Falken besetzen fünfte Kontingentstelle - Erster Sieg am Pferdeturm

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Die Heilbronner Falken haben am Montagabend einen weiteren Spieler verpflichtet und damit die letzte noch offene Ausländerposition besetzt. Wie schon bei Torhüter Ronny Glaser konnte man sich aus dem Kader der ausgeschiedenen Ratinger Ice Aliens bedienen und Verteidiger Sean Owens unter Vertrag nehmen.

Der 27-jährige Kanadier bringt es auf stattliche 1,88 m und 95 kg und soll der Hintermannschaft der Falken noch mehr Stabilität verleihen, aber auch Akzente in der Offensive setzen. In seiner nordamerikanischen Heimat spielte Owens von 1998 bis 2002 für die Northern Mi-chigan University in einer Collegeliga und anschließend drei Jahre für Columbia Inferno in der Minor-League ECHL. Im Herbst 2005 wechselte er nach Deutschland, wo er die abgelaufene Spielzeit für den Ligakonkurrenten Hannover Indians auflief. In 59 Spielen konnte Owens 13 Tore und 23 Assists verbuchen. Noch eine bessere Rolle spielte er heuer in Ratingen, wo in 18 Spielen acht Tore und elf Assists auf seinem Konto standen, ehe die Westdeutschen Insolvenz anmeldeten und aus der Oberliga ausschieden.

Die Heilbronner Falken haben am Montagabend einen weiteren Spieler verpflichtet und damit die letzte noch offene Ausländerposition besetzt.

Owens trainierte schon am Montagabend mit dem Team und wird am morgigen Dienstag gegen Rosenheim erstmals für den HEC auflaufen.

Für die Falken war der hannoversche Pferdeturm in der letzten Saison das Maß aller Dinge. Viermal reisten der HEC dorthin, viermal wieder mit einer Niederlage, zwar meist nur knapp, wieder nach Hause. Am gestrigen Sonntag gelang den Falken endlich ein verdienter Sieg.

Die Heilbronner reisten ohne die Goalies Danny aus den Birken (Mannheim) und Sebastian Vogl (Ingolstadt) an, sodass Ronny Glaser, der erst an diesem Wochenende von den Ratinger Ice Aliens geholt worden war, sein Debüt im Falkentrikot feiern durfte. Zusätzlich an Bord waren auch wieder die Mannheimer Fabio Carciola und Sachar Blank. Auch Luigi Calce rückte nach seiner Spieldauerstrafe wieder in die angestammte Reihe mit T.J. Caig und Jean-Francois Caudron. Rico Rossi stellte um und schickte als dritte Reihe Blank, Carciola und Frank Mauer aufs Eis. Auch Hannover hatte einen Ausfall zu beklagen: Torhüter Roman Kondelik laboriert an einer Leistenverletzung. Zwischen die Pfosten der Niedersachsen rückte Förderlizenzspieler Sandro Agricola (EHC Wolfsburg).

Dieser hatte keinen leichten Stand, konnte er zunächst den ersten Schuss von Jean-Francois Caudron auf sein Gehäuse parieren, so hatte er beim Alleingang von Luigi Calce in der dritten Spielminute keine Chance. Beide Mannschaften hatten zu diesem Zeitpunkt einen Mann weniger auf dem Eis. Die Falken wirkten spritziger und bei voller Mannschaftsstärker weit überlegen. Gegen letzteres schien Schiedsrichter Kleiner allerdings etwas zu haben, denn er ließ es im ersten Schlussabschnitt kaum zu, dass die Mannschaften vollzählig auftraten. So fand schon in der 6. Spielminute ein Powerplay der Falken seinen erfolgreichen Abschluss. T.J. Caig hatte seinen Schlagschuss ausgepackt und der Puck schlug hinter Agricola zum 0:2 ein. Doch auch die Indians kamen in ihren Powerplay zu einigen Chancen, die Schlussmann Ronny Glaser allerdings glänzend parierte. Erst neuneinhalb Minuten vor Drittelende musste auch er hinter sich greifen. Tyler Butler schoss von der blauen Linie und Jan Welke fälschte die Scheibe unhaltbar für Glaser ab.

Zu Beginn des Mittelabschnitts erarbeiteten sich beide Teams kaum Chancen. Erst in der 29. Minute nutzte Jamie Chamberlain ein Gerangel vor dem Falkengehäuse um den Puck zwischen Glasers Schonern zum Ausgleich einzuschieben. Doch die Falken präsentierten sich wie eine Spitzenmannschaft. Anstatt sich von dem Ausgleich schockieren zu lassen, gingen sie beherzt in die Zweikämpfe und kämpften bis zum Umfallen. Der Einsatz machte sich bezahlt, denn kaum drei Minuten später konnte Luigi Calce die erneute Führung der Falken herstellen. Wie gefährlich die Indians in Unterzahl sind, bewiesen sie in den folgenden Minuten. Immer wieder kamen sie durch Konter vor Glasers Tor und wurden nur durch beherzte Eingriffe, wie den von Tobias Stolikowski, der sich mutig in den Schläger des ECH-Spielers warf, der Verteidiger oder vom glänzend agierenden Falken-Goalie gestoppt. Doch auch diese Konter wussten die Falken bald zu unterbinden und hatten eine souveräne Powerplay-Aufstellung gefunden. Adler-Crack Fabio Carciola fand derweil, dass es Zeit wurde, sich in die Liste der Schützen mit einem „C“ im Nachnamen einzutragen, er holte im Powerplay aus und nagelte die Scheibe hinter Agricola unter die Latte.

Im Schlussabschnitt bot sich das gleiche Bild: Die Falken, körperlich und technisch das überlegenere Team, gingen konzentriert zu Werke, sodass man nicht das Gefühl hatte, sie würden das Spiel noch aus der Hand geben. Und um dies eindrucksvoll zu beweisen steuerte auch der zweite Adler-Spieler, Sachar Blank, ein schön herausgespieltes Tor zum 2:5 bei. Für das Highlight des Abends sorgten Fabio Carciola und Jordan Webb, sie lieferten sich einen astreinen Faustkampf, der erst unterbrochen wurde, als Webb den Halt verlor. Konsequenz aus der Einlage war für beide Spieler eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Beide fehlen ihren Teams also am morgigen Dienstag, wobei die Strafe von Webb Hannover sicher stärker treffen dürfte als Heilbronn das Fehlen von Carciola. Letzterer erhielt zudem noch eine zweiminütige Strafe. Dieses Powerplay nutze Josef Staltmayr zur Ergebniskosmetik und schoss das 3:5. Mehr sollte für die Indians an dem Abend allerdings nicht drin sein. Als die Falken mit einem Mann, nachdem Agricola seinen Kasten zugunsten eines 6. Feldspielers verlassen hatte, sogar zwei Mann weniger auf dem Eis stand, fackelte Luigi Calce nicht lange und hob den Befreiungsschlag aus dem Drittel direkt in das verwaiste Indianstor.

Ein auch in der Höhe hochverdienter Sieg der Falken. Die Cracks von Rico Rossi spielten befreit und traten wie ein Spitzenteam auf. Mit dieser Leistung dürfte am morgigen Dienstag eigentlich nichts schief gehen.

FG82

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EHF Passau Black Hawks Passau
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EC Peiting Peiting
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