Entscheidung fällt in Spiel sieben

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Es geht ins siebte Spiel. Der EC Bad Nauheim konnte nicht den Sack zumachen und unterlag nach einem großen Spiel bei den Starbulls Rosenheim mit 2:5 (0:2, 2:0,0:3).

Beide Teams traten wie beim Krimi am Freitag an, und es ging wie in allen bisherigen Partien gleich von der ersten Minuten an mit offenem Visier los. Bad Nauheim zeigte hierbei zunächst aber das strukturiertere Spiel und hatte mehr Anteile an der Partie. Barta (2.) und Schwab mit einer Riesenchance im Slot (6.) scheiterten an Claus Dalpiaz. Mitch Stephens hatte in der zehnten Minute den ersten gefährlichen Schuss der Starbulls in Richtung von Markus Keller, der jedoch mit dem Schoner zur Stelle war. Im Powerplay prüften Baldys und Weibler noch einmal Dalpiaz Mitte des Drittels, doch auch der Österreicher hatte keine Probleme. Als Christian Franz in der 15. Minute völlig unnötig die Scheibe an Stephens verlor und dieser auf den freien Newhook vorlegen konnte, war das bis dato völlig überaschende 1:0 für die Gastgeber geschehen. Doch Nauheim wollte gleich antworten: In der 17. Minute hatte Lanny Gare den Ausgleich nach einem schnellen Gegenstoß auf der Kelle, doch die Scheibe ging nur Zentimeter am Gehäuse vorbei. Kurz vor Drittelende erhielt Chris Eade eine Strafzeit in einem erneut fairen Spiel, diese Situation nutzte erneut Newhook mit dem zweiten Rebound, bei dem Keller das Hartgummi vom Schoner ins Netz rutschte. Hierbei stimmte kurzzeitig die Zuordnung in der Gäste-Hintermannschaft nicht, aber es war ja noch zwei Drittel zu spielen.

Anders als beim Auswärtssieg in der Punktrunde, als die Hessen einen 0:2-Rückstand noch drehten, machten die Hausherren den Roten Teufeln diesmal nicht den Gefallen und drehten einen Gang herunter. Sie spielten weiter konsequent nach vorne und kamen zu Chancen vor allem im Powerplay. Die Gäste gaben aber nicht auf und spielten weiter nach vorne. Einen gelungenen Angriff nach toller Vorlage von Manuel Weibler verwandelte Kyle Piwowarczyk in der 28. Minute folglich zum 1:2-Anschlusstreffer. Es entwickelte sich erneut eine echter Eishockeykrimi, in dem es nun hin und her ging. In der 31. Minute rettete zunächst der Bad Nauheimer Pfosten in Unterzahl nach einem Schuss von Stephens, in der nächste Szene war es Markus Keller mit einem Riesesave gegen Paderhuber, der Schlimmeres verhinderte. Statt das 3:1 fiel auf der Gegenseite der 2:2-Ausgleich, als die Hessen wieder komplett waren und einen ähnlich guten Angriff über Schwab, der auf den aus dem Rückraum kommenden Franz passte, der mit einem Schlenzer traf. Die Gäste kassierten zuviele Strafen, wobei fragwürdig war, ob diese immer gerechtfertigt waren. Die Hintermannschaft plus Markus Keller machten ihre Sache aber sehr gut und hielten den Ausgleich zur zweiten Pause.

Die Starbulls konnten im letzten Abschnitt durch eine Einzelleistung wieder vorlegen, als Stanley einen Zweikampf gegen Glusanok gewann und Keller die Scheibe auch noch durch die Schoner schieben konnte. Aber der EC versuchte noch einmal alles: in der 48. Minute prüfte Schwab Claus Dalpiaz, der mit einer tollen Reaktion seinem Team den Vorsprung hielt. Ein unnötiger Check gegen den Kopf von Marsall brachte Kevin Richardson eine 2+10-Minuten-Strafe ein, womit die Hessen natürlich weiter geschwächt waren. In diesem Powerplay hatte Gottwald in der 52. Minute die große Chance auf die Vorentscheidung, doch Keller hielt erneut sensationell. Ein Powerplay zur Abwechslung mal für die Gäste brachte noch einmal sowas wie die letzte Chance für die Gäste, doch man merkte deutlich die schwindenden Kräfte. Althenn traf in der 59. Minute noch einmal die Latte, und quasi im Gegenzug machte Reader mit einem Tempogegenstoß alles klar für die Bayern. Das empty net goal von Marsall war das nur noch Ergebniskosmetik. Somit kommt es am Dienstag in Bad Nauheim nun also zum ultimativen Spiel Nummer sieben, Spielbeginn ist im CKS um 19.30 Uhr.

Tore: 1:0 (14:26) Gottwald (Stephens), 2:0 (19:31) Newhook (5-4), 2:1 (27:37) Piwowarczyk (Weibler, Eade), 2:2 (31:34) Franz (Schwab), 3:2 (45:02) Stanley, 4:2 (59:00) Reader (Stanley), 5:2 (59:38) Marsall (Rohner/ENG). Strafen: Rosenheim 6, Bad Nauheim 14 + 10 (Richardson). Zuschauer: 2500.


💥 Alle Highlights der Champions Hockey League kostenlos 🤩
👉 auf sportdeutschland.tv
Ex-Nationaltorhüter Pielmeier bleibt seinem Nachwuchsverein treu
Timo Pielmeier verlängert Vertrag beim Deggendorfer SC bis 2027

Timo Pielmeier, der renommierte Torhüter und Olympia-Silbermedaillengewinner, hat seinen Vertrag beim Deggendorfer SC (DSC) um weitere drei Jahre verlängert....

Indians wehren Halle ab und bleiben auf vier
Tilburg Trappers bleiben trotz Niederlage auf Rang zwei

​Im Gegensatz zum Süden war es in der Oberliga Nord noch einmal richtig spannend. Während Nordmeister Hannover Scorpions zwar kämpfen musste, aber der Platz an der S...

Weiden verfehlt knapp die 300-Tore-Marke
Bayreuth Tigers schaffen mit elf Mann fast ein Remis

​In der Oberliga Süd war schon vor dem Spieltag praktisch alles gelaufen. Der alte und neue Meister aus Weiden schoss sich auch in Passau noch einmal richtig warm, v...

Vizemeistertitel wird erst am Sonntag entschieden
Hannover Scorpions mit zehn Punkten Vorsprung Nordmeister

​Vor der guten Kulisse von über 1.600 Zuschauern bezwangen die Hannover Scorpions im Spitzenspiel der Oberliga Nord die Saale Bulls Halle, wurden damit endgültig Nor...

Heilbronn zweistellig gegen den Tabellenletzten
Wahnsinn in Lindau: Islanders drehen Vier-Tore-Rückstand

​Im Gegensatz zum Norden sind in der Oberliga Süd bereits vorzeitig fast alle Entscheidungen gefallen. Und wie auch im Norden gibt es einen Titelverteidiger. Die Blu...

43. Spieltag der Oberliga Nord
Entscheidungen in der Oberliga Nord: Playoff-Qualifikationen absehbar, Indians und Eisbären im Aufwind

...

Nachfolger von Tobias Stolikowski
Dirk Schmitz wird ab Sommer neuer Trainer des Herner EV

​Nachdem der Herner EV Anfang Februar die Trennung von Tobias Stolikowski zum Saisonende bekanntgab, steht nun der Nachfolger fest. Ab Sommer übernimmt Dirk Schmitz ...

Islanders haben schon Nachfolger – Sicinski wechselt innerhalb der Oberliga
EV Lindau und John Sicinski gehen am Saisonende getrennte Wege

​Die EV Lindau Islanders werden mit einem neuen Trainer in die Oberliga Saison 2024/25 gehen. Mit dem bisherigen Headcoach John Sicinski, konnten sich die Verantwort...