Falken erst im Penaltschießen unterlegen

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Vor fast voller Hütte am altehrwürdigen Pferdeturm waren die

Heilbronner Falken dem Sieg im ersten Auswärtsspiel nahe, mussten sich aber am Ende der

Dominanz der Hannover Indians im Penaltyschießen geschlagen geben.


Beide

Trainer konnten ihre Mannschaft in Bestbesetzung aufbieten, entschieden sich

aber für ein Spiel mit nur drei Reihen, während der vierte Block bei Hannover

einmal aufs Eis kam, ganz am Ende aber entscheidend sein sollte. Heilbronn trat

mit den im Vergleich zur Meisterrunde veränderten Sturmreihen an und sah sich

schon in der ersten Minute unter Druck, als Hannover eine gute Chance zur

Führung hatte. Danach konnten die Falken das Spiel aber offen gestalten und sich

ihrerseits Chancen herausspielen, ließen aber ihr erstes Powerplay ungenutzt

verstreichen. Als der gute Schiedsrichter Dimmers nach neun Minuten Holden auf

die Strafbank schickte, machten es die Indians besser.


Welke kam kurz vor Ablauf

der Strafe frei zum Schuss und bezwang Madsen zum 1:0. Auch danach zeigte sich,

wie wichtig die Special Teams in so engen Playoff-Spielen sind. Diesmal waren

die Falken am Zug, und eine schöne Kombination in der Powerplay-Aufstellung über

Kovalev und Duthie vollendete Caudron zum Ausgleich. Während bei fünf gegen fünf

beide Teams ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive legten, brannte es in Überzahl

lichterloh vor den Toren. So auch 40 Sekunden vor Schluss, als erneut Welke

einen abprallenden Puck aufnahm, zurechtlegte und aus kurzer Distanz zur

erneuten Führung der Indians einschoss. Cespiva hatte mit einem Fehler hinter

der eigenen Tor und der daraus resultierenden Strafe diesen Treffer

eingeleitet.
Auch zu Beginn der zweiten Drittels war es ein ausgeglichenes

Spiel, in dem die Indians zwar die Mehrzahl der Torchancen hatten, Heilbronn

durch Kovalev (26.) aber die wohl beste. Bärenstark dann erneut das

Überzahlspiel der Gastgeber, die problemlos in die Formation kamen, während der

HEC viel zu wenig Druck auf den puckführenden Spieler ausübte. Folgerichtig kam

Sandrock frei zum Schuss und traf von der blauen Linie zum 3:1. Dreimal

Powerplay Hannover - und dreimal hatte es hinter Madsen eingeschlagen. Zwar

hatte im Anschluss Blank bei einem Alleingang die große Chance zum Anschluss,

doch Kondelik zeigte sein ganzes Können und hielt das 3:1 fest. Danach schien

Hannover klar der Herr im Hause zu sein und hätte bis Drittelende nachlegen

können.
Auch zu Beginn des Schlussdrittels hatte man nicht mehr den Eindruck,

als könnten die Falken noch einmal zurück ins Spiel kommen. Auch die Umstellung

der Sturmreihen (Caudron, Duthie und Kovalev waren wieder vereint) brachte nicht

den gewünschten Erfolg, man hatte große Probleme, die sichere Defensive der

Gastgeber unter Druck zu setzen. So konnten die Unterländer praktisch keine

echte Torchance herausspielen, während Hannover auch nur das Nötigste tat, um

den Vorsprung zu halten.


Dies gelang 15 Minuten auch vorzüglich, bis sich

plötzlich zwei Verteidiger der Gastgeber im eigenen Drittel gegenseitig

behinderten, Pielmeier Dankeschön sagte und abzog. Das war das 3:2, das die

Falken zurück ins Spiel brachte. Auf einmal waren wieder Kräfte freigesetzt, vor

allem bei Krull, der sich eine Minute später über die rechte Seite durchtankte

und auch noch Kondelik zum 3:3-Ausgleich bezwang. Hannover nahm eine Auszeit,

dann eine Strafzeit und Heilbronn hatte die Chance zum Todesstoß in Überzahl,

doch die Indians hielten das Unentschieden.


So ging es in die Overtime, in

der wieder Blank frei vor Kondelik stand, aber die Scheibe nicht am Tschechen

vorbei brachte. Ansonsten war es ein ausgeglichenes, hoch spannendes Spiel, in

dem die Indians einmal schon jubelten, doch Madsen hatte den Puck noch vor der

Linie unter sich begraben.
So musste das Penaltyschießen entscheiden, in dem

Heilbronn zuletzt nicht gut ausgesehen hatte, während Hannover sich auf diese

Disziplin spezialisiert zu haben scheint. Mit Feser und Saggau trafen zwei

Spieler aus der vierten Reihe, die zuvor fast keine Eiszeit gehabt hatten. Bei

Heilbronn traf nur Kovalev, Caudron und Duthie vergaben. Sandrocks Tor im

vierten Penalty schien schon die Entscheidung, doch Vogl hielt Heilbronn im

Spiel. Rask vergab, aber Blank konnte im letzten Versuch Kondelik nicht

überwinden.


Damit gehen die Indians als Sieger aus einer lange

ausgeglichenen Partie hervor. Hannovers starkes Powerplay schien zuerst den

Unterschied zu machen, Heilbronn war im letzten Drittel einfallslos, ehe ein

Geschenk der Indians-Abwehr ein entschieden geglaubtes Spiel noch einmal

spannend machte. Am Ende siegte im Penaltyschießen die glücklichere Mannschaft

mit dem besseren Torwart.  (SB)

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