Falken: Knoten platzt im zweiten Drittel

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Mit einem verdienten 6:1 Auswärtssieg bei den Roten Teufeln Bad Nauheim

starteten die Falken ins neue Jahr. Kapitän Cory Holden hatte es nach dem

katastrophalen Heimspiel gegen Neuwied angekündigt: „ Am Freitag werden die

Fans eine ganz andere Mannschaft sehen!“ Er hatte recht. Spritziger,

lauffreudiger und disziplinierte als zuletzt präsentierten sich die Falken in

Hessen.

 

Beide Mannschaften nutzen das erste Drittel um sich auf den Gegner

einzustellen und mit der neuen Regelauslegung zu arrangieren. Dies schien den

Gästen weitaus besser zu gelingen und so konnten sie immerhin knapp

eineinhalb Minuten Überzahl spielen, bevor auch Fabian Krull der Regel zum

„Opfer“ fiel. Nach 13 Minuten konnten die HEC-Anhänger dann-zum ersten

Mal an diesem Tag- jubeln, doch leider umsonst. Schiedsrichter Uhlmann gab den

Treffer nicht, weil er aus unerfindlichen Gründen schon vorher abgepfiffen

hatte. Die Unterländer ließen sich davon aber nicht beirren. Endlich taten

sie das was in letzter Zeit nicht mehr zu sehen war, sie schossen aufs Tor und

zwar aus allen möglich Lagen. Und wieder zappelte der Puck hinter Ingo

Schwarz im Netz und wieder wurde das Tor nicht anerkannt. Der Schiedsrichter

entschied auf Torraumabseits.


Doch auch die Teufel beschäftigten Danny aus den Birken immer öfter. Dieser,

in letzter Zeit sehr häufig in der Kritik, zeigte eine sichere Leistung.

War der erste Abschnitt noch torlos, so zeigten die Falken jetzt, dass sie das

Toreschießen nicht verlernt hatten. 25 Sekunden waren im Mittelabschnitt

gespielt, als sich Fabian Krull in Unterzahl den Puck schnappte und Ingo

Schwarz im Kasten der Hessen eiskalt aussteigen lies. Damit nicht genug, keine

Minute später startete Jean-Francois Caudron einen Alleingang und netzte zum

0:2 ein. Der Knoten war geplatzt. Die Käthchenstädter spielten befreit auf

und kamen mit technisch guten Aktionen immer wieder gefährlich vor das Tor

der Wetterauer. Belohnt wurde dieses Engagement zehn Minuten später als

Caudron für Kovalev den Puck stehen ließ und ihn dieser ins Tor zauberte.

Die Roten Teufel taten sich sichtlich schwer ins Spiel zurückzufinden. Auch

setzten sie die neue Spielweise nicht ganz so diszipliniert um wie die Jungs

von Rico Rossi.


Die Jubelrufe der Falkenfans hallten wieder durch das Colonel-Knight-Stadion,

doch wieder umsonst. Der Hauptschiedsrichter gab auch dieses klare Tor nicht,

weil er den Puck statt im Netz in Schwarz` Fanghandschuh wähnte.

Als der Nauheimer Naulin es sich gerade auf der Strafbank gemütlich gemacht

hatte, zeigte Jason Becker, dass auch mit der Überzahl der Falken wieder zu

rechnen ist. Mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie hämmerte er

den Puck in den Kasten. Mit dieser verdienten 0:4 Führung ging es in die

Kabine.


Waren die frühen Tore im Mittelabschnitt noch auf Heilbronner Seite, so

legten sich nun die Hessen mächtig ins Zeug. Gerade mal 23 Sekunden zeigte

die Stadionuhr als Jan Barta im Alleingang Danny aus den Birken keine Chance

ließ. Dies sollte aber auch der einzige Treffer der Gastgeber bleiben. Andrej

Kovalev schraubte mit seinem 17. Saisontreffer das Ergebnis noch auf 1:5 hoch,

das Sahnehäubchen zum Schluss setzte DNL-Topscorer Frank Mauer mit dem 1:6.

 

Ein

verdienter Sieg der Heilbronner Falken. Von schlechter Stimmung im Team oder

Differenzen zwischen Mannschaft und Trainer war absolut keine Spur. Die Unterländer

haben wieder eine gute Leistung gezeigt und hoffentlich können sie diese auch

beibehalten, denn noch ist die Meisterrundenteilnahme nicht sicher. (FG82)


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