Ersatzgeschwächte Wölfe kämpften gut

Ersatzgeschwächte Wölfe kämpften gutErsatzgeschwächte Wölfe kämpften gut
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Dieser wie auch der Auftritt schon am Freitag gegen Peiting sollte jedoch trotz des dritten Null-Punkte-Wochenendes in Folge kein Grund zum Trübsal blasen sein. Ähnlich engagiert und couragiert ist der Weg in die Erfolgsspur in greifbarer Nähe.

Mit großen Personalsorgen im Gepäck ging die Reise der Wölfe zum EV Füssen. Zu den schon fehlenden Sekera, Jeschke, Schneider und Schwarzmeier musste nun auch noch auf den an der Leiste verletzten Lamich verzichtet werden. Auch Bauer und Roos konnten nicht eingesetzt werden. Zu seinem Debüt in der Mannschaft kam folglich der 17-jährige Juniorenspieler Ricco Warkus.

Gleich von Beginn an versuchte der VER aber, nach vorne Akzente zu setzen und hatte zugleich die erste Möglichkeit, die allerdings am Pfosten endete. Die Angriffslust wurde aber bereits nach knapp drei Minuten unterbrochen. Schadewaldt erhielt für seinen hohen Stock gegen Naumann eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Folglich hieß es nicht nur, nur noch mit vier Verteidigern auskommen zu müssen, sondern auch fünf Minuten Unterzahlspiel. Die Gastgeber drängten in dieser Situation auf die Führung und feuerten mehrfach Schüsse in Richtung Selber Gehäuse. Doch auch die Wölfe hielten gut dagegen und brachten die Scheibe immer wieder aus der Gefahrenzone. Weiter war die Truppe konzentriert im Defensivverhalten, ließ die Hausherren kommen, um selbst auf Konter zu lauern. Diese klappten im Laufe des ersten Abschnitts mehr und mehr. Zunächst Sevo und Setzer, später Waßmiller und Thielsch sorgten für mächtig Gefahr vor dem gegnerischen Kasten. Keeper Irrgang musste Schwerstarbeit verrichten. Auf der Gegenseite präsentierte sich aber auch Dirksen in bester Manier. Besonders als Selb erstmals in den Genuss eines Überzahlspiels kam, passierten im Angriff fast folgenschwere Fehler. Dreimal gelang Füssen die Konterchance, fand im Abschluss am Torhüter aber kein Vorbeikommen.

Das zweite Drittel begannen die Wölfe ebenso forsch mit Angriffen. Möglichkeiten zum Führungstreffer hatte man vor allem in Überzahl. Sevo brachte den Puck gefährlich vor das Tor, wo Michalek nachsetzte, jedoch an Irrgang scheiterte. Weitere Chancen verfehlten das Ziel nur knapp. Auch in den nächsten Spielminuten zwang der VER den Gegner zu Fehlern. Ein Treffer wollte aber weiterhin nicht gelingen. In der 28. Minute passierte jedoch ein Lapsus im Verteidigungsdrittel, den Nadeau umgehend ausnützte und das 1:0 für seine Farben markierte. Umgehend war Selb dem Ausgleich nahe dran. Erneut konnte Irrgang gegen die Versuche retten. Stattdessen stand es kurz darauf 2:0. Richters platzierter Schuss von der linke Seite fand den Weg in die Maschen. Eine Minute später schlugen die Franken zurück. Thielsch kam nach einer Unachtsamkeit des Gegners an den Puck, bediente Schiener, der eiskalt zum Anschluss traf. Beide Mannschaften boten sich einen Kampf um jeden Zentimeter Eis und die Scheibe. Insbesondere Selb rackerte mit großem Eifer und drängte auf den Ausgleich. Warkus mit einem verdeckten Schuss, den der Torwart im letzten Moment erkannte, Heilman knapp über den Kasten und schließlich wieder Irrgang, der eine gute Kombination über die Stationen Waßmiller, Hendrikson und schließlich Michalek zunichtemachte, waren die guten, allerdings erfolglosen Szenen bis zur Pausensirene.

Gleiches Bild im Schlussabschnitt. Nichts ließen die Wölfe unversucht, erarbeiteten sich mit großem Kampf ihre Gelegenheiten. Siegeris und Setzer waren dem 2:2 bei zwei Chancen sehr nah. Erneut parierte Irrgang glänzend. Zu allem Überfluss verletzte sich jetzt auch noch Waßmiller an der Hand und konnte nicht mehr mitspielen. In Unterzahl musste Selb schließlich den dritten Gegentreffer hinnehmen. An ein Aufgeben war aber nicht zu denken. Die VER-Cracks suchten und fanden immer wieder den Weg gefährlich anzugreifen und das kraftraubende Match nicht so einfach herzugeben. Füssen war gefordert, verzweifelte bei Gegenstößen aber auch immer wieder an Dirksen. Am Ende hat es aber zu mehr nicht gereicht. Es blieb beim 1:3-Endstand aus Sicht der Wölfe.

Tore: 1:0 (28:00) Nadeau, 2:0 (30:36) Richter (Agosta, Wolsch; 6-5), 2:1 (31:36) Schiener (Thielsch), 3:1 (47:04) Prantl (Rohwedder, Naumann; 5-4). Strafen: Füssen 6, Selb 4 + 5 + Spieldauer (Schadewaldt). Zuschauer: 507.

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