Falken: Arbeitssieg gegen Starbulls Rosenheim

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Vor nur 1.054 Zuschauern am Dienstagabend taten sich die Heilbronner


Falken gegen den Tabellenvorletzten aus Rosenheim lange sehr schwer,

gewannen aber hochverdient mit 3:1. Trotzdem könnte dieser Sieg teuer

erkauft sein, denn in der 44. Minute prallte Kapitän J.F. Caudron ohne

Einwirkung eines Gegenspielers in die Bande und schied mit einer

Knieverletzung aus. Eine Diagnose lag nach dem Spiel noch nicht vor und

wird im Laufe des

Mittwochs erwartet.


Gegenüber der Partie in Hannover

gab es auf Seiten des HEC drei

Veränderungen: Im Tor stand wieder Danny aus

den Birken, im Sturm

spielte Marcus Kink für den gesperrten Fabio

Carciola und ebenfalls sein Debüt

feierte Sean Owens, der mit der Nummer 23

in der Abwehr auflief. Die

Einzelkritik vorab: Kink spielte bemüht, aber

zusammen mit Blank und Mauer ohne große Durchschlagskraft, während Owens

gleich in seinem ersten Spiel bewies, dass er eine absolute Verstärkung

sein kann. Körperlich stark, den 1:1-Ausgleich erzielt, nur ein unnötiger

Puckverlust im eigenen Drittel trübte den guten Gesamteindruck.


Die

Starbulls Rosenheim mussten auf einige etablierte Spieler verzichten

und

traten ohne Hilger, Schneider, Hager und Kempf an, die teilweise wie

einige

andere Akteure zuletzt stark in der Kritik standen. Kämpferisch

zeigte das

Team von Markus Berwanger eine gute Leistung, war aber

insgesamt den

Falken deutlich unterlegen. Trotzdem gingen die Oberbayern

in der 4. Minute in

Führung, als Reul im eigenen Drittel den Puck an Kujala

verlor, der

Smith bediente. Der Neuzugang aus Ratingen ließ aus den

Birken keine Chance

und traf zum 0:1. Heilbronn war in der Folgezeit die

deutlich überlegene

Mannschaft, tat sich gegen eine tief stehende und

vielbeinige

Hintermannschaft der Gäste sehr schwer, gute Torchancen

herauszuspielen. Die

klarste Gelegenheit vergab Caudron nach 19 Minuten,

als er zunächst an

Häusler scheiterte und dann den Außenpfosten traf.


Der

starke Starbulls-Goalie stand auch im zweiten Drittel immer wieder


im Mittelpunkt. Heilbronn hatte nun etwas mehr Zug zum Tor, die klaren

Chancen häuften sich. Doch Häusler parierte zunächst glänzend gegen

Stanley

(23.) und Kink (25.). In der 26. Minute fiel dann der längst

überfällige

Ausgleich, als Owens mit nach vorne ging und im Nachschuss zum

1:1 traf. Der

"Ketchupflascheneffekt" sollte jedoch ausbleiben, Rosenheim

brach

keineswegs ein, die Falken hatten weiterhin ihre Mühe. Auf der

Gegenseite waren die Oberbayern eigentlich nur in Überzahl gefährlich,

als sich die

Gastgeber in Person von Filobok und Kohl zwei völlig

unnötige Strafzeiten

einhandelten und anderthalb Minuten mit 3-gegen-5

überstehen mussten. Da hatte der HEC in der 37. Minute das Glück auf

seiner Seite, als Neundorfer nur den  Pfosten traf. Eine Führung der Gäste

nach 40 Minuten hätte den Spielverlauf  aber auch auf den Kopf

gestellt.


Das Aluminium revanchierte sich kurz nach Beginn des Schlussabschnitts,

als es auch den Torerfolg von Stanley verhinderte. Nach Caudrons

Verletzung rückte Weibler zu Calce und Caig, doch das Siegtor sollte

wieder einmal Chris Stanley besorgen. Es war die 48. Minute, als er in

Überzahl einen Abpraller über die Linie drückte. Dem 2:1 folgten einige

Minuten Dauer-Powerplay bei 5-gegen-5, als Rosenheim sich kaum einmal

befreien konnte. Nur durch Konter war der SBR gefährlich, so bei einem

Solo von Kujala (50.) und einem Break von Weiszdorn (56.). Danny aus

den Birken, der nicht allzu viel zu tun hatte, hielt in diesen

Situationen den Sieg fest. Letzte Zweifel am Erfolg des HEC beseitigte

schließlich Schietzold mit dem 3:1 drei Minuten vor dem Ende. Danijel

Kovacic, der für den angeschlagenen Häusler in der 53. Minute

eingewechselt worden war, hatte keine Chance. Am Ende nahmen die

Starbulls zwar den Torhüter vom Eis und stürmten nach Strafen gegen

Heilbronn sogar mit 6-gegen-3, doch die  Falken waren dem

Empty-Net-Goal mehrfach näher als Rosenheim dem

Anschlusstreffer.


So blieb es bei einem hochverdienten 3:1-Arbeitssieg

des HEC, der sich lange

an der Abwehr der Gäste und dem sehr gut

haltenden Häusler die Zähne

ausbiss, aber dann dreimal die Lücke fand.

Rosenheim dagegen blieb über

weite Strecken sehr harmlos und war eigentlich

nur durch das Ratinger

Duo Smith/Kujala gefährlich.


Tore:

0:1 Smith 4., 1:1 Owens 26., 2:1 Stanley 48. 5-4, 3:1

Schietzold

58.


Strafminuten: Heilbronn 18, Rosenheim 12; Schiedsrichter:

Plitz;

Zuschauer: 1.054


SB

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Rostock Piranhas Rostock
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