EHC München: Viel Erfolg und wenig Zuschauer

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Zwar konnte der EHC München am vergangenen Oberliga-Wochenende erneut vier Punkte einfahren, die Begeisterung darüber hielt sich jedoch in Grenzen. Nicht, dass man beim Aufsteiger jetzt größenwahnsinnig geworden wäre; der Verlauf der Partien gegen Peiting und in Ravensburg stellte Mannschaft und Fans auf eine harte Probe:

Gegen Peiting spielte der EHC ein Drittel lang auf höchstem Niveau und führte bis zur 17. Minute mit 3:0 Toren (Schwele, Leahy und Leinsle). Der Peitinger Anschlusstreffer gegen Ende des ersten Abschnittes brachte die Mannschaft dann erstaunlicherweise total aus dem Konzept, sodass die spielerische Linie völlig verloren ging. Prompt gelang Peiting durch einen Doppelschlag im letzten Abschnitt der Ausgleich. Erst fünf Minuten vor Schluss schaffte der Ex-DEL-Spieler Tim Leahy im Powerplay noch den kaum mehr erhofften Siegestreffer.

Die Sonntagspartie beim Tabellenführer im Freiluftstadion von Ravensburg nahm einen ähnlichen Verlauf: Nach souverän gespielten 40 Minuten führten die Münchner mit 5:1 Toren, wobei Vogl, Leinsle, Schury, Menge und Jann für die Treffer verantwortlich waren. Wie am Freitag konnte das Team des EHC diesen komfortablen Vorsprung nicht über die Zeit bringen. Nachdem sich ausgerechnet der erfahrendste Mann, Tim Leahy, vier Minuten vor Schluss 2 + 2 Strafminuten einhandelte, kamen die Ravensburger noch zum Ausgleich. Das anschließende Penaltyschießen, noch nie eine Münchner Domäne, entschied der Spitzenreiter souverän für sich, sodass der EHC mit nur einem Punkt die Heimreise antrat.

Als sich Trainer Eibl, der unmittelbar nach dem Spiel sichtlich angefressen war, wieder erholt hatte, betrieb er Ursachenforschung: „Unsere Mannschaft ist halt doch noch zu jung und unerfahren, um solche Situationen zu meistern,“ meinte er. Plötzlich stimme in der Abwehr die Zuordnung nicht mehr und man mache unerklärliche Fehler. Es sei in erster Linie ein mentales Problem, das man wohl so schnell nicht lösen könne.


Trotz dieser zwei verlorenen Punkte nimmt der EHC München einen komfortablen dritten Platz in der Oberliga Süd ein. Dies ist wesentlich mehr, als man vor der Saison erwarten konnte: Die Teilnahme an der Meisterrunde scheint so gut wie sicher.

Leider hat die attraktive und erfolgreiche Spielweise des EHC beim Münchner Publikum immer noch nicht die nötige Resonanz gefunden. Jürgen Bochanski, der erste Vorstand des Clubs, zeigte sich enttäuscht darüber, dass der kalkulierte Schnitt von 1400 Besuchern bisher nicht erreicht worden ist. Man hat sich deshalb auf Seiten der Münchner einige Aktionen einfallen lassen, um mehr Zuschauer in die Eishalle zu locken: Vom „Nikolaus“ Axel Schulz, der Kinderheime beschenken wird, über ein Eistraining am Münchner Flughafen bis zu einem Prominentenspiel am 29. Februar reicht die Palette. Dabei wird der Club neuerdings auch von Radio Gong tatkräftig unterstützt.


Im Gegensatz zum Zuschaueraufkommen liegt die Unterstützung durch Sponsoren weit über Plan. So ist der Möbelriese aus Wolfratshausen, Möbel-Mahler, jetzt ebenfalls im Sponsorenpool des Oberligaaufsteigers. Gutscheine und Rabattaktionen für Mitglieder und Fans stehen hier auf dem Programm.

Der Vorstand versucht bereits jetzt recht erfolgreich, die Sponsoren für die kommende Saison zu binden sowie neue hinzuzugewinnen. Wenn dann noch die erhofften Zuschauer in die Eishalle kämen, herrschte eitel Sonnenschein im Münchner Eishockey.


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