EHC München feiert endlich wieder einen Auswärtssieg: 2:0 in Heilbronn

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Spieler sind sauer auf den Trainer, weil sie nicht zum Einsatz kommen. Fans sind sauer auf den Trainer, weil er nur mit drei Reihen spielen lässt und auf das Team, das vor allem auswärts keinen Ehrgeiz zeigt. Vorstand ist sauer auf die Fans, die zu kritisch sind. Nach dieser turbulenten Woche könnte man meinen, der EHC München steht tief im Tabellenkeller der Oberliga Süd. Weit gefehlt: Der große Favorit belegt immer noch den ersten Platz, und das trotz vier Auswärtsniederlagen am Stück. So hat die Ausgeglichenheit der Liga – bester Beweis ist das 5:3 des Schlusslichts Hügelsheim gegen den EHC- für den Spitzenreiter wenigstens ihr Gutes. Schließlich verlieren die anderen Spitzenclubs auch reihenweise ihre Spiele gegen vermeintliche Außenseiter.



Beim EHC München scheint der Theaterdonner der vergangenen Woche allerdings wie ein reinigendes Gewitter gewirkt zu haben. Gegen die Heilbronner Falken zeigten die Münchner endlich wieder eine gute Leistung und gewannen mit 2:0. Mit dem lange verletzten Joey Vollmer im Tor, sein Vertreter Kevin Kühnhackl machte nicht immer den sichersten Eindruck, ging das Team mit einer ganz anderen Motivation ins Spiel als bei den letzten Auswärtsbegegnungen. Nach verhaltenem Beginn setzte Sebastian Schwele, zuletzt meist nur Bankdrücker, in der 13. Minute mit einem Lattenschuss ein erstes Zeichen. Ein Tor gelang zunächst allerdings keinem der beiden Teams.



Der zweite Abschnitt begann mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten, ehe Trainersohn Schorschi Kink auf Pass von Alexander Leinsle in der 37. Minute das 1:0 gelang. Gestützt auf eine sichere Abwehr mit einem überragenden Vollmer im Gehäuse konnte der EHC den Vorsprung gegen wütende Angriffe der Heilbronner verteidigen. Ein Konter von Mario Jann entschied in der 50. Minute das Spiel zu Gunsten des Spitzenreiters aus München.



Mit diesem lange ersehnten Auswärtssieg hat der EHC München die besten Voraussetzungen für ein interessantes Spitzenspiel geschaffen. Am Sonntag kommt schließlich mit Ravensburg der hartnäckigste Verfolger ins Münchner Eisstadion. Man kann dann wohl endlich auch mit einem größeren Zuschauerzuspruch als zuletzt rechnen.