Erste Niederlage für den REV

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Es gibt Mannschaften gegen die man immer schwer zu kämpfen hat,

wenn man zum Erfolg kommen will. Drei Mal haben sich die gestrigen Gegner in

dieser Spiezeit bereits gemessen und das Ergebnis in Punkten ausgedrückt

(2:7) bestätigt, die "Mights Dogs" sind der Angstgegner der Bremerhavener

"Pinguine". So war es dann am Ende des Sonntagabends schon fast keine

Überraschung, als nach Abpfiff der Partie die Stadionuhr ein aus

Bremerhavner Sicht unbefriedigendes 3:5 (1:1/1:1/1:3) Endergebnis

verkündete. Ein Ergebnis, das am Ende auch als absolut verdient bezeichnet

werden musste, da sich die Mannschaft aus Franken schon aufgrund ihrer

kämpferischen Leistung diese drei Punkte verdient hatte.



Frech, was die Hunde aus dem Frankenland da bereits im ersten Abschnitt aufs

Eis zauberten. Von der ersten Minute an zeigten sich wenig Respekt vor den

vermeintlichen Favoriten aus der Seestadt. Dennoch, ab der 2. Minute

gewannen die Bremerhavener mehr und mehr Oberwasser und kamen in Folge durch

Kraft, Caudron und Meyer zu guten Gelegenheiten. Als in der 4. Minute der

Schweinfurter Schadewaldt auf die Strafbank beordert wurde war es 79

Sekunden später wieder einmal Patryk Pysz, der sich diese Überzahl

Gelegenheit nicht nehmen ließ und das 1:0 für den REV Bremerhaven erzielen

konnte. Nun machten die Seestädter weiter mächtig Druck, konnten aber bei

weiteren guten Gelegenheiten nicht erfolgreich zum Abschluß kommen. So war

es dann auch nicht verwunderlich, dass auch die Gäste aus Franken zu guten

Gelegenheiten kamen. Die Ursache hierfür war vor allen Dingen im schlechten

"Forechecking" des REV zu suchen. Besonders gefährlich wurde es zudem immer

dann, wenn Neuzugang Gustafson auf dem Eis stand. Er war es dann auch, der

in der 14. Minute mit einem tollen Pass Heindl bedienen konnte und der

hämmerte unhaltbar für Pethke zum 1:1 in die Maschen. Obwohl Varvio Sekunden

vor Drittelende nach einer dicken Gelegenheit, Caudron hatte den Finnen

mustergültig bedient, das 2:1 hätte machen müssen, das Zwischenergebnis von

1:1 war nach den ersten zwanzig Minuten als verdient zu bezeichnen.



Das es nach dem zweiten Durchgang noch immer Unentschieden, 2:2 stand, war

aus Sicht des REV Bremerhaven dann jedoch schon fast als schmeichelhaft zu

bezeichnen. Zunächst hatte der REV die Chance erneut in Überzahl zu treffen,

doch nach einer Strafzeit gegen Görlitz konnten die Draisaitl Buben keinen

Nutzen aus diesem Vorteil ziehen. In der 24. Minute "vertanzte" sich Varvio

vor dem Tor der Gäste und auf der Gegenseite prüfte Reiser mit einem

Gewaltschuss Pethke. Als in der gleichen Minute Caudron die Scheibe übers

Schweinfurter Gehäuse zielte war es eine Minute später Nemirowski, der mit

einem "halben Bauerntrick" die Führung für die "Mighty Dogs" erzielen

konnte. Vorausgegangen war eine Tändelei der Bremerhavener Abwehr die zur

Folge hatte, dass Wassmiller seinen vor dem Tor lauernden Stürmerkollegen

anspielen konnte und der bedankte sich mit dem Führungstreffer für die

Franken. Als wiederum eine Minute später Bronilla im Nachfassen der

Ausgleichstreffer gelang schien die Welt für kurz Zeit in Ordnung, doch dann

machten die Schützlinge von Trainer Jari Pasanen erneut mächtig Druck. In

der 30. Minute musste Pethke Schüsse von Müller und Frost entschärfen und

hatte Minuten später Glück, als erneut Frost und Roles bei einer

undurchsichtigen Situation vor dem Tor die Scheibe nicht über die Linie

"stochern" konnten. Auch in dieser Szene war die Abwehr der Seestädter alles

andere als gut formiert. Wie schon zu Ende des ersten Abschnitts, erneut

hätten die Hausherren kurz vor Drittelende die Führung erzielen müssen.

Diesmal war es Del Monte, der einen Break nicht mit einem Tor krönen konnte.

So mussten sich die 1600 Zuschauer bis zum Schlußabschnitt gedulden, ehe

eine endgültige Entscheidung herbeigeführt werden konnte.



Das diese am Ende nicht nach ihren Wünschen verlief war vor allen Dingen der

zu passiven Spielweise des REV Bremerhaven zu verdanken. Auch im

Schlussabschnitt gaben klar die Schweinfurter den Ton an und konnten in der

42. Minute erneut durch Nemirowski mit "Bauerntrick" in Führung gehen. Doch

noch einmal konnte der REV nur Sekunden später durch Varvio egalisieren. Wer

nun geglaubt hatte, die Seestädter würden zum alles entscheidenden

Schlußspurt ansetzen, der sah sich schnell eines Besseren belehrt. In der

54. Minute konnte Juhasz mit einem geschickt verzögerten Schuss das schönste

Tor des Abends erzielen. Als Trainer Draisaitl in der letzten Minute

Torhüter Pethke vom Eis nahm, setzte Darren Martier mit seinem "empty neter"

den "Fischtown Pinguins" den finalen Fangschuss.



Tore:

1:0 (6.) Pysz, Reader, Freymark; 1:1 (14.) Heindl, Gustavson, 1:2

(27.) Nemirovski, Wassmiller, 2:2 (28.) Bronilla; 2:3 (42.) Nemirovski,

Müller J., Juhasz; 3:3 (43.) Varvio, Wrobel, Bronilla; 3:4 (54.) Juhasz,

Reiser, Müller J.; 3:5 (60.) ENG Mortier, Nemirovski;



Zuschauer: 1600


Strafen: Bremerhaven: 8 Schweinfurt: 8


Schiedsrichter: HSR Strucken

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