„Eisenschorsch“ kommt mit dem EV Füssen

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
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Seit drei Jahren kreuzen die Passau Black Hawks regelmäßig die Schläger mit den Leoparden des EV Füssen. Bislang war der Altmeister aus der Lechstadt den Passauern meistens eine Nummer zu groß. Doch in diesem Jahr sind die Vorzeichen anders als in den beiden Vorjahren.

In Füssen hat der Trainer gewechselt und der Neue setzt, auch bedingt durch einen schmaleren Etat, mehr auf den eigenen Nachwuchs. Nach dem Wechsel von Trainer Dave Rich zum Ligakonkurrenten Bad Tölz, konnten die Verantwortlichen am Füssener Kobelhang ein Urgestein des deutschen Eishockey für dieses Amt gewinnen. Georg Holzmann ist einer der bekanntesten Auswüchse der traditionell guten Nachwuchsarbeit in Füssen. 20 Jahre in Folge spielte Holzmann in der höchsten deutschen Eishockeyliga. Daneben absolvierte er über 120 Spiele im deutschen Nationaltrikot. Dazu gehörten auch zwei Olympiateilnahmen und sieben Weltmeisterschaften. Seine robuste Spielweise brachte ihm in dieser Zeit den Spitznamen „Eisenschorsch“ ein.

Auch hinter der Bande hat der neue Bändiger im Leopardenkäfig bereits einige Erfahrungen gesammelt. Als Trainer der deutschen Inlinehockey-Nationalmannschaft hat er bereits im Sommer 2007 das Passauer Ice Gate kennengelernt. Trotzdem wird es für ihn in diesem Jahr schwer mit seiner Mannschaft die Erwartungen der Füssener Fans zu erfüllen. Auf Drängen von Vorstand Jürg Tiedge arbeitet man in Füssen mit einem neuen, wesentlich kostengünstigeren, Konzept als in den Vorjahren. Dieses Konzept heißt „11 plus 11“. Zu elf erfahrenen Spielern kommen elf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, die zum Großteil auch noch im Juniorenbereich spielberechtigt sind. Damit will man die jungen Spieler an höhere Ligen heranführen. Bislang klappt das in Füssen aber noch nicht so, wie sich das Holzmann vorstellt. Von den bisher sechs absolvierten Spielen konnten die Leoparden nur ihren Auftritt in Peiting gewinnen. Der Passauer Trainer Klaus Feistl weiß aber auch was seine Mannschaft am Freitag erwartet: „Wir müssen damit rechnen, dass Füssen gegen uns sehr defensiv stehen wird und auf Chancen wartet. Und vorne haben sie mit Lavallee und Preston zwei schnelle und gefährliche Stürmer. Die großen Gegner haben wir jetzt hinter uns, jetzt kommen die ganz Schweren, da müssen wir jetzt die Punkte holen.“ Dazu hat Feistl in dieser Woche in erster Linie an der Spritzigkeit seiner Mannschaft gearbeitet. Im letzten Spiel gegen Herne wurden die Black Hawks auf den ersten Metern zumeist vorgeführt. Auch wenn der diesjährige EV Füssen nicht das Kaliber der Ruhrpott Crusaders hat, so dürfen die Habichte die kampfstarken Leoparden dennoch nicht unterschätzen.


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