Englbrecht übernimmt Deggendorf

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Nach langem Warten steht nun endlich der Nachfolger von Günter Eisenhut an der Bande von Deggendorf Fire fest. Und dieser ist kein Unbekannter: Bernhard Englbrecht, von den meisten nur Bernie genannt, ist der neue Trainer.

Englbrecht ist den meisten Fans sicherlich kein Unbekannter: 83 Mal trug der ehemalige Torhüter das Nationaltrikot, unter anderem bei drei A-Weltmeisterschaften und zwei olympischen Spielen. Als Spieler durchlief er die Landshuter Nachwuchsschule, startete 1975 seine Profikarriere als Torhüter beim EV Landshut. Englbrecht wurde zudem als erster deutscher Spieler überhaupt von einem NHL-Team gedraftet. 1983 holte er mit dem niederbayrischen Club die deutsche Meisterschaft und absolvierte im selben Jahr ein Probetraining bei den Calgary Flames. Nach seiner Zeit bei Landshut hütete er noch das Tor des SC Riessersee, des EHC Essen, der Nürnberg Ice Tigers und des TSV Erding, wo er schließlich im Jahr 2000 seine aktive Karriere beendete.

Danach kehrte er zurück zu den Landshut Cannibals und war dort als Nachwuchs-Koordinator aktiv, ehe er nach dem Lizenzverkauf 2001 das Ruder an der Bande übernahm. Die Cannibals führte er in die 2. Bundesliga, seine dortige Karriere erreichte mit dem Einzug in das Finale, das die Cannibals gegen Wolfsburg verloren, den Höhepunkt. Nach der Saison 2004/05 wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert. In der folgenden Saison war er bei den Kassel Huskies für das Coaching verantwortlich, ehe ihn Hans Zach im Jahr 2006 nach Hannover als Co-Trainer holte. Vergangene Saison startete er als Headcoach beim EHC München, wurde dort allerdings nach nur neun Spieltagen wieder entlassen. „Die Sache lief von Beginn an gegen mich“ musste Englbrecht zugeben. „Die Boulevardpresse hat sich regelrecht an mir zerfressen, und auch vom Verein erhielt ich wenig Rückendeckung. So war die Entlassung die logische Konsequenz, obwohl wir eine gute Vorbereitung hatten.“

Englbrecht gilt als Mann, der kein Blatt vor dem Mund nimmt. Zudem setzt er auf die Jugend, was er bei den Landshut Cannibals bewies. Diverse Nachwuchsspieler aus der Landshuter Talentschmiede schafften unter ihm den Sprung in die erste Mannschaft und sind nun etablierte Kräfte. „Deggendorf hat letzte Saison einen Gegentorschnitt von irgendwas über vier gehabt. Das kann nicht sein. Mein Ziel ist, dass wir auf einen Schnitt von 2,5 kommen. Dann kann man auch einen Greilinger leichter ersetzen, denn dann müssen vorne nicht so viele Tore geschossen werden. Wichtig wird sein, dass wir in der neutralen und der eigenen Verteidigungszone gut stehen und deswegen weniger Tore kassieren“ erklärte der neue Coach auf der Pressekonferenz seine Ziele.

Warum gerade Deggendorf? Diese Frage erklärt der 50jährige so: „Schon bei den ersten Gesprächen mit Günter Eisenhut habe ich gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Wir beide wissen, dass es nur möglich ist, wenn wir den begrenzen Etat des DSC auf breite Schultern verteilen und den jungen Spielern eine Chance geben. Bei den weiteren Gesprächen hat sich das weiter bestätigt, so dass wir uns dann relativ schnell einig wurden.“

Die Vorbereitung soll für die Spieler schon demnächst beginnen. „Sechs Wochen Pause sind eigentlich schon viel zu lange. Ich werde demnächst mit den Spielern die hier sind in das Sommertraining starten. Die auswärtigen Spieler, oder die, die erst noch verpflichtet werden, erhalten einen Trainingsplan von mir. Wichtig ist, dass alle zum Saisonstart topfit sind.“ (Foto: City-Press)


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