EV Landshut steht nach Sieg bei den Scorpions vor dem Finaleinzug4:1-Erfolg in Mellendorf

Alexander Ehl (links) trifft zum 1:0 für den EV Landshut gegen die Hannover Scorpions. (Foto: Manfred Schneider)Alexander Ehl (links) trifft zum 1:0 für den EV Landshut gegen die Hannover Scorpions. (Foto: Manfred Schneider)
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Nacheinander stiegen Bayreuth, Bad Tölz und Deggendorf nach einer bedeutungslosen Finalrunde auf, in diesem Jahr nun könnte das Finale, sollte es bei den aktuellen Serienständen bleiben, zwischen Landshut und Herne ausgetragen werden.

Allerdings hatten die Niederbayern in Mellendorf eine schwere Aufgabe zu knacken, die sie am Ende mit Bravour lösten, wobei bemerkt werden muss, dass sie stellenweise ziemlich tief in das Glücksfass griffen. Besonders in den ersten Minuten zogen die Scorpions ein beängstigendes Tempo an, attackierten die Landshuter mit drei Mann im Mitteldrittel und der junge Nachwuchskeeper Patrick Berger, der überraschend von Landshuts Trainer Axel Kammerer den Vorzug vor Stammkeeper Englbrecht erhalten hatte, musste sich von Anfang an höllisch konzentrieren um einen Rückstand zu vermeiden. Dazu Axel Kammerer: „In den ersten Minuten war der Scorpions-Druck brutal. Zum Glück hatte unsere Defensive einen sehr guten Tag, besonders Berger im Tor.“ Bereits nach 40 Sekunden scheiterte Wilkins hauchdünn und in der fünften Minute visierte Scorpions-Goalgetter Patrick Schmid mit einem Pfostentreffer zu genau. Kurz darauf konnte Scorpions-Kapitän Lehmann Berger umspielen, aber der Puck hatte nicht genug Power zum Überqueren der Linie und Landshuts Forster vereitelte die Situation. Erst langsam kamen die Landshuter zurück ins Spiel und hatten auf einmal das Glück, dass ich die beiden Scorpione Dejdar und Wilkins nacheinander eine Strafe leisteten. Zwei Sekunden vor Ablauf der ersten Strafen ereilte die Gastgeber das Schicksal des 0:1, als Alexander Ehl keine Probleme hatte. Dieser Spielstand entsprach in keinster Weise dem bisherigen Spielverlauf und die Scorpions antworteten angemessen, drückten weiterhin die Niederbayern in deren Hälfte, ohne besonders viele Torchancen zu kreieren. Jede Abwehr der Welt, egal in welcher Sportart, bekommt Probleme, wenn es schnell geht. Dass dies auch für Landshut zählt, zeigte der Ausgleich. Niddery zog das Tempo an, Fischer scheiterte zunächst noch an Berger und dann kam Wilkins zum Schuss und diesmal war der starke EVL-Zerberus geschlagen. Jetzt war der Gastgeber dran und wurde eiskalt ausgebremst. Praktisch im Gegenzug, ganze neunzig Sekunden später, überwand Landshuts Tscheche Miloslav Horava die gesamte Defensive der Scorpions mit einem Zaubertor und der EVL führte wieder, diesmal mit 2:1.

Wie zu erwarten war, kamen die Scorpions motiviert aus der Kabine, schnürten die Gäste sofort wieder ein um sich dann ein Tor der Marke „unmöglich“ ins eigene Tor zu legen. Hofbauer und Abstreiter hatten Maximilian Forster aufgelegt und dieser schummelte die Scheibe unter gütlicher Mithilfe der gesamten hannoverschen Verteidigung über die Torlinie. Unglücklicher geht es kaum noch und das fand sich dann auch in den heimischen Angriffsbemühungen wieder. Angetrieben von einem Chad Niddery in Hochform versuchten die Scorpions alles, konnten sich aber mit ihren Einzelbemühungen nicht durchsetzen und die Landshuter, die sich immer häufiger dem gefährlichen Kontern widmeten, waren spätestens nach dem 4:1 in der 34. Minute die, zumindest was die Spielanlage zeigte, bessere Mannschaft. Das vierte Tor war dabei typisch für den Spielverlauf. Baßler und Ehl erkämpften sich an der Bande die Scheibe und Ehl bediente mit einem Diagonalpass den völlig freien Luca Zitterbart und der erst 20jährige Verteidiger vernaschte den chancenlosen Matthis im Scorpions-Kasten.

In der zweiten Pause zog Scorpions-Trainer Dieter Reiß eine seiner letzten Optionen, als er den guten aber nicht immer sicheren Christoph Matthis im Tor durch dessen Back-up Enrico Salvarani austauschte. Dieser musste sich zwar zunächst einfinden, wurde aber immer sicherer und konnte sich am Ende immerhin eine Erfolgsquote von 100 Prozent auf die Fahnen schreiben. Dazu Scorpions-Trainer Reiß: „Enrico hat stark gespielt und wird ziemlich sicher am Dienstag in Landshut im Tor stehen.“ Die restliche Truppe der Scorpions dagegen kämpfte zwar, wie üblich, bis zum Ende, hatte aber nicht mehr die notwendige Kraft, um ein Landshuter Team zumindest zunächst in die Verlängerung zu zwingen.

Axel Kammerer, Trainer des EV Landshut: „Die Scorpions haben äußerst stark begonnen, danach konnten wir uns zurückkämpfen. Die Tore waren sicherlich etwas glücklich aber spätestens nach dem 3:1 haben wir die Begegnung kontrolliert. Ich werde nicht den Fehler machen und die Scorpions am Dienstag unterschätzen, glaube aber schon, dass wir jetzt das Finale auch erreichen sollten.“

Scorpions-Trainer Dieter Reiß: „Das war ein wirklich gutes Eishockeyspiel. Landshut hat verdient gewonnen, aber wir hatten auch, vor allem im ersten Drittel, richtig Pech. Dann hat die Verteidigung beim zweiten und dritten Tor unglücklich ausgesehen. Das ist ärgerlich. Jetzt müssen wir am Dienstag in Landshut gewinnen und das ist unser Ziel. Deswegen werden wir schon am Montag anreisen.“

Tore: 0:1 (10:49) Ehl (Plihal, Schmidpeter/5-3), 1:1 (16:29) Wilkins (Fischer, Dejdar), 1:2 (17:58) Horava (Kronthaler), 1:3 (21:56) Forster (Hofbauer, Alt), 1:4 (33:48) Zitterbart (Ehl). Strafen: Hannover 10, Landshut 6. Zuschauer: 2243.

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Hammer Eisbären Hamm
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