Ein Dutzend für die Ewigkeit - Bad Tölz pulverisiert Miesbach

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Auf nachdrückliche Weise

revanchierten sich die Tölzer Löwen für die wenig schmeichelhafte 1:2

Niederlage in Füssen. Leidtragender des Isarwinkler Torhungers war der TEV

Miesbach, der als "Schlachtopfer" herhalten musste und mit 1:12 (0:5,0:3,1:4)

gewaltig unter die Räder kam. Vor 1800 Zuschauern trafen Verteidiger Bergmann

und DEL-Schnupperkursler Sandro Schönberger doppelt. Die äußerstschwachen Gäste

aus dem benachbarten Landkreis hatten zu keiner Zeit des Spiels auch nur den

Hauch einer Chance.

Es war eine Partie mit

Seltenheitswert. Zumindest das erste Spieldrittel hatte wenig alltägliche Züge.

Wieder einmal rückte  der Unparteiische

schnell in die Kritik. Gleich in den ersten Spielminuten ahndete Herr Sicorschi

jede noch so kleine Berührung eines Miesbachers an seinem Gegenspieler. Die

Folge war eine minutenlange Überzahlserie der Hausherren. Mal mit einem, oft

aber auch mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis belagerten die Buam das Gehäuse

von Reinhard Haider. Zunächst mit mäßigem Erfolg, schnell stand aber eine

komfortable 3:0 Führung auf der Anzeigetafel. Da es aber mit den Sanktionen

gegen den Gast fröhlich weiter ging, entschieden sich die Miesbacher dafür das

Eis zu verlassen. Eine verständliche Protestaktion, erzielten die

Entscheidungen des Schiedsrichters doch nur bedingt mit dem Regelwerk eine

annähernde Übereinstimmung. Nach kurzer Bedenkzeit und den möglichen Folgen im

Hinterkopf, schickte Rudi Sternkopf seine Mannen wieder aufs Eis. Mit Sandro

Schönberger und Florian Kirschbauer sorgten zwei der Tölzer Youngster mit ihren

Treffern für den Pausenstand. Einer hatte da bereits genug. Reinhard Haider

ließ sich gegen Makus Voit austauschen.

Miesbach durfte sich nach

Wiederbeginn des Öfteren in numerischer Überlegenheit versuchen, wirkte aber in

allen Belangen wie ein Abstiegskandidat. Die Löwen schalteten einen Gang

herunter und ersparten dem angeschlagenen Gast vorerst weitere Demütigungen.

Einzig Sandro Schönberger vollendete das halbe Dutzend mit einem fein

abgeschlossenen Alleingang. Zum Ende des Drittels wurde den Zuschauern wieder

etwas geboten. Den vielleicht schönsten Angriff der gesamten Partie schloss

Yanick Dubé nach mustergültiger Vorarbeit von Christian Urban zum 7:0 ab. Keine

Minute später fand Micky Rohners Schlagschuss den Weg durch die Schoner des

bedauernswerten Schlussmanns Voit.

Im letzten Abschnitt durfte

auf Tölzer Seite Markus Meier das Tor hüten. An der bekannten Richtung änderte

diese Maßnahme freilich gar nichts. War bei den Treffern von Pfaff und Melchert

Gästetorhüter Voit kaum von Schuld freizusprechen, hatte Readers Powerplay Tor

durchaus ansehnliche Züge. Immer natürlich unter der Prämisse gesehen, dass für

lange Zeit kein derartig harmloser Gegner mehr in die Hacker-Pschorr-Arena

kommen wird. Christian Urban sorgte drei Minuten vor dem Ende für das Dutzend,

ehe Matt McCarthy in der Schlussminute der Ehrentreffer gelang.

Tore: 1:0 (06:03) Bergmann (Borzecki, 5-4), 2:0 (06:59)

Bergmann (MacSweyn, Dubé, 5-4), 3:0 (08:19) Fritzmeier (Melchert, Albanese,

5-4), 4:0 (11:11) Schönberger (MacSweyn, Rohner), 5:0 (12:32) Kirschbauer

(MacSweyn, 5-4), 6:0 (27:25) Schönberger, 7:0 (35:34) Dubé (Urban, St. Endraß),

8:0 (36:30) Rohner (M.Endraß, Fischhaber), 9:0 (44:13) Pfaff (Schinköthe, 5-4),

10:0 (48:42) Melchert (Schinköthe), 11:0 (49:07) Reader (Borzecki, Dubé, 4-3),

12:0 (56:47) Urban (Dubé), 12:1

Zuschauer: 1766

Schiedsrichter: Ulpi Sicorschi

(Waldkraiburg)

Strafminuten:  Bad Tölz 

22 -  Miesbach  30 + 10 (Jäger)

Spieler des Spiels: Kurt

MacSweyn


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