EHC München ringt den Spitzenreiter nieder

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nach den eher schwächeren Auftritten gegen Füssen und insbesondere Kempten, fand der EHC München im Heimspiel gegen Ravensburg wieder zu einer ansprechenden Leistung zurück und obsiegte verdient mit 4:2 über den Tabellenführer.

Nach zwei Niederlagen im Penaltyschießen wollten die Münchner endlich ihrern ersten Sieg gegen den Überraschungsersten einfahren. Mithelfen konnte dabei auch Tim Leahy, der nach seiner Verletzungspause aufs Eis zurückkehrte. Hochklassig war die sogenannte Spitzenbegegnung keineswegs, doch merkte man den Hausherren das Bestreben nach Zählbarem stets an. Der Gast vom Bodensee überließ dabei dem Tabellendritten die Spielanteile und versuchte seinerseits nach Scheibengewinn mit schnellen Vorstößen zum Erfolg zu kommen.

Als die Ravensburger gerade ihre erste Unterzahl überstanden hatten, mussten sie den ersten Treffer hinnehmen. Während Andrej Naumann von der Strafbank zurückfuhr, spielte Tim Leahy hinter dem Tor stehend einen letzten Pass vor das Gehäuse von Waldemar Quapp und erreichte damit den heraneilenden Robin Riemel, dessen Direktabnahme unhaltbar im Gahäuse einschlug (8.). Ebenso in nummerischer Überlegenheit fiel der Ausgleich. Nachdem Sebastian Schwele nach einem Bandenchek zwei Minuten verschnaufen durfte, konnte Alexander Rusch eine gelungene Aktion zum 1:1 verwerten. Er umkurvte elegant zwei Münchner Verteidiger und lupfte die Scheibe über dem bereits am Boden liegenden Patrick Koslow in die Maschen (14.).

In Abschnitt zwei war die Begegnung durch viele Fehlpässe und ungenaues Aufbauspiel beider Mannschaften geprägt. Von einem Spitzenspiel war wenig zu spüren. Auch die 1600 Zuschauer im Münchner Eisstadion nahmen ob der Darbietungen auf dem Eis eine Auszeit. Erst am Ende des Drittels kam wieder Stimmung auf. Als Fabian von Schilcher bei einem Break in Unterzahl an der blauen Linie gehakt wurde, entschied Hauptschiedsrichter Oswald auf Penalty. Eine sehr großzügige Entscheidung, die einem sicherlich nicht oft zuteil wird. Mario Jann war es egal. Mit einem trockenen Schuss überwand er Quapp aus kurzer Distanz. Möglicherweise war es eine ausgleichende Gerechtigkeit, dass EHC-Goalie Koslow zwei Sekunden vor der Sirene einen völlig harmlosen Schlenzer von Slavetinsky auf den kurzen Pfosten passieren ließ.

Wesentlich mehr zu bieten hatte dann der Schlussabschnitt. Bereits nach gut zwei Minuten durfte der Ravensburger Sebek zum Duschen fahren, nachdem er mit dem Stock ins Gesicht von Michael Machek geriet und diesen zu einer Behandlungspause zwang. Es hatte den Anschein, als wären sich die Mannen von Michael Eibl ihrer fünf minütigen Überzahl so gar nicht bewusst, Chancen erarbeiteten sie sich nämlich in dieser Zeit keine. Aber auch der Tabellenführer wirkte an diesem Abend nicht zwingend und so entschied einer der wenigen spielerischen Momente auf Seiten der Gastgeber die Partie. Pete Brearley drang von außen in das Ravensburger Drittel ein, schüttelte einen Verteidiger gekonnt ab und stand im direkten Duell mit Waldemar Quapp. Letzterer vereitelte zwar mit großartigem Einsatz Brearleys Torerfolg, gegen den Nachschuss von Ron Newhook (Rückhandschlenzer) war er allerdings machtlos. Das finale Bemühen der Gäste um den Ausgleich, endete mit einem Emptynet-Goal von Mario Jann 19 Sekunden vor Spielende. Unterm Strich ein verdienter Erfolg des EHC München in einer fairen, allerdings auch weitgehend körperlosen Begegnung. (orab)

4:2 im fünften Finalspiel bei den Hannover Scorpions
Selber Wölfe sind Deutscher Oberligameister 2021

​Nach einem äußerst spannenden Spiel in einer ebenso spannenden Oberliga-Finalserie setzten sich die Selber Wölfe bei den Hannover Scorpions mit 4:2 (2:1, 1:0, 1:1) ...

Neuzugang aus Deggendorf
Passau Black Hawks nehmen Allrounder Sergej Janzen unter Vertrag

​Die Passau Black Hawks und Sergej Janzen haben sich auf eine Zusammenarbeit zur Oberliga-Saison 2021/22 geeinigt. Der 34-Jährige ging seit 2015 für den Nachbarn und...

Außenstürmer kommt aus der 2. Liga Tschechiens
Matej Pekr besetzt erste Kontingentstelle beim ECDC Memmingen

​Der ECDC Memmingen hat eine Schlüsselstelle im Kader mit dem Tschechen Matej Pekr besetzt. Der 33 Jahre alte Außenstürmer gilt als überaus starker Scorer und soll i...

Ein Verteidiger bleibt, ein Verteidiger geht
Lubos Velebny macht beim EV Füssen weiter

​Der Eissportverein Füssen kann zwei weitere Personalien vermelden. Dabei handelt es sich um eine wichtige Vertragsverlängerung, aber auch um einen Abgang. Routine p...

EXA Icefighters Leipzig holen junges Allround-Talent
Patrick Demetz wechselt von Krefeld nach Leipzig

​In den letzten Tagen vermeldeten die Verantwortlichen des Krefelder EV den Abgang von Patrick Demetz. Der Deutsch-Italiener wurde unter anderem mit den folgenden Wo...

Weidekamp gegen Hannover Scorpions Spieler des Tages
Selber Wölfe erzwingen mit Shutout fünftes Oberliga-Finalspiel

​Diese Oberligafinalserie gibt alles, was man von einem solchen Duell erwarten kann. Viel Kampf, auch technisch top, alles in einem dramatischen Gewand und am Ende, ...

Seit 2013 am Gysenberg
Kapitän Michel Ackers bleibt zwei weitere Jahre beim Herner EV

​Der Herner EV und Michel Ackers gehen gemeinsam in die Zukunft. Der Kapitän hat seinen Vertrag am Gysenberg um zwei Jahre verlängert und wird die Grün-Weiß-Roten mi...

Dominik Hattler verlängert um eine weitere Saison
DEL2-Torhüter Matthias Nemec wechselt zu den EV Lindau Islanders

​Den EV Lindau Islanders ist ein echter Transfercoup gelungen. Mit Matthias Nemec wechselt einer der Topgoalies der DEL2 vom Play-off-Team der Heilbronner Falken zu ...

Jetzt die Hockeyweb-App laden!

Oberliga Nord Playoffs

Oberliga Süd Playoffs