Eisbären Juniors: Sensationeller Sieg gegen den BSchC Preussen

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Da stand der Berliner Wellblechpalast kopf, als die Eisbären Juniors am sechsten Spieltag den ersten Saisonsieg einfahren konnten. Gerade gegen den Stadtrivalen BSchC Preussen sind solche Siege besonders süß: 4-3 stand es auf der Stadionanzeigentafel, als die über 500 Eisbärenfans fast aus dem Häuschen schienen. Eine Sensation war perfekt! Dabei sahen die über 300 angereisten Charlottenburger Fans und dessen Team lange Zeit wie die fast sicheren Sieger aus. Konnten die Juniors gut mithalten, so schienen aber die Feinabstimmungen – vor allem am gegnerischen Tor – noch ein wenig Übungsbedürftig. Trotzdem war der gute Charakter im Team der Tomlinson-Schützlinge bei diesem Spiel zu spüren. Nicht zuletzt schien dieser unter der Woche gefestigt worden zu sein, als man kurzerhand nach quälenden Trainingseinheiten eine Kabinenfete ansetzte. So war es den Young Guns anzumerken, dass sie nie aufgaben und sich sogar Chancen um Chancen erarbeiteten. Eine sehr gute Leistung zeigte Goalie Ziffzer, welcher über 50 Schüsse auf sein Tor ergehen lassen musste und eine Parade mit der anderen wieder übertraf. Auch in der Defensive schien man sich rehabilitiert zu haben – das ein oder andere Mal zogen sie ganz schön am Nerv des Preussen-Sturms.

Nichts desto trotz gingen die Charlottenburger durch Tore von Lapointe, Angermann und zuletzt durch ein Unterzahltor von Doug Murray mit 3-0 in Führung. Kurz nach Murrays Tor kam endgültig Kay Hurbanek seinen, von Coach Tomlinson aufgetragenen, Leaderqualitäten nach und konnte den Anschlusstreffer markieren. Die Juniors übernahmen die Oberhand in diesem Derby und wurden knapp fünf Minuten vor Spielende durch Richard Mueller fast voll und ganz zurück ins Spiel gebracht. So langsam kam der Geruch einer Überraschung auf. Alles auf eine Karte setzten die Juniors in den letzten vierzig Sekunden und nahmen Goalie Ziffzer zu Gunsten eines sechsten Feldspielers raus. Dieser Mut sollte belohnt werden und wiederum stocherte Hurbanek den Puck über die Linie von Preussen-Goalie Kai Fischer – fünfzehn Sekunden vor Ende der Ausgleich.

Die Overtime begann fast so, wie das letzte Drittel aufhörte. Die Juniors im Vormarsch aber die Preussen kamen ebenfalls zu ihren Chancen – nur stand da immer noch Youri Ziffzer im Weg. Letzten Endes nutzte Marvin Tepper eine Überzahl und ließ dem Jubel freien Lauf.



Einen wahrhaft angefressenen Preussen Coach-Brockmann erlebte man nach dem Spiel. Vor allem der nur bedingte Einsatzwille seiner Spielerfraktion aus Übersee schien seiner harschen bayrischen Mentalität zu fördern.

„Ich nenne in der Öffentlichkeit keine Namen, aber einige müssen sich in der kommenden Woche warm anziehen. Und wenn sie der Meinung sind, sie können nach Berlin kommen, Spaß haben und am Wochenende etwas Eishockey spielen, dann können sie ihre Koffer packen und nach Hause gehen“, so Brockmann!

Sicherlich trifft Brockmann keine Schuld an der Niederlage. Er machte die Spieler auf jegliche Fehler aufmerksam, nur schienen diese, mit der Gewissheit den Sieg einfahren zu können, es zu ignorieren. Glücklicher dagegen sah Juniors-Coach Tomlinson aus, der sein Team durch die Bank weg lobte: „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie haben nie aufgegeben. Bis jetzt haben wir immer nur innerhalb von fünf oder sechs Minuten viele Tore kassiert und dadurch die Spiele verloren. Wir konnten aber trotzdem oft gut gegenhalten. Diesmal ist unser Wille und unser Kampf belohnt worden.“.

Nun sind am Freitag sogar drei Punkte gegen Haßfurt drin, denn Tomlinson kann aus dem Vollen schöpfen, da das DEL-Team spielfrei hat und somit alle Förderlizenzspieler verfügbar sind. (ovk)