Eisbären wurden eingeladen

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Mit 1:4 unterlagen die Starbulls Rosenheim vor 1747 Zuschauern am Sonntagabend den Eisbären Juniors Berlin. Es war ein Rückfall in alte Zeiten, da half auch die Verstärkung durch die beiden Legionäre Janne Kujala und Ryan Smith nichts. Die beiden Neuzugänge brachten zwar eine sehr gute Leistung, doch einige vermeintliche Leistungsträger laufen wie schon die gesamte laufende Saison ihrer Form meilenweit hinterher. Dazu kam der kurzfristige verletzungsbedingte Ausfall von Mondi Hilger, Patrick Hager musste wegen seiner Schulterverletzung aus dem Klostersee-Spiel ebenfalls noch passen. Ebenfalls nicht an Bord war Andi Schneider, dessen Vater verstarb. So musste Trainer Markus Berwanger seine ursprünglich geplante Aufstellung ein wenig ändern und agierte mit elf Stürmern.

Die Starbulls legten in den ersten Minuten los wie die Feuerwehr und erspielten sich gute Chancen. So bediente nach vier Minuten Ryan Smith seinen neuen Sturmpartner Patrick Neundorfer, der jedoch am Berliner Keeper Sebastian Stefaniszin scheiterte. In der zehnten Minute war Smith dann alleine unterwegs auf Stefaniszin, brachte aber die Scheibe nicht richtig unter Kontrolle. Danach verflachte die Begegnung zusehends, auf beiden Seiten gab es bereits im Spielaufbau viele Fehlpässe. Erlöst wurden die Rosenheimer Fans in der 19. Minute, als Thomas Weiszdorn das 1:0 für die Hausherren erzielte, nachdem wenige Sekunden zuvor Daniel Bucheli nach schöner Vorarbeit von Smith glücklos blieb.

Kurz nach Wiederbeginn eine der letzten guten Möglichkeiten der Grün-Weißen: Janne Kujala traf allerdings nur den Pfosten. Im direkten Gegenzug scheiterte Michael Fröhlich an seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Danijel Kovacic, der seine Farben in der Folge im Spiel hielt. In der 30. Minute war aber auch er machtlos, denn seine Vorderleute griffen überhaupt nicht ein und so beendete Rene Kramer eine Einzelaktion erfolgreich zum 1:1. Die lange harmlos wirkenden Gäste waren zurück in der Partie. In der Folge war es immer wieder der Kanadier Richard Mueller, der mit den Rosenheimer Verteidigern Katz und Maus spielte, im zweiten Drittel allerdings in Kovacic noch seinen Meister fand.

Der Schlussabschnitt begann aus Sicht der Starbulls zwar recht vielversprechend, wobei Smith und Weiszdorn den Puck nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnten. Und so kam es wie es kommen musste: Die Eisbären nutzten den nächsten Fehler der Gastgeber und Norman Martens schloss in der 46. Minute einen Angriff zum 1:2 ab. Anschließend vergaben die Rosenheimer ein Powerplay und in der 49. Minute schlug es erneut hinter Kovacic ein. Der sehr agile Mueller marschierte an Christian Gegenfurtner und Sinan Akdag vorbei und überwand den SBR-Keeper zum vorentscheidenden 1:3. Bittere Momente gab es für die Starbulls in der 54. Minute, als die Berliner die Heimmannschaft für längere Zeit in ihr eigenes Drittel einschnürten. Man hatte fast den Eindruck, dass sie ein oder zwei Mann mehr auf dem Eis hatten, ein Blick auf die Anzeigetafel verriet jedoch etwas anderes. Den Schlusspunkt setzte 53 Sekunden vor dem Ende bezeichnenderweise Ex-Starbull Michael Fröhlich, der den Puck zum 1:4 unter die Latte setzte.

Trainerstimmen:

Jeff Tomlinson (Eisbären Juniors): Es ist schwer gegen 14 Mann zu spielen, obwohl es für den Gegner vor dem Spiel leicht aussieht. Wir hatten den Start, den wir wollten, denn wir haben clever gespielt. Wir haben für diesen Sieg den Preis bezahlt, einige Spieler mussten im Laufe des Spiels genäht werden. Meine Spieler sitzen jetzt total fertig in der Kabine, dort ist es sehr ruhig. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, wie sie gekämpft haben.

Markus Berwanger (SBR): Es war schwer für uns ins Spiel zu kommen, bei den Eisbären haben14 Mann das Tor verteidigt. Wie es im Sport so ist, trifft man vorne nichts und bekommt hinten die Tore rein. Dass meine Mannschaft nicht kämpft, wie manche Fans meinten, stimmt nicht. Richtig ist, dass wir nicht die spielerischen Mittel und das Selbstvertrauen haben, um ein solches Spiel dann noch zu drehen. Ein paar sogenannte Führungsspieler sind keine Führungsspieler. Ich habe immer versucht, diese Spieler noch irgendwie einzubauen. Diese Zeiten sind jetzt aber vorbei.

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