EHC München auf einem guten Weg: Remis gegen Tölzer Löwen

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Die Vorbereitungszeit neigt sich dem Ende zu und der Oberligaaufsteiger aus München wird immer besser. Nach einem locker herausgespielten 8:1 Erfolg gegen den Landesligisten aus Erding traf der EHC am Sonntag Abend wie schon vor einer Woche auf die Tölzer Löwen. Vor knapp 1000 begeisterten Zuschauern machten die Münchner von Beginn an viel Druck und bereiteten dem Tölzer Keeper Fichtner einen arbeitsreichen Abend. Einziges Manko war wieder einmal die mangelnde Chancenauswertung: Selbst beste Möglichkeiten blieben ungenutzt, sodass der Zweitligist aus dem Oberland mit seinem ersten gefährlichen Angriff überraschend in Führung gehen konnte. Kurz vor Ende des ersten Drittels gelang dem kanadischen Neuzugang des EHC, Pete Brearley, im Nachschuss endlich der hochverdiente Ausgleich. Nach einem relativ ereignislosen Mitteldrittel mit einem weiteren Tölzer Treffer wurde es dann hochdramatisch: In Unterzahl erzielte Daniel Schury wiederum den Ausgleich. Danach glänzte der EHC mit Zauberkombinationen und verunsicherte die Abwehr der Tölzer so sehr, dass sie sich auf dem Eis heftige Wortgefechte lieferten, während Trainer Rothkirch schimpfend an der Bande stand. Einen dieser schönen Spielzüge schloss Ron Newhook (51.Minute) zur hochverdienten 3:2 Führung ab. Mit einem Kraftakt schaffte der Zweitligist durch einen Konter in der 56. Minute dann doch noch den mehr als glücklichen Ausgleich zum 3:3 Endstand.

Nach dem Spiel sah man in der Münchner Eishalle nur zufriedene Gesichter. Trainer Eibl hatte die Sturmreihen umgestellt, was sich gleich positiv bemerkbar gemacht hat. Während Newhook sehr gut mit Leinsle und Menge harmonierte, hat Brearley in Schury wohl den idealen Partner gefunden. So ist der EHC nun gleichmäßiger aufgestellt und für den Gegner wohl schwerer auszurechnen als vorher. Nachdem auch die Kondition (zwei Spiele innerhalb von 24 Stunden) zu stimmen scheint, blickt man beim EHC München der kommenden Saison recht optimistisch entgegen. Zumal es durchaus möglich ist, dass der Aufsteiger, der bis jetzt nur zwei Kontingentstellen besetzt hat, in absehbarer Zeit nochmals Verstärkung aus Übersee erhält. (an)