Eisbären Juniors wollen mit drei Ausländern in die Oberliga starten

Eisbären Juniors: Sensationeller Sieg gegen den BSchC PreussenEisbären Juniors: Sensationeller Sieg gegen den BSchC Preussen
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Eigentlich verstehen sich die Eisbären Juniors als ein Projekt, bei dem hauptsächlich der einheimische Nachwuchs gefördert und gefordert werden soll. Aufstrebende Talente, wie Florian Busch, Frank Hördler, Youri Ziffzer, Christoph Gawlik oder Nils Liesegang, sollen unter der Führung der Trainer Jeff Tomlinson (Oberliga) und Andreas Gensel (DNL) peu à peu an die Deutsche Eishockey Liga (DEL) herangeführt werden. Doch auch in Übersee ist man mittlerweile auf das Juniors-Projekt aufmerksam geworden. So klopfte vor einigen Wochen der 20-jährige Deutsch-Kanadier Marcus Sommerfeld von den Fernie Ghostriders (KIJHL, 29 Punkte in 53 Spielen) bei den Hohenschönhausern an die Tür, um sich vorzustellen. Dafür, um bei den Eisbären vorspielen zu dürfen, zahlte Sommerfeld Flug und Unterkunft selbst. Seine Vorzüge, dass haben die ersten Testspieleinsätze im DEL- und Oberligateam gezeigt, liegen neben seiner läuferischen Leistung vor allem im körperlichen Bereich. „Er ist ein Spieler, der dahin geht, wo es unter Umständen auch einmal wehtut“, lobt Tomlinson den großgewachsenen Verteidiger. „Ich brauche in meiner Mannschaft auch Leute, die sich für die Drecksarbeit nicht zu schade sind.“ Dass Sommerfeld aber auch mit dem Puck etwas anzufangen weiß, bewies er am letzten Samstag, als er im Test gegen Wilhelmshaven (4:2) eine Penalty blitzsauber verwandelte. Ob Sommerfeld aber letzten Endes von den Berlinern verpflichtet wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen und hängt auch davon ab, ob der Angreifer in naher Zukunft die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten kann.

Auf einen deutschen Pass hofft auch Richard Müller. Der 22-jährige Kanadier wurde in der vergangenen Woche vom DEL-Vizemeister unter Vertrag genommen und soll bis zu seiner Einbürgerung bei den Eisbären Juniors in der Oberliga geparkt werden. „Müller ist wahrscheinlich der schnellste Spieler im gesamten Team“, schätzt Tomlinson nach den ersten Trainingseindrücken ein. Der entscheidende Tipp kam im Übrigen von DEL-Verteidiger Micki DuPont, der Müller aus seine Zeiten in Calgary kennt, wo der Stürmer beim WHL-Club Calgary Hitmen (65 Punkte in 77 Spielen) und letzte Saison im College (University of Calgary/CIS; 33 Punkte in 34 Spielen) fleißig scorte.

Derzeit ein Probetraining bei den Hohenschönhausern absolviert der 22-jährige Gerard Miller von der University of Vermont (NCAA). Der US-Boy fiel Tomlinson beim Testspiel der Juniors gegen die North American Selects vor drei Wochen (4:3) ins Auge. Miller erscheint körperlich sehr kompakt und ist sowohl in der Abwehr als auch im Sturm einsetzbar. Allerdings steht im Fall von Miller nach Auskunft von Tomlinson die Finanzierung noch auf recht wackligen Füßen.

Im telefonischen Kontakt stehen die Juniors immer noch mit Ex-Publikumsliebling Mark Jooris. „Eine Verpflichtung von Mark ist noch nicht vom Tisch, doch ist gibt noch ein, zwei Steine aus dem Weg zu räumen.“ Die sollen aber weniger im finanziellen Bereich liegen. Eher muss für Jooris gewährleistet sein, dass seine beiden Restaurants in Kanada problemlos weitergeführt werden.

Die letzte Möglichkeit vor dem Oberligastart am 17. September die Form zu testen, ergibt sich für die Tomlinson-Truppe am kommenden Samstag in Wilhelmshaven. Allerdings werden den Juniors dann einige Spieler nicht zur Verfügung stehen können. Die Verteidiger Hördler, Draxinger und Baxmann sind ebenso für den Pokalauftritt der DEL-Mannschaft in München eingeplant, wie die Stürmer Busch und Rankel. Zudem beginnt an diesem Wochenende auch die DNL-Saison, so dass die jüngeren Spieler im Team dort zum Einsatz kommen werden.

Mittlerweile ist bei den Eisbären Juniors auch die Entscheidung gefallen, wer in der neuen Saison das Kapitänsamt ausführen wird. Mit dem „C“ auf der Brust wird Neuzugang Kay Hurbanek auflaufen, seine beiden Vertreter sind Nils Watzke und Matthias Forster. (ml)

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