EHC München: Indianer, Pferdetürme und eine Premiere

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Der Hannoveraner gilt weltweit als eine der bedeutendsten Pferderassen in der Riege der Warmblüter. Mit derart edlem Getier wird es der EHC München am kommenden Wochenende freilich nicht zu tun haben. Es sind die Hannover Indians, hinter den zwei Klassen höher wirkenden "Scorpions" die zweite Kraft im niedersächsischen Eishockey, die an den nächsten beiden Spieltagen als Gegner der Münchner vorstellig werden.

Die Mannschaft von Greg Thompson gilt als die am schwersten einzuschätzende Komponente im Feld der aufstiegsambitionierten Teams. Spricht man über potenzielle Favoriten aus dem Norden, fallen zwangsläufig die Namen Dresden und Berlin, bisweilen auch Leipzig. Die Indians indes haben die Wenigsten auf der Rechnung, was sich am Ende durchaus als falsch erweisen könnte. Immerhin waren es die Niedersachsen, die den souveränen Dresdnern vier Niederlagen in der Doppelrunde beibrachten. Auch in der Meisterrunde konnten sie die Eislöwen am heimischen Pferdeturm in der Overtime niederringen. Einem Ausrutscher in Leipzig folgte ein Zähler beim heimstarken EHC Klostersee, wo man Sekunden vor Schluss gar noch in Front lag, sowie ein Heimerfolg über die Stuttgart Wizards. Wesentlicher Bestandteil des Spiels der Indians ist der Torhüter. Roman Kondelik ist in Normalform nur schwer zu bezwingen. Der 32jährige Tscheche gehört bereits im sechsten Jahr dem Kader an, gilt als der große Rückhalt. In der Defensive ist zweifellos Robbie Sandrock der namhafteste Akteur. Der Kanadier, der diese Woche seinen 27. Geburtstag feiert, schnupperte im Sauerland bereits DEL-Atmosphäre und ist mit fünf Treffern bislang bester Torjäger in seiner Gruppe. Fehlen dagegen wird Seppi Staltmayr. Der aus Hassfurt gekommene Verteidiger wurde vergangenes Wochenende von Grafings Sicorschi böse von hinten attackiert, wobei er schwerste Verletzungen im Bereich des Jochbeins erlitt. In der Offensive erkennt man Parallelen zum EHC. Keinen ausgesprochenen Toptorjäger, der ganz vorne in den Scorerlisten rangiert. Dafür ausgewogene Sturmreihen mit verteilter Last im Abschluss. Peter Fregoe konnte in der Vorrunde immerhin zwanzig Treffer verbuchen, Devin Rask 19, Benjamin Hecker 15, sowie Derek Switzer 13.

Hinsichtlich der Ausgangsposition für die Playoff´s kann man das Hannover-Wochenende aus Münchner Sicht durchaus als Gradmesser sehen. Bei zwei Erfolgen bliebe man ganz vorne mit dabei, könnte in den Heimspielen gegen Dresden und Leipzig soger noch um den begehrten ersten Rang spielen. Die Bedeutung ist auch den Spielern klar. In Leipzig waren spielerisch wie kämpferisch eindeutige Tendenzen nach Oben zu erkennen, auch gegen Klostersee machte das Team mächtig Dampf, drehte sogar einen zwei Tore Rückstand gegen den Angstgegner. Möglich, dass die Trainerentlassung bei einigen Spielern Motivationsreserven freigesetzt hat. Gerade der zuletzt oft unter seinen Möglichkeiten gebliebene Pete Brearley spielte am Sonntag groß auf, erfreute sich dabei der Unterstützung seines kongenialen Sturmpartners Ron Newhook. Ex-Trainer Schorsch Kink präferierte eine andere Zusammensetzung der Sturmreihen. Aber auch die Rückkehr von Stürmer Schorschi Kink war sogleich zu spüren. Der Blondschopf sprühte vor Spielfreude, als hätte es die monatelange Zwangspause gar nicht gegeben. Die Belohnung für seinen Einsatz war ein wunderschönes, zudem äußerst wichtiges Tor am Sonntag. Der nunmehr wieder komplette Kader lässt das lang vermisste 4-Reihen Spiel zu, was freilich im Hinblick auf die Physis Ressourcen für den Endspurt ermöglicht. Weitere Unterstützung erfahren die EHC-Cracks von ihrem neuen Übungsleiter. Gary Prior feiert am Freitag seine Premiere an der Münchner Bande. (orab)

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