Falken: 3:5 Niederlage in Grafing

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Beim EHC Klostersee mussten die ersatzgeschwächt angetretenen

Heilbronner Falken ihre erste Auswärtsniederlage hinnehmen. Fischer und

Vogler verletzt, Schietzold und aus den Birken bei den Adlern - keine

guten Voraussetzungen für drei Punkte, wobei vor allem das Fehlen der

Nummer eins im Tor sich nachteilhaft bemerkbar machte.


Benjamin Finkenrath stand zum zweiten Mal in dieser Spielzeit im Kasten

und hatte in den ersten beiden Minuten einen denkbar unglücklichen

Einstand, da die ersten beiden Schüsse prompt ihren Weg ins Netz

fanden. Nach 65 Sekunden brachte ein schneller Angriff der Gastgeber

über die rechte Seite das 1:0 durch McCartin, eine Minute später verlor

Maier das entscheidende Laufduell gegen Zajonc, der zurück auf den frei

stehenden Michael Saller passte. Der Klosterseer Stürmer zog direkt ab

und ließ dem Falken-Goalie keine Chance. Nach diesem frühen Schock

brauchten die Falken etwas, um sich zu sortieren, gewannen danach aber

zunehmend die optische Überlegenheit. Klostersees Abwehr erwies sich

nicht gerade als sattelfest und ließ Chancen der Falken zu, Stanley

nutzte nach sieben Minuten eine solche per Handgelenkschuss in Überzahl

zum Anschlusstreffer. Doch nur zweieinhalb Minuten später war der HEC

zu weit aufgerückt und ließ eine 2-gegen-1-Situation zu, Zajonc sagte

Dankeschön und erhöhte auf 3:1. In der Folgezeit hatten die Falken

genügend Möglichkeiten heranzukommen, doch vor dem gegnerischen Tor war

es mit der Herrlichkeit vorbei. Caig (10.), Appel (12.) und Mauer (19.)

hatten klare Chancen, doch stets stand der gute Keeper der Gastgeber,

Florian Hochhäuser, im Weg. Selbst über eine Minute bei 5-gegen-3 blieb

ungenutzt.


Auch das zweite Drittel begann mit einer Chance für Mauer, dem derzeit

das Glück im Abschluss fehlt, danach hatten die Falken einige Zeit in

Unterzahl zu überstehen und stellten sich in dieser Phase nicht

schlecht an. Als Weibler einen Abpraller zum 3:2 verwertete (30.),

witterten die mitgereisten Fans Morgenluft. Doch nachdem es in der

ersten Hälfte noch ein relativ normales Eishockeyspiel war, spielte

sich nunmehr immer mehr Schiedsrichter Maier in den Vordergrund, der

auf beiden Seiten völlig die Linie verlor und beide Mannschaften

abwechselnd zum Kopfschütteln brachte. Zahlreiche Strafzeiten folgten,

kaum einmal standen auf beiden Seiten fünf Mann auf dem Eis, doch ein

Überzahltor gelang den Teams im zweiten Drittel nicht mehr.


Nach dem Mitteldurchgang hatte Klostersee nach zwei

Zehn-Minuten-Strafen gegen Wälde und Ruprecht den dickeren Hals, doch

die Falken sollte es dann im Schlussdrittel geballt treffen. Das erste

Powerplay nutzten die Oberbayern dann zum 4:2, als Wieser im Nachschuss

erfolgreich war. Es folgten viele Minuten in Unterzahl für Heilbronn,

meistens mit 3-gegen-4, doch Klostersee konnte die Entscheidung noch

nicht erzwingen. Erst bei Gleichstand auf dem Eis war es erneut eine

2-gegen-1-Situation, die durch McCartin das 5:2 brachte. In Sachen

Strafzeiten wendete sich dann das Blatt und nun war Grafing die

reihenweise dezimierte Mannschaft, doch für Heilbronn war außer dem 5:3

durch Petrozza nichts mehr drin. Klostersee dagegen musste noch eine

Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Ruprecht wegen einer Schwalbe und

eine Diszi gegen Keeper Hochhäuser wegen Reklamierens hinnehmen.


Nach zwei Stunden und 40 Minuten war dann das Spiel vorbei, das in

Klostersee unter dem Strich seinen verdienten Sieger gefunden hat.

Heilbronn brachte sich durch den verschlafenen Auftakt um bessere

Siegchancen, hatte mit Finkenrath leider keinen Rückhalt im Tor, doch

etwas mehr Unterstützung durch seine Vorderleute hätte der junge Keeper

bei einigen Situationen auch verdient gehabt. Trotz allem wäre bei

besserer Chancenverwertung vor allem im ersten Drittel ein Sieg dennoch

noch möglich gewesen. Einigkeit herrschte nach dem Spiel im VIP-Raum

auf beiden Seiten bezüglich der Schiedsrichterleistung von Gerhard

Maier, die ab dem zweiten Drittel jeglicher Beschreibung spottete.


SB


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