EHC München: Nach zähem Beginn an die Tabellenspitze - 5:1 gegen Dresden

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der EHC München behielt im Spitzenspiel zwei gegen eins mit 5:1 (1:1,3:0,1:0) die Oberhand und sicherte sich durch diesen Erfolg vorübergehend die Spitzenposition in der Gruppe B der Oberliga-Meisterrunde. Nachdem die Gäste im ersten Drittel die dominierende Mannschaft stellten und mit dem ausgeglichenen Spielstand unzufrieden sein mussten, erhöhte der Südvertreter in Abschnitt zwei merklich die Schlagzahl und kam durch drei schnelle Tore von Ron Newhook, Florian Vollmer sowie Schorschi Kink zum entscheidenden Vorsprung. Knapp 1500 Besucher feierten anschließend die soeben eroberte Tabellenführung.


Die Eislöwen präsentierten sich vom ersten Bully an als abgeklärte Mannschaft, deren Vorhaben es nicht war, als Gast eine abwartende Haltung einzunehmen. Sofort wurde der Weg nach Vorne gesucht. Jochen Vollmer, der heute wieder im Gehäuse des EHC stand, hatte Einiges zu tun. So musste der Goalie nach drei Minuten in höchster Not gegen Radek Vit und wenig später gegen den völlig frei stehenden Jan Welke retten. Die Hausherren gaben erst nach sechs Zeigerumdrehungen ihren ersten Torschuss ab. Schorschi Kink scheiterte in zwei aufeinander folgenden Versuchen an Iiro Itämies, dem Schlussmann der Sachsen.


Die Führung der Eislöwen nach elf Minuten war ebenso schön herausgespielt wie verdient. Robin Sochan trieb die Scheibe ins gegnerische Drittel, wartete bis seine Sturmkollegen nachrückten und bediente dann wunderbar Peter Hruby, der Vollmer austanzte und einschob. Noch während die Münchner den Gegentreffer verdauten, mussten sie eine weitere brenzlige Situation überstehen. Newhook und Burman mussten auf die Strafbank. Die Überzahl der Gäste währte nahezu die kompletten zwei Minuten. Hierbei wirkten die Eislöwen aber zu verspielt. Oft passte der Verteidiger den Puck trotz bester Schussgelegenheit noch einmal weiter. Eine formidable Gelegenheit hatte auch Kilian Glück, der von Kasperczyk auf die Reise geschickt wurde. Da aber zeigte Joey Vollmer sein ganzes Können und rettete mit einem Big Save. Mehr aus heiterem Himmel kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Thomas Vogl zog ab, Itämies konnte nicht festhalten, Mario Jann verwertete den Abstauber.


Auch nach der Pause musste Vollmer seine Klasse zeigen, als er gegen den herannahenden Pavel Weiss klärte. Vorentscheidende Momente dann Mitte der Partie. Mike Dolezal saß draussen, Ron Newhook traf aus spitzem Winkel mit der Rückhand. Noch während des Jubels legte Florian Vollmer aus dem Gewühl heraus nach, was einen Wechsel an der Tabellenspitze mit sich brachte. Diesen Spitzenplatz untermauerten die Münchner noch im zweiten Drittel. Schorschi Kink zog trocken ab, nachdem er mit etwas Glück an die Scheibe gelangte. Itämies war ohne Chance, dafür nun entsprechend Stimmung in der Halle. Mario Jann musste kurze Zeit später blutend in die Kabine, nachdem er von einem Befreiungsschlag eines Mannschaftskollegen getroffen wurde.


Im letzten Abschnitt kehrte der 23jährige nach kurzer Behandlung wieder auf das Eis zurück. Das Team von Jiri Kochte war sich scheinbar der Niederlage zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst. Die Gegenwehr zumindest erlahmte merklich. Ron Newhook stellte mit dem Tor des Abends den verdienten Endstand her. Von Mike Burmann herrlich in Szene gesetzt, musste der “Man of the match “ am kurzen Pfosten stehend nur noch einschieben.(orab)


Tore:

0:1 (10:58) Hruby (Sochan, Welke), 1:1 (16:07) Jann (Th.Vogl), 2:1 (11:26) Newhook (Leahy, v. Schilcher 5-4), 3:1 (31:57) F.Vollmer (Wedl), 4:1 (37:22) Kink, 5:1 (55:45) Newhook (Burman, Brearley)


Strafen: München 18 - Dresden 16+10 (Dolezal)

Schiedsrichter: Axel Sander (EC Peiting im TSV) - Rische, Velkoski

Zuschauer: 1419


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