Falken: Eisbären Juniors kein Maßstab

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Im Heimspiel gegen die Eisbären Juniors Berlin ließen die Heilbronner

Falken nie einen Zweifel aufkommen, wer die drei Punkte an diesem Abend

einsacken würde. Die Youngstertruppe aus Berlin spielte zwar munter mit, doch

zeigte sich im Angriff zu harmlos und in der Hintermannschaft zu körperlos und

unerfahren, um dem HEC ernsthaft Paroli bieten zu können.

Heilbronn musste wie schon am Freitag auf vier Stammspieler verzichten

und schon im ersten Drittel den nächsten Rückschlag hinnehmen, als Appel

verletzt weichen musste. Bis dahin hatte man allerdings schon eine

beruhigende Führung herausgeschossen. Das erste Tor wurde glänzend von

Caudron vorbereitet, der das gegnerische Tor umkurvte und Calce

mustergültig bediente. Auch beim 2:0 war der HEC-Kapitän beteiligt, als er den Puck

eroberte und auf Calce weiterleitete. Dieser spielte quer auf Caig, der

Dshunussow im Eisbären-Tor aussteigen ließ. Der dritte Heilbronner

Treffer ging dann auf das Konto von Stanley, der einen herrlichen Alleingang

abschloss und damit zugleich seinen Scoring-Streak auf 13 Spiele

ausbaute -in jeder Partie in dieser Saison konnte der Kanadier damit einen Punkt

verbuchen. Von Berlin war dagegen im ersten Drittel nicht viel zu

sehen, Finkenrath im Falken-Tor musste kaum einmal eingreifen. Dagegen wollte

Juniors-Coach Tomlinson seinen ersten Goalie nach dem dritten Tor

aufwecken und setzte ihn für zwei Minuten auf die Bank. Dshunussow kam zurück -

und musste kurz vor Drittelende wieder hinter sich greifen. Wieder war es

die glänzend aufgelegte "Triple-C-Line", die erfolgreich war: Calce auf

Caudron, der ins lange Eck, 4:0. Das erste Drittel endete mit einem Lattenknaller von

Mauer Sekunden vor der Schlusssirene.

Im zweiten Durchgang ging schon nach 24 Sekunden das muntere

Toreschießen weiter. Caig ging über die linke Seite durch, zog ab, 5:0. Nachdem

bislang alle Tore bei 5-gegen-5 gefallen waren, war Treffer Nummer sechs ein

Powerplaytor: Heilbronn spielte im gegnerischen Drittel Mauer frei, der

endlich seine Torflaute beenden konnte und zum 6:0 traf. Auch das

siebte Tor fiel bei numerischer Überlegenheit: Calce setzte den Puck nach 34

Minuten unter die Latte. Dann hatte Dshunussow genug und Swolensky durfte den

Rest der Partie bestreiten. Vor dem jungen DNL-Keeper der Eisbären schienen

die Falken dann Respekt zu bekommen, denn die Offensivbemühungen wurden in

der Folgezeit deutlich zurückgefahren, während sich hinten Bruder Leichtfuß

einschlich. Folgerichtig waren die bislang kaum durchschlagskräftigen

Angriffe der Berliner auch von Erfolg gekrönt. Flynn zog ab und bezwang

Finkenrath im kurzen Eck zum 7:1, ein Flachschuss von Gensel sorgte vor

der Pause noch für das 7:2.

Auch im letzten Drittel spielten die Falken längst nicht mehr so

konsequent wie die erste halbe Stunde und ließen eine Minute bei 5-gegen-3 zu

Beginn erfolglos verstreichen. Auf der Gegenseite konnte Becker nach 45

Minuten auf 7:3 verkürzen. Der Eisbär zog aus der Drehung ab und irgendwie kullerte

die Scheibe im Zeitlupentempo über die Linie. Dann war mal wieder der HEC

dran, der durch Petrozzas 8:3 30 Sekunden nach dem Eisbären-Tor sämtliche

Hoffnungen auf ein Berliner Wunder zunichte machte. In der Folgezeit

war die erfreulich faire Partie natürlich längst entschieden, so dass lediglich

ein Pfostenschuss von Weibler noch zu erwähnen ist.

Am Ende steht ein deutlicher 8:3-Erfolg der Falken, die gegen eine

teilweise überforderte Eisbärentruppe eine halbe Stunde ernst machten und ihre

Chancen konsequent verwerteten, wobei Gästekeeper Dshunussow nicht gerade

seinen glücklichsten Tag hatte. Bei den Falken war die Reihe um Caudron, Calce

und Caig herausragend, die allein an sechs Treffern maßgeblich beteiligt

war. Leider wieder nicht überzeugend dagegen Benjamin Finkenrath im Tor, der

Glück hatte, von Berlin nicht oft geprüft zu werden.

Die Statistik in Kurzform:

Tore: 1:0 Calce 8., 2:0 Caig 13., 3:0 Stanley 15., 4:0 Caudron 20., 5:0

Caig

21., 6:0 Mauer 30. 5-4, 7:0 Calce 35. 5-4, 7:1 Flynn 35., 7:2 Gensel

37.,

7:3 Becker 46., 8:3 Petrozza 46.

Strafminuten: Heilbronn 4, Berlin 16;

Schiedsrichter: Nowaczy

Zuschauer: 1.105

SB

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