Falken im letzten Heimspiel ohne Chance

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Es war eine klare Sache in Spiel vier für die Hannover

Indians, die durch diesen Sieg ins Halbfinale einziehen. Die Heilbronner Falken

traten ohne den grippekranken Duthie an und taten sich von Anfang an gegen die

vier Reihen der Niedersachsen schwer. In den ersten fünf Minuten hatte man zwei

Powerplays und machte Druck auf das Tor von Roman Kondelik, ließ diese

Gelegenheit aber ungenutzt verstreichen. Danach erspielte sich Hannover aber ein

deutliches Übergewicht. Die Indians waren an diesem Abend in allen Belangen die

bessere Mannschaft, spritziger, zweikampfstärker, spielerisch besser und auch

torgefährlicher und agierten wesentlich besser als noch am letzten Sonntag.

Folgerichtig spielten sich die Gäste zahlreiche Torchancen heraus, Danny aus den

Birken rückte immer mehr in den Mittelpunkt und musste gegen Rask (7.) und

Gaudet (9.) schon sein ganzes Können aufbieten. Geschlagen war der Heilbronner

Goalie nach 13 Minuten, als sich Hannover über die linke Seite durchsetzte und

die Scheibe vom Körper eines Angreifers über die Linie prallte. Danach hatten

die Falken Glück bei einer 3-gegen-1-Situation, als Owens verzog, und wenig

später, als Meyer frei stehend am Keeper scheiterte.


Verdientermaßen gingen

die Gäste mit einer 1:0-Führung in die Pause, und im zweiten Drittel sollte es

nicht lange dauern, bis das Spiel praktisch gelaufen war. In Unterzahl konnte

aus den Birken noch gegen Cockburn parieren, doch der Puck prallte vom Bein

eines Heilbronner Spielers ins eigene Tor zum 0:2. Wenig später sah sich Vogl

allein gegen drei Indians-Angreifer und warf sich noch erfolgreich in den Pass,

doch nur Sekunden später kam Ciganovic frei zum Schuss und sorgte nach 25

Minuten für das 0:3. Dies sollte schon die Vorentscheidung sein, denn von den

Falken war nicht viel zu sehen. Die Mannschaft machte einen ausgepowerten

Eindruck, das Fehlen von Duthie im Aufbauspiel war spürbar. Kaum einmal konnte

man sich eine Torchance herausspielen, selbst in Überzahl hatte Rask für die

Gäste bei einem Break die beste Chance. Lediglich durch Schlagschüsse war

Heilbronn gefährlich, so durch Kovalev und J. Becker in der 31. Minute. Hannover

dagegen stand defensiv sicher, Kondelik musste nur selten eingreifen und hatte

kaum Probleme. So waren die Niedersachsen dem vierten Tor näher, doch Draxler

scheiterte nach 38 Minuten an aus den Birken, als wiederum drei Indians nur

einem Falken gegenüberstanden.


Im Schlussdrittel passierte dann auf dem Eis

zunächst nicht mehr allzu viel. Die Falken waren zwar bemüht, aber es wollte

einfach nichts Produktives herausspringen. Enttäuschend auch Sachar Blank, der

kaum Akzente setzte, dafür im letzten Durchgang dreimal auf der Strafbank saß.

Der beste Falke dagegen wieder einmal Danny aus den Birken, der in den Playoffs

drei starke Vorstellungen ablieferte und auch in der 51. Minute gegen den völlig

frei stehenden Saggau rettete. Für die Falken reichte es immerhin noch zum

Ehrentreffer. Bei seinem ersten Shift erhielt Youngster John Kraiss die Scheibe

vor dem gegnerischen Tor und erzielte aus kurzer Distanz das 1:3. Kurzzeitig

witterten die Falken noch einmal Morgenluft, drei Minuten vor Schluss nahm man

den Goalie vom Eis und konnte noch einmal Druck aufbauen, doch spätestens mit

der Strafe gegen Blank bei 58:42 war die Sache dann gelaufen.
Unter dem

Strich zeigten die Gäste heute mit Abstand das beste ihrer vier Playoff-Spiele

und siegten völlig verdient, hätten bei konsequenterer Chancenverwertung auch

höher gewinnen können. Heilbronn fehlte heute die Durchschlagskraft, aber auch

in der Verteidigung die nötige Zweikampfstärke und Konzentration, um gegen die

starken Indians zu bestehen. So zieht Hannover nach 3:1-Siegen ins Halbfinale

ein, während sich die Falken von den 2.500 Fans in die Sommerpause

verabschiedeten. (SB)

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