aber scheiterte an Irrgang (25.). Danach spielten einige Zeit nur die

Leopards. Folgerichtig erhöhten Vaitl (28.) und Driendl (31.) auf 1:4, weitere

Treffer in anschließenden Überzahlspielen waren möglich.


Zu Beginn des Schlussdrittels leistete sich Andrej Kovalev einen Ausraster und

wurde mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt. Zwar scheint eine Aktion

eines Füssener Spielers vorausgegangen zu sein, doch nach Prügeleinlage und

Stockstich kam der Weißrusse mit der Spieldauer noch sehr gut weg. Anschließend

machten die Gastgeber dann einen etwas entschlosseneren Eindruck, aber weitere

Überzahlspiele blieben zunächst ungenutzt. Erst in der 52. Minute war es

Pielmeier, der mit einem schönen Powerplay-Treffer zum 2:4 noch einmal für

Hoffnung sorgte, doch Driendl machte ebenfalls in Überzahl drei Minuten später

alles klar.


In einer turbulenten Schlussphase holte sich erst Jason Becker seine dritte

Disziplinarstrafe ab - dasselbe war Igor Dorochin schon im zweiten Drittel

gelungen. Beide werden in Peiting fehlen, gehen aber unbelastet in die

Meisterrunde. Elvis Melia versuchte das gleiche, verkalkulierte sich aber im

Strafmaß und wurde mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe zum Duschen

geschickt.


Eishockey wurde auch noch gespielt, und zwar auf Heilbronner Seite noch zweimal

erfolgreich. John Kraiss mit seinem ersten Saisontor und J.F. Caudron sorgten in

der Schlussminute in Unterzahl noch einmal für Ergebniskosmetik, doch der Füssener

Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Der geht letztlich auch in Ordnung, zeigten

sich die Leopards in einem belanglosen Spiel als die etwas motiviertere

Mannschaft, die auch den besseren Torhüter im Kasten stehen hatte. Die Falken müssen zum letzten Vorrundenspiel

am Sonntag nach Peiting reisen und dabei ohne J. Becker, Melia, Kovalev und

Dorochin auskommen. (SB)