Ein Gipfel-Treffen in der Oberliga

Drei Neue in LeipzigDrei Neue in Leipzig
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Die Blue Lions Leipzig erwarten am Freitag um 20 Uhr den EHC München. Nach dem überzeugenden 7:0-Erfolg gegen die Hannover Indians haben die Löwen Appetit auf mehr.

Von der Papierform her treffen David und Goliath aufeinander. Die Münchner sind als Tabellenzweiter aus der Oberliga Süd in die Meisterrunde eingezogen. Der EHC gilt als heißer Aufstiegskandidat. Für die Qualität des Kaders steht exemplarisch Torhüter Jochen Vollmer. Der 24-Jährige hat sich erst kürzlich im Pokalfinale für höhere Aufgaben empfohlen, als er mit Hilfe einer Förderlizenz für Ingolstadt im Kasten stand und den Pott nach einem 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die DEG Metro Stars in den Händen halten konnte. Allerdings sind die Münchner zuletzt ihren eigenen sportlichen Ansprüchen nicht gerecht geworden. Als Konsequenz musste Trainer Georg Kink am Mittwoch seinen Hut nehmen. Die Mannschaft wird vorübergehend vom sportlichen Leiter und Manager Christian Winkler mit Unterstützung von Ex-Nationalspieler Harald Birk betreut. Der Verein verspricht sich durch diesen Schritt einen Motivationsschub und mehr Spielfreude seines Teams. "Das ist eine ganz gefährliche Situation. Die Münchner haben jetzt kein Alibi mehr und werden sicher auf Wiedergutmachung drängen. Sie sind definitiv das beste Team aus dem Süden und haben zuletzt unter ihren Möglichkeiten gespielt", so die Einschätzung von Blue-Lions-Trainer Frank Gentges, der seine Mannen in Lauerstellung sieht. "Wenn wir eine ähnliche Leistung wie gegen Hannover abrufen können, ist alles möglich. Wir gehen heiß aufs Eis."

Unterdessen hat auch der Förderkreis der Blue Lions gute Nachrichten. Die laufende Oberliga-Saison kann trotz aufgetretenen Defizits zu Ende gespielt werden. Das heißt: in Leipzig wird es auch in Zukunft Profi-Eishockey geben. Hinzu kommen professionelle Strukturen. Die Agentur Spiekerteam wurde beauftragt, ein neues Vermarktungskonzept zu erstellen. Auf dieser Grundlage wird die Firma mit Hauptsitz in Köln (und Niederlassung in Leipzig) zudem künftig Sponsoren einwerben. Spiekerteam kann dabei auf Erfahrungen im Sportmarketing unter anderem bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC und dem Footballverein Frankfurt Galaxy zurückgreifen.