Eisbären Juniors: Böse „Klatsche“ gegen Ratingen

Eisbären Juniors: Sensationeller Sieg gegen den BSchC PreussenEisbären Juniors: Sensationeller Sieg gegen den BSchC Preussen
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Am dritten Oberliga-Spieltag trafen am Freitagabend vor

gewohnt kärglicher Kulisse im Berliner Wellblechpalast die Eisbären Juniors mit

den Ice Aliens aus Ratingen auf den mit zwei Siegen überzeugend gestarteten

Tabellenführer. Deutlich mit 1:7 (1:1; 0:3; 0:3) wurde das Farmteam des

deutschen Meisters von den Ratingern abgewatscht.

Juniors Coach Jeff Tomlinson standen wie schon am

vergangenen Wochenende die Förderlizenzspieler der Hamburg Freezers Tobias Güttner

(Tor), Ingo Angermann (Verteidigung) sowie die Stürmer Michael Fröhlich und

Jiri Mikesz zur Verfügung. EHC-Stürmer Richard Mueller, eigentlich zum

DEL-Kader der Eisbären zählend, sammelt bis zur endgültigen Erlangung der

deutschen Staatsbürgerschaft Spielpraxis im Farmteam. Erstmals im Kader der

Berliner stand der finnische Legionär Mikko Kainulainen, der aus Bad Nauheim zu

den Juniors stieß.

Die Stadionuhr zeigte gerade einmal 42 gespielte Sekunden

an, da traf Bruce Becker bereits zur Führung für die Hausherren, doch quasi im

Gegenzug sorgte Antti-Jussi Miettinnen für die Außerirdischen für den schnellen

1:1-Ausgleich (2.). Für konzentrierte Defensivarbeit war es da wohl beiden

Teams noch zu früh. Flott ging es zwar auch danach noch auf dem Eis rauf und

runter, beide Mannschaften waren nun aber gewarnt und agierten in der Defensive

um einiges aufmerksamer. So blieb es beim ausgeglichenen Zwischenstand nach den

ersten zwanzig Spielminuten.

Noch jung war auch das Mitteldrittel, als  Janne Kujala seine Farben mit 2:1 nach vorn

brachte (22.), einen Tempogegenstoß schloss der Finne für Ratingen souverän ab.

In der 27. Spielminute marschierte erneut 

Kujala völlig allein gelassen Richtung Tobias Güttner, die Hamburger

„Leihgabe“ war jedoch einmal mehr auf dem Posten. Die jungen Hauptstädter

wurden indes immer anfälliger für solche Konter, gerieten letztlich völlig von

der Rolle. Die Quittung: Per Doppelschlag stellten die Ice Aliens binnen zwei

Minuten durch Treffer von Miettinen (30.) und Smith (31.) das Resultat auf 4:1.

Goalie Tobias Güttner traf am aus Sicht der Juniors deprimierenden

Zwischenstand keine Schuld, Coach Jeff Tomlinson nahm ihn in einer mehr als

nötigen Auszeit im Tausch für Sebastian Stefaniszin dennoch vom Eis. Die

Juniors fanden den einmal verlorenen Spielfaden nicht wieder, mit viel Dusel

überstanden sie den Mittelabschnitt ohne weiteren Gegentreffer.

Es blieb auch im letzten Durchgang ein Spiel der schnellen

Tore: Nur 53 Sekunden nach Wiederbeginn netzte Ratingens Kujala zum 5:1 ein. Ein

Debakel für die Juniors kündigte sich spätestens jetzt an, zumal man sich nun

auch noch darauf verlegte, das eigene Strafzeitkonto nach oben zu schrauben. Am

Drücker blieben daher fast zwangsläufig die Gäste. In Überzahl besorgte dann

Ryan Smith das 6:1 (56.) und Travis Mulock legte gar noch das 7:1 (58.) nach. -

Noch viel Arbeit für Juniors-Coach Jeff Tomlinson.

Matthias Eckart /

Oliver Koch


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