Eisbären Juniors: Revier Löwen vom Eis gefegt

Eisbären Juniors: Sensationeller Sieg gegen den BSchC PreussenEisbären Juniors: Sensationeller Sieg gegen den BSchC Preussen
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Am Dienstagabend traten die Juniors vor leider gewohnt kleiner Kulisse im Nachholspiel der Oberliga Nord-Ost gegen die Revier Löwen aus Oberhausen an. In dieser Begegnung ging es für beide Teams darum, den Anschluss an die zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigenden Plätze zu halten. Die Voraussetzungen waren dabei für die Young Guns aus Hohenschönhausen weit günstiger als für die finanziell gebeutelten Revier Löwen, die lediglich mit sechs Verteidigern und acht Stürmern im Wellblechpalast antraten. Dass die Cracks von Coach Scheffold dennoch nicht zu unterschätzen sind, bewiesen sie am letzten Sonntag, wo die Revier Löwen dem BSchC Preussen einen Punkt in der Deutschlandhalle abtrotzten. Juniors-Coach Jeff Tomlinson konnte dagegen weitestgehend auf seine Bestbesetzung zurückgreifen, der langzeitverletzte Christoph Gawlik fehlt den Berlinern noch einige Wochen.

Bereits in der zweiten Spielminute hatte Furda für die Gäste die erste Einschussgelegenheit, doch der hinter Goalie Ziffzer liegen gebliebene Puck wurde in letzter Sekunde quasi von der Linie gekratzt. Nur zirka sechzig Sekunden später markierte Alexander Weiß auf Vorlage von Tobias Draxinger und Richard Mueller die frühe 1:0 Führung für die Hausherren. Wenig später wanderte André Rankel für zwei Minuten auf die Strafbank, die Unterzahlsituation überstanden die Hauptstädter nach nur zwei Schussversuchen der Revier Löwen schadlos.

In der 10. Spielminute „rächte“ sich U-20-Nationalspieler André Rankel (Assist: Hördler) mit dem Treffer zum 2:0, wobei Gäste-Goalie Schmitt keine allzu gute Figur machte, da ihm der Eisbären-Stürmer den Puck ins kurzer Eck zwirbelte. Die Hohenschönhauser hinterließen bereits im ersten Abschnitt den weit muntereren Eindruck, was sich in noch zahlreicheren, zum Teil überragenden Chancen niederschlug. Die Gäste tauchten dagegen nur sporadisch vor EHC-Goalie Ziffzer auf, der sich bei den wenigen Gelegenheit aber auszuzeichnen wusste.

Belohnt wurde die Überlegenheit der Gastgeber wenige Sekunden vor der ersten Pausensirene, denn Marcus Sommerfeld erzielte nach Vorarbeit vom extrem schnellen Richard Mueller das Tor zum mehr als verdienten 3:0 (20.).

Das Mitteldrittel begann wie das erste endete, mit Chancen für die Berliner, doch hier hielt Gäste-Keeper Schmitt sein Gehäuse noch sauber. So auch bei einem Alleingang von Juniors-Kapitän Kay Hurbanek in der 23. Spielminute. Kurz aufeinander hatten die Juniors dann in Überzahl die Möglichkeit das Ergebnis weiter in die Höhe zu treiben, was in der 28. Spielminute Richard Mueller (Sommerfeld, Weiß) gelang – 4:0. Zuvor hatte Revier Löwe Daniels allerdings per Unterzahl-Break die Chance auf 1:3 zu verkürzen, vergab aber kläglich. Mitte des Mittelabschnitts war Goalie Youri Ziffzer gefragt (13.), als er den Puck unter seiner Fanghand begrub, die Revier Löwen-Cracks jubelten verfrüht – die Null stand weiter. Man schrieb die 15. Spielminute, da verlud Richard Mueller den Gästetorhüter kräftig, als er einen Alleingang zum 5:0 (Baxmann) abschloss, indem er die Hartgummischeibe einfach an Schmitt vorbei ins Tor rutschen ließ, ohne noch einmal deren Richtung zu verändern. Der Kanadier hatte damit bereits sein zweites Tor und den vierten Scorerpunkt verbucht. Gut anderthalb Minuten vor Drittelende erklang das für Pfosten- und Lattentreffer typische „Pling“, Ziffzer hatte hier das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite und die Oberhausener mussten weiter auf einen zählbaren Erfolg warten. Die Strafe aber folgte mit dem 6:0 durch Norman Martens (Forster; Mueller) auf dem Fuße. Mit dem klaren Vorsprung für die Juniors ging es in die zweite Pause.

Revier Löwen-Coach Scheffold mochte die sich anbahnende Demontage von Stammgoalie Schmitt nicht zu Ende ansehen und schickte zum Schlussabschnitt Backup Daniel Kramer zwischen die Pfosten. Am Geschehen auf dem Eise änderte das allerdings wenig: Die Juniors versuchten sich weiter im Toreschießen, leider zunehmend mit geringerem Erfolg, und die Gäste versuchten den Schaden in Grenzen zu halten. Den allerletzten Biss ließen die Schützlinge von Trainer Jeff Tomlinson beim Stande von 6:0 für die eigenen Farben nun aber doch vermissen, was den Revier Löwen das Leben zusehends erleichterte. Deren Angriffsbemühungen tendierten gegen Null, was bei deren „kurzen Bank“ jedoch auch nicht weiter verwundern durfte. Als ernsthafter Konkurrent um den Einzug in die Meisterrunde können die Revier Löwen in dieser Verfassung aber ganz sicher gestrichen werden, eher dürften die Bayreuth Tigers bald Gesellschaft im Tabellenkeller bekommen. Für die Juniors war die überraschend hohe Niederlage in Höchstadt damit kompensiert, Goalie Youri Ziffzer konnte einen Shotout verbuchen und Held des Abends war eindeutig Richard Mueller mit fünf Scorerpunkten und der gehaltene Anschluss am Feld der Meisterrundenkandidaten. (mac/ovk)

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