„Eine Saison hinterlässt Spuren im Gefieder...“Auf einen EISTEEmit: HECtor, dem Maskottchen der Heilbronner Falken

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Vor einigen Jahren zog sich die Düsseldorfer EG aus der DEL zurück. „Eine neue Liga ist wie ein neues Leben“ stand seinerzeit über dem Eingang des Eisstadtions an der Brehmstraße. Diesen Sommer bereiten sich die Heilbronner Falken ebenso auf eine neue Liga vor. Neben den Verantwortlichen, den Spielern und Trainer muss auch HECtor, das Falken-Maskottchen in diese Vorbereitung. Wir trafen ihn zu einem EIStee.

Hallo HECtor, wie viele Tränen sind wegen des Abstiegs über das Gefieder gelaufen?

Sehr, sehr viele. Alle, die live in Kaufbeuren dabei waren, egal ob Spieler, Mitglieder der Organisation oder Fans haben es im ersten Moment nicht fassen mögen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es so schön. Bitter war es, als sie dann endgültig fort war. Es ist für uns in diesem Moment alle schwer gewesen, die Situation anzunehmen und richtig einzuordnen. Da fließen dann die Tränen.

Wie gehst Du persönlich mit dem bitteren Ende der Saison um?

Nach einem wirklichen Schock, der Frage „Wie geht es weiter?“ und dem versöhnlichem Abschlussabend bleibt immer ein wenig Enttäuschung über. Aber Tatsache ist: Die Welt ist gar nicht untergegangen! Es gibt mit der Oberliga die Möglichkeit, sich neu aufzustellen und wieder aufzusteigen. Die Oberliga ist keine Gerümpel-Liga. Sie wird uns Falken mächtig fordern und bietet wahrlich ganz andere Möglichkeiten. Mit einigem Abstand sehe ich wirklich die Chance, gestärkt aus diesem Abstieg herauszugehen.

Nun musst Du Dich nicht nur auf eine neue Saison, sondern auch auf eine neue Liga vorbereiten. Wie sieht Dein Sommerfahrplan aus?

Das aller, aller Wichtigste ist sauber machen! HECtor ist zurzeit ein Stinke-Falke. Quatschmachen strengt an und ich habe viel geschwitzt. Des Weiteren bin ich auch ein Maskottchen, das viel angefasst und an dem gezubbelt wird. Und das sich für kaum etwas zu schade ist. Das hinterlässt natürlich Spuren im Gefieder, die gerichtet werden wollen. Eins, zwei, drei Besuche beim Falkendoktor sind da notwendig. Wenn das erledigt ist, bin ich auf Geburtstagen von Falken-Freunden eingeladen, bei denen ich natürlich gerne dabei bin. Ab Juli bin ich wieder schwer auf Achse, um mich mit anderen Maskottchen zu beratschlagen, was für Aktionen wir auf und neben dem Eis durchführen können. Es gibt viele Möglichkeiten, die Besucher mitzureißen. Ich möchte so viele wie möglich kennen lernen.

Und im Winter? Wie sieht Dein Tag während der Saison aus?

Ich muss zur Schule wie alle kleinen Falken Freunde. Ich bin in einer Flugschule für Falken. Zum Glück spielen wir fast immer am Wochenende, das heißt ich darf immer am Samstag Training gucken und musste danach erst meine Hausaufgaben machen. An einem Spieltag läuft es immer gleich ab: Sobald die Halle aufmacht gibt’s ein Schnitzelbrötchen mit Fanta. Wenn dann die Spieler aufs Eis kommen und die Fans ganz laut ihre Namen mit schreien und klatschen, lockere ich mich kurz auf und dann geht die Post ab! Nach dem Spiel ist immer noch eine Fanta mit meinen Falken-Freunden fällig. Jaaa ich weiß, ich trinke zu viel Fanta. Ich werde mich bessern und auf Mineralwasser und Saft umsteigen. Aber nach Siegen bleibt es bei Fanta... 

Viele Fans wollen Dich auf Kufen auf dem Eis sehen. Wann steht endlich „Schlittschuhlaufen“ im Stundenplan der Falkenschule?

Als erstens ich kann Eislaufen.......ähm so ein bisschen......ähm ich falle neuerdings seltener um. Es steht jetzt tatsächlich im Sommer-Stundenplan (auf Inlinern und auf einer Kunsteisbahn) und wird von meinen Trainern auch akribisch voran getrieben. Es werden sich auch einige Situationen finden, bei denen ich das Eis rocken werde. Auf dem Eis laufen und winken kann jeder. Das ist mir ein wenig zu altbacken. Es gibt da ja so ein Kölner Maskottchen bei den Haien, dass es zu schlagen gilt. Aber ich habe da schon einen Plan, welchen Blödsinn ich anstellen werde.

Von beliebten Spielern werden viele Trikots verkauft. Was ist für Dich ein Indikator, dass die Fans und Zuschauer Dich mögen und akzeptieren?

Der wichtigste Faktor ist der „Foto-mit-HECtor-machen“-Indikator. Wollen die Besucher viele Fotos mit Dir, hast Du gerockt! Als zweites sieht man es in der direkten Ansprache der Falken-Freunde. Ja, die Kleinen sagen einem direkt ins Gesicht, ohne mit der Wimper zu zucken, was Sie von einem halten. Dies ist auch der Reiz am Maskottchen-Dasein. Du erhältst sofort Feedback, mit dem Du auf keinem Fall rechnest. Ich habe kleine Falken getroffen, die haben mit einer inbrünstigen Entschlossenheit beschlossen, dass ich Ihr allerbester Freund bin. Auf der anderen Seite gibt es einige Kids, die Gott und die Welt zusammenschreien, weil der böse rote Falke kommt.

Man sieht Dich oftmals auch bei Spielen der Jungfalken durch die Halle fliegen. Du unterstützt also auch Euren Nachwuchs?

Ja, sehr gerne sogar. Ich verstehe mich auch als eine Art Botschafter für die tolle Jugendarbeit beim HEC. Natürlich in der Art und Weise mit den Mitteln eines Maskottchens. Bei den Großen sieht man nur die fertigen Spieler, also die Ergebnisse eines teilweise langen Weges. Wie vielfältig und erfolgreich der Stammverein mit seinen vielen Mannschaften im Jugendbereich ist, geht nicht unter, aber könnte mit mehr Öffentlichkeit belohnt werden. HECtor will da auf seine ganz eigene Art eine Brücke schlagen und aufzeigen, wie vielfältig das Eishockey im HEC ist.

Zum Abschluss eine private Frage: Mit Deinem roten Gefieder siehst Du anders aus, als Deine Artgenossen in freier Wildbahn. Hast Du mit dieser Farbe eher mehr, oder eher weniger Chancen bei den Falkendamen im Unterland?

Ein Gentlefalke, wie ich es nun mal bin, plaudert nur sehr diskret über solche Dinge. Aber ein witziger Typ, der mit Kindern kann, geht bei den Mädels weg wie geschnitten Brot.

Gut, dann wünsche ich Dir einen schönen Sommer und wenn die Heilbronner Falken nächste Saison den Wiederaufstieg schaffen, möchte ich Dich auf dem Eis tanzen sehen!

Abgemacht! Dann übe Du schon mal den Eiswalzer...

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