EHC München muss Nachsitzen - 2:1 n.P. im Derby gegen Klostersee

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In einer an Höhepunkten armen Partie obsiegte der EHC München beim ersten Heimauftritt im neuen Jahr über den EHC Klostersee mit 2:1. In der regulären Spielzeit gab es für die 1574 Zuschauer lediglich die Treffer von Schury (30.) und Sicorschi (43.) zu bestaunen. Unter gütiger Mithilfe von Gästekeeper Hochhäuser erzwangen Tim Leahy und Alex Leinsle den Zusatzpunkt. Die ersatzgeschwächten Gäste waren in den entscheidenden Momenten zu unkonzentriert und vergaben ihre wenigen aussichtsreichen Möglichkeiten leichtfertig. Bei den Hausherren scheint derzeit eine Art Motivationsloch Einzug gehalten zu haben, denn das Gebotene war einem Heimauftritt eher unwürdig.

In den ersten Minuten war keineswegs zu erahnen, dass die Begegnung auf einem durchgehend flachen Niveau geführt werden würde. Munter versuchten die Gastgeber geordnete Angriffe nach vorne zu tragen. Basti Schwele und Daniel Menge hatten erste Gelegenheiten, bei den Versuchen von Daniel Schury und Alex Leinsle wenig später fehlten nur Zentimeter. Vom Team von Beppo Schlickenrieder war im ersten Abschnitt so gut wie überhaupt nichts zu sehen. Auch in numerischer Überlegenheit brachten die Roten nichts Vernüftiges zu Stande. Die erste Parade musste EHC-Goalie Koslow zu Beginn des zweiten Drittels abliefern, als er einen Schlenzer von Florian Saller parierte. Glück hatte Koslow bei einem Drehschuss von Martin Sauter, der haarscharf am langen Pfosten vorbeistrich. Nach knapp der Hälfte der Spielzeit dann doch die Führung für die Landeshauptstätter. Einen doppelten Doppelpass mit Fabian von Schilcher vollendete Daniel Schury, indem er die Scheibe unter dem fallenden Florian Hochhäuser ins Netz schob. Auf die Klasse des Spiel hatte dieser Treffer indes leider keine Auswirkungen. Die Gäste gingen bei ihren Aktionen vor dem Münchner Tor meist sehr fahrlässig mit der Scheibe um, von Seiten der Eibl-Truppe kam einfach zu wenig. Einen vielversprechenden Konter über Newhook und Brearley konnte Hochhäuser entschärfen. Wenige Sekunden vor der zweiten Sirene wäre um ein Haar der Ausgleich gefallen. Manuel Weibler tauchte völlig ungedeckt vor Koslow auf, der mit einer Glanztat das Spielgerät aus der Ecke fischte.

Kurz nach Beginn des Schlussabschnitts war aber auch Koslow machtlos. Bei einem Überzahlspiel der Grafinger ließ er einen Verlegenheitsschuss von Florian Saller abprallen und hatte beim Abstauber von Cori Sicorschi das Nachsehen. Die verbleibenden Spielminuten sind schnell erzählt: Einem Hammer von Leinsle, der knapp vorbeistrich, und einer ansatzweisen Schlussoffensive der Münchner standen vorwiegend Befreiungsschläge der Gäste gegenüber. Mit Glück und Geschick konnte der EHC Klostersee das Resultat über die Zeit retten und einen wertvollen Punkt mit nach Hause nehmen. Bedenkt man, dass mit Porak und Zajonc zwei Schlüsselspieler ersetzt werden mussten, ist dieser Punktgewinn durchaus als Erfolg zu betrachten. Dass es nicht für mehr reichte, lag vordergründig an Florian Hochhäuser. Zwei sicher geglaubte Panalty-Saves ließ er letztendlich doch noch passieren. Auf der anderen Seite konnte einzig Florian Saller seinen Versuch erfolgreich abschließen. Für die Münchner bleibt zu hoffen, dass sie ihr Potenzial bis zu Beginn der Meisterrunde wieder abzurufen vermögen. Den Vorstädtern wäre eine baldige Rückkehr ihrer Verletzten zu wünschen. (orab)

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