ESV Bayreuth meldet Insolvenz an

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Was viele Eishockeyfans in Bayreuth schon seit Tagen befürchtet haben, wird jetzt unvermeidbar: Der Eissportverein Bayreuth (ESVB) muss Insolvenz anmelden. Wie ESVB-Vorsitzender Karsten Kamper der Stadt mitgeteilt hat, werde er noch am heutigen Dienstag, 29. November, die hierfür notwendigen Schritte einleiten.Eine Rettung des in Schieflage geratenen Eishockey-Oberligisten erscheint nach Angaben Kampers trotz vielfältiger Bemühungen der Vereinsverantwortlichen, der Stadt und spendenbereiter Sponsoren nicht mehr realistisch. "Die dem Vorstand bis vor kurzem unbekannten finanziellen Altlasten aus früheren Jahren bewegen sich in einer Größenordnung, die den Verein geradezu erdrücken und keine Hoffnung mehr auf eine kurzfristige Bewältigung der Krise erlaubt", so Kamper. Diese erst jetzt erkennbaren hohen Altschulden machen eine geordnete Abwicklung des für die laufende Saison gutgläubig erstellten Wirtschaftsplans unmöglich. Der ESVB wolle nun über die Insolvenz einen Neuanfang für den Eishockeysport in Bayreuth erreichen. Dabei stehe vor allem die Rettung der erfolgreichen Nachwuchsarbeit im Vordergrund. Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz bedauert die jetzt zu Lasten des Vereins und seiner einsatzbereiten Spieler samt Trainer eingetretene Entwicklung. Die Stadt habe den ESVB bis zuletzt bei der Beratung seiner aktuellen Finanzprobleme in mehreren Verhandlungsrunden unterstützt und auf eine Wende zum Guten gesetzt. Eine Reihe erfolgversprechender Gespräche mit neuen Werbepartnern seien in den vergangenen Tagen geführt worden. Es habe sich leider herausgestellt, dass alle erarbeiteten Möglichkeiten nicht genügen, um neben dem laufenden Etat die hohen sechsstelligen Altlasten mit zu verkraften. Dadurch übersteigen auch die kurzfristig fälligen finanziellen Verbindlichkeiten des Vereins die signalisierte Hilfsbereitschaft von Sponsorenseite deutlich. "Und direkte Geldleistungen aus dem städtischen Haushalt sind zur Sanierung der Vereinsfinanzen nicht zulässig", betont der Oberbürgermeister. Dr. Mronz bescheinigt Vorstand Kamper und seinem Team hohen ehrenamtlichen Einsatz für den ESVB. Auch der OB sieht in dem von Kamper jetzt verantwortungsbewusst eingeleiteten Insolvenzverfahren den ersten Schritt zu einem Neuanfang in Sachen Eishockey in Bayreuth. "Die Stadt hat unverändert ein großes Interesse an attraktivem Eishockeysport und vor allem an einer Sicherung der qualifizierten Nachwuchsarbeit", betont das Stadtoberhaupt. Dafür stehe auch künftig das städtische Eisstadion zur Verfügung. Rund 150 Jugendliche spielen derzeit im Nachwuchsbereich des ESVB. Die Stadt lege daher in Übereinstimmung mit Vorsitzendem Kamper und 3. Vorsitzendem bzw. Jugendleiter Rainer Gundel ebenfalls ihr Hauptaugenmerk auf die Frage, wie dieses wertvolle soziale Engagement trotz der Insolvenz des Eissportvereins weiter aufrechterhalten werden könne. Hierzu fanden im Beisein des Oberbürgermeisters bereits erste Gespräche mit der Spitze des Bayerischen Eissportverbandes sowie der Geschäftsführung der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) statt. Mehrere mögliche Varianten für eine geordnete Fortführung der Einshockey-Jugendarbeit wurden dabei erstellt.

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