Falken: Arbeitssieg in Grafing - Calce trifft dreimal

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit 8:5 konnten die Heilbronner Falken das Spiel in Grafing gegen den

EHC Klostersee für sich entscheiden. Zu Beginn des Spiels deutete

allerdings nichts darauf hin, dass Heilbronn das Eis als Sieger

verlassen würde. Innerhalb der ersten vier Minuten durften sich gleich

vier Falkenakteure auf der Strafbank niederlassen. Grafing wusste die

doppelte Überzahl zu nutzen und konnte durch Florian Saller und Cori

Sicorschi auf 2:0 davonziehen. Sebastian Vogl im Tor der Falken sah vor

allem beim zweiten Treffer nicht sehr glücklich aus, was man aber der

mangelnden Spielpraxis zuschreiben kann. Die Führung der Bayern sollte

nicht lange halten. Die Falken - wieder komplett und bei angezeigter

Strafe mit einem Mann mehr auf dem Eis - legten los. Fabian Krull und

Fabio Carciola sorgten für den Jubel unter den ca. 25 mitgereisten

Falkenfans. Wie aus dem Lehrbuch passte Krull bei einer

zwei-auf-eins-Situation auf Carciola, der keine Mühe hatte zum

Anschluss einzuschieben. Dieser Treffer gab Antrieb und nach kurzer

Zeit konnte Dennis Walther den Ausgleich nachlegen. Es folgten einige

gute Chancen auf beiden Seien, die sicherste vergab wohl Jean-Francois

Caudron gemeinsam mit Luigi Calce, die den Puck nicht im leeren Tor

unterbrachten. Besser machte es Frank Petrozza im Powerplay und brachte

die Falken in der 13. Minute durch seinen Treffer erstmalig in Führung.

Doch der Jubel war gerade verstummt, als Florian Saller mit seinem

zweiten Tor für den Ausgleich sorgte.


Im Mittelabschnitt machte zunächst Grafing das Spiel. Die Falken

schienen noch in der Kabine und so konnte Raymund Nickel die erneute

Führung für die Bayern herstellen. Heilbronn verlor den Faden und

ermöglichte dem EHC sogar einige Chancen in Unterzahl und hatte bei

einer solchen Glück, dass entweder Vogl zur Stelle war oder, wie bei

Petr Zajonc, die Grafinger Treffsicherheit zu wünschen übrig ließ. In

Überzahl waren die Bayern allerdings konsequent. Michael Saller erhöhte

mit einem Mann mehr auf dem Eis auf 5:3. Wieder zwei Tore Rückstand für

die Falken und wieder ließen sie sich nicht davon unterkriegen.

Zunächst markierte T.J. Caig kurz vor Drittelende den so wichtigen

Anschlusstreffer.


Im Schlussabschnitt kam die Zeit des Luigi Calce. Den Ausgleich

fälschte der Stürmer, nach einem Hammer von T.J. Caig, unhaltbar an

Mayer vorbei ins Netz ab. Genau 63 Sekunden später hämmerte Calce den

Puck von der blauen Linie dann selbst ins Netz. Jetzt gab es kein

Halten mehr, zweimal hatte man einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt, die

Führung wollten sich die Falken nicht mehr nehmen lassen. Mit

aggressivem Forechecking und gutem Spielaufbau nahmen sie jetzt das

Heft in die Hand, nur mit der Chancenverwertung haperte es noch ein

wenig. Und auch Vogl schien sich ins Spiel eingefunden zu haben und

rettete mit einigen starken Aktionen. Caudron war es schließlich, der

in Unterzahl zu einem Alleingang startete und Mayer austanzte – 5:7.

EHC-Trainer John Samanski bat zur Auszeit und Josef Mayer verließ

seinen Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers. Da die Falken zu

der Zeit mit einem Mann weniger agierten, bot sich für Grafing die

Chance bei sechs-gegen-vier noch einmal heranzukommen. Dies sollte

jedoch nicht gelingen, denn Luigi Calce versenkte den Puck im leeren

Tor zum 5:8-Endstand.


Erst im Schlussabschnitt konnten die Falken wirklich überzeugen. Der

Rückstand zu Anfang, bedingt durch die Strafzeiten, konnte schnell

egalisiert werden und auch der Durchhänger im Mittelabschnitt konnte

die Moral nicht trüben. Mit Herz und Siegeswillen sicherten sich die

Falken die wichtigen drei Punkte. Bad Tölz verlor derweil in Ravensburg

mit 5:3, dadurch konnte Heilbronn mit ihnen punktgleich ziehen. Durch

das bessere Torverhältnis befinden sich die Falken nun wieder auf Platz

zwei. Diesen gilt es am Sonntag in der Knorr Arena gegen die Eisbären

Juniors aus Berlin zu verteidigen.


FG82

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